Neulich traf ich mich mit einer Freundin und wir kamen ins Plaudern über unsere Familien. Sie hat ebenfalls 4 Kinder und fragte mich, ob wir uns jetzt komplett fühle würden. Ob ich wüsste, dass es genug ist. Eben was man so auf Instagram lesen kann: „My heart is full. Das Baby hat uns komplett gemacht. Wir sind glücklich.“

Und ich frage mich, ob man wirklich aus tiefem Herzen weiß, dass niemand mehr fehlt. Ob man dieses Komplett-sein fühlt. Oder ob die Vernunft, die guten Gründe für oder gegen weitere Kinder sprechen? Oder die aktuelle Lebenssituation. Ich glaube, dieser Gedanke ist deshalb so schwer, weil er endgültig ist. Irgendwann kann Frau keine Kinder mehr bekommen. Irgendwann ist vielleicht der Abstand zu den Kindern zu groß, die Eltern zu alt, das Leben hat sich eingespielt und man will gar nicht mehr von vorn anfangen. Äußere Umstände spielen sicher auch eine Rolle: Die Finanz- und Wohnsituation, die Liebe zum Partner, die eigenen Nerven. Und wieweit man bereit ist, Kompromisse einzugehen und seine eigene Bedürfnisse zumindest eine Zeit, hinten anzustellen.

Ich glaube nicht, dass es auf die Anzahl der Kinder ankommt, um sich komplett zu fühlen. Es gibt auch Paare, die sind sich selbst genug, ohne Kinder. Vielleicht zweifeln sie auch mal, vielleicht auch nicht. Auch Familien mit nur einem Kind fühlen sich vollständig und „brauchen“ kein weiteres Kind fürs Glück. Andere haben 8 Kinder und planen weitere. Also stellt es sich ein, dieses Gefühl? Ist man irgendwann innerlich ruhig und hat keine diffuse Sehnsucht nach einem weiteren Kind? Nicht das Gefühl das noch jemand fehlt?

Klar Babys fetzen. Aber sie werden größer, reden, werden frech, verlangen Schokolade und kosten eine Menge Geld. Spontan sein oder irgendwo hin in den Urlaub ohne ein halbes Vermögen auszugeben, ist auch nicht drin. Wir wussten nicht von Anfang an, dass wir viele Kinder wollen. Vier ist schon ne Nummer. Ehrlich. Die stehen ja zum Glück nicht alle auf einmal vor der Tür. Und vielleicht hätten wir auch nicht vier Kinder bekommen, wären sie nicht so pflegeleicht gewesen, gerade als Babys. Mit Schule und kleinen Dickköpfen wird es nun schwerer, allen gerecht zu werden und einfach „nur“ zu genießen. Nach drei Kindern waren wir eine zeitlang fest davon überzeugt, es ist genug. Der Mann fing irgendwann an zu fragen, ob noch Platz für ein weiteres Kind sei. Und nein, nicht weil er einen Sohn wollte. Ich sag mal so, wären wir beide 10 Jahre jünger, würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen, dass es das war mit vier Kindern. Vielleicht käme irgendwann noch ein Nachzügler. Aber der Verstand sagt laut Nein und das ist voll okay. Für uns ist es glaube ich, eher diese Endgültigkeit. Alles haben wir nun ein letztes Mal erlebt: Die Schwangerschaft, die Geburt, die Babyzeit. Aber es werden andere erste Male kommen. Jetzt genießen wir eben die letzten ersten Male. Mit Wehmut. Ja, das kann ich sagen. Ich fühle mich zwar komplett, jetzt. Aber komisch ist es trotzdem, zu wissen, dass es das war.

Ich dachte immer, irgendwann stellt sich diese innere Zufriedenheit ein und dieses Wissen, dass es gut ist. Ohne rationale Gründe die gegen weitere Kinder sprechen. Aber so ist es bei mir nicht und auch nicht bei meiner Freundin. Und wer weiß, ob sie nicht doch noch eine Nummer 5 bekommen. Ich gehe ein bisschen davon aus. Und mich erreichen viele Nachrichten, vor allem auf Instagram, dass man wieder ins Zweifeln kommt. Dass man dachte, die Kinder Anzahl sei genug, man sei komplett, aber nun doch überlege, ob nicht Platz für ein weiteres Kind sei. Vielleicht ist es also nur eine Momentaufnahme, dieses Komplett Sein. Vielleicht sieht es in ein paar Monaten, Jahren ganz anders aus.

Wie ist es denn bei euch? Ist es eine Vernunftentscheidung, wieviele Kinder ihr habt? Oder spielen andere Faktoren eine Rolle? Oder seid ihr einfach komplett, ohne etwas zu vermissen und ohne diese Endgültigkeit zu hinterfragen?

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Autor

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter und einen Sohn. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

42 Comments

  1. Ich bin mit 24 Jahren Vater geworden, absolut unreif, absolut überfordert ! Trotzdem haben wir es geschafft einen wirklich sehr passablen jungen Mann aufzuziehen der mit seinen nun 17 Jahren langsam anfängt auf eigenen Beinen zu stehen.
    Vor 8 Monaten kam nun unsere Tochter auf die Welt, ungeplant aber sehr willkommen !
    Wir sind älter geworden, reifer und gelassener in unserer Erziehung . Wir haben Glück gehabt denn erst jetzt fühle ich das noch etwas gefehlt hat.
    Ich denke, die Menge der Kinder kann nicht durch bestimmte Parameter festgelegt werden sonder ergibt sich aus der eigenen Entwicklung und Lebenszeit.
    Gruß Basti

  2. Mal eine andere Perspektive:
    Wir haben vier Kinder innerhalb von acht Jahren bekommen. Das letzte Kind was ein „Surprise-Baby“, weil mein Mann 18 Jahre älter als ich ist und er nicht wirklich wusste, ob ER sich diese Aufgabe zutrauen will… Dieses Kind ist ein Riesengeschenk und hat unser Leben unglaublich bereichert und alle unsere Kinder hatten zunächst eine „Bullerbü-Kindheit“. Unser latenter Wunsch nach weiteren Kindern wurde aus Vernunftgründen nicht umgesetzt.
    Als unser Jüngster in der vierten Klasse war begann eine andere „Odyssee“: es kam eine schlimme Diagnose beim Vater mit der Prognose für eine nur noch sehr kurze verbleibende Lebenszeit… Seitdem halten wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln „den Tod auf Abstand“, manchmal ein zähes Ringen – seit inzwischen 17 Jahren. Jetzt sind alle Kinder mit dem Studium fertig, haben ihren Platz im Leben gefunden und das dritte Enkelkind wird bald geboren werden. Das Thema Tod ist ein ständiger Begleiter in unser aller Leben und vielleicht sind es gerade die Kinder, die dazu beitragen, dass der Vater noch da ist… vielleicht!

  3. Hier gerne unsere Geschichte: Die ersten beiden kamen recht problemlos, immer wenn erwünscht. Für mich war der Wunsch nach einem dritten Kind aber immer da. Und plötzlich ging es nicht mehr so einfach, wir warteten über 2 Jahre mit vielen Enttäuschungen. Aber genau dieser Bub, der dann doch endlich kam, war wichtig für mich! Direkt nach der Geburt wusste ich, dass es so passt! Und mittlerweile (der Bub ist fast 5 ) bin ich tatsächlich sehr froh über jeden Abschied: letztes Mal Kleinkindgruppe, letztes Mal Eltern-Kind-Turnen, ich freue mich tatsächlich über jeden Abschied! Große Kinder sind so toll und für mich persönlich macht das so viel mehr Spaß!

  4. Kinder wollten wir nie.
    Dann kündigte sich völlig unerwartet Nr.1 kurz vor unserem Jahrestag an. Wir wohnten noch nicht mal zusammen…
    Er war so in der Kategorie „nicht geplant, aber nicht ungewollt“. Niemals hätte ich an eine Abtreibung gedacht, auch wenn für uns beide Kinder nie ein Thema waren. Es sollte wohl so sein.
    Die SS war schön, die Geburt ok und das erste Jahr oft eine Katastrophe. Auf keinen Fall ein zweites Kind; das stand für uns beide fest. Und dann, ganz langsam, still und heimlich kam bei mir doch der Wunsch nach nem zweiten Kind. Einzelkind sein ist doch Mist.
    Der Mann war anfangs gar nicht begeistert, sprang aber irgendwann mit auf auf den Zug und sei Mai haben wir 2 Kinder.
    Bisher fühle ich mich komplett; allerdings wird es mir auch „erleichtert“,weil ich in beide Male Schwangerschaftserkrankungen hatte, die bei jedem weiteren Kind wieder auftreten werden; tendenziell sogar immer früher mit jeder weiteren.
    Das Risiko gehe ich einfach nicht wieder ein; zumal wir schon ziemlich um unseren jüngsten bangen mussten.
    2 eigene, gesunde Kinder reichen…aber ehrlich gesagt behalte ich den Gedanken an Pflege-und Adoptivkinder im Hinterkopf! =)

  5. Hallo Jette,
    deine Gedanken finde ich sehr schön geschrieben!
    Unsere Geschichte ist eine ganz andere:
    Wir haben eine vierzehnjährige Tochter, die nach einmaliger assistierter Befruchtung (das volle Programm…) zur Welt kam.
    Nach diesem guten Start hatten wir die Erwartung, dass das natürlich nahezu genauso nochmals klappen wird.
    Wir haben ein Haus mit drei Kinderzimmern geplant und gebaut…
    Als unsere Kurze ein Jahr alt war, begannen unsere „Planungen“ und danach die Behandlungen für die sehnlichst erwarteten Geschwister. Allerdings hatten diese keinerlei Erfolg. Ich war im Loch der künstlichen Befruchtung gefangen, hatte zudem die Sorge, dass unsere wonnige Kleine dieses Loch spürt, andere Schwangerschaften nagten an mir……..

    Ich habe einige Jahre gebraucht, um aus dem Loch heraus zu kriechen.
    Ich habe es geschafft. Das Jugendzimmer hat 30 statt 15 m², der Gatte ein Extra-Büro…
    Wir haben gelernt zu sagen, zu spüren und aus vollstem Herzen zu leben: Wir drei sind komplett!

    Es ist toll, von Euch Sechsen zu lesen. Habt eine gute Zeit zusammen!

  6. Ich habe vier Kinder, die große (13) habe ich mit in die Beziehung gebracht. Ich wollte immer noch ein 2. Kind. Dann haben wir unsere gemeinsame Tochter bekommen (6)..das sie ein pflegeleichtes Baby war schlicht sich schnell der Wunsch nach einem Geschwisterchen ein..ich wollte nicht wieder einen so großen Abstand. Aber – oh schreck- es wurden Zwillinge, ein Mädchen und ein Junge (bald 4)😁. Wir haben auch noch Haus gebaut und dann hat die Ehe gewaltig gekrieselt. Für mich ist jetzt schluss mit Kindern..aus reinem Selbstschutz…auch altersbedingt (bin 40). Ich bin vollkommen ausgelastet..ich würde es nervlich nicht mehr schaffen. Ich hatte solange ich denken kann den Wunsch Mama zu sein und es ist wunderbar. Schlimmer und schöner als gedacht. Aber ich merke auch, dass ich mich lieber jedem Kind einzeln widmen möchte und das ist zu selten der Fall. Die Zwillinge konnte ich nicht wirklich genießen, weil es über Jahre nur noch ein „funktionieren“ war mit drei Wickelkindern. Jetzt bin ich froh, dass ich wieder mehr für mich tun kann. Aber das Gefühl, wehmütig zurückzublicken und damit abzuschließen ..nie wieder ein Baby..das kenne ich. Ich wünschte, ich hätte für jedes Kind ein eigenes ganzes Leben, dann würde ich noch 10 bekommen..mein Mann würde übrigens gern noch eins oder zwei 😁.

  7. Toll geschrieben. Wir fühlen uns momentan komplett um das Herz nicht weiter herauszufordern. Da ich endlich mein Wunschstudium beginnen konnte und der kleine Mann zudem noch besonders viel Aufmerksamkeit braucht, gibt es keine Kapazitäten für weitere Kinder.
    Aber manchmal sind da die Momente wo wir auf dem Sofa sitzen und uns fragen ob unsere älteren Ich’s in ferner Zukunft vielleicht bereit wären für weitere Kinder.

  8. Wir haben zwei tolle Kinder und dabei wird es bleiben. Aus vielerlei Gründen. Der wichtigste: Ich habe das Gefühl, dass ich ein drittes KInd nervlich einfach nicht packen würde. Ich bin mit Job und Kindern sehr oft am LImit und wenn ich mir vorstelle, dass da noch ein drittes Kind ist, das etwas von mir will, bekomme ich Schnappatmung.
    Dann waren beide Geburten alles andere als schön. Mein Sohn kam 8 Wochen zu früh zur Welt, meine Tochter wäre beinahe bei der Geburt gestorben und hat eine körperliche Behinderung davongetragen. Beide Male saß ich wochenlang auf der Intensivstation, statt ein Wochenbett zu haben. Die Angst ist sehr groß, dass noch einmal etwas schiefgehen könnte. Nochmal kann ich solche Ängste nicht aushalten.
    Dann bauen wir ein gerade ein Haus. Hier im Süden, wo wir wohnen, eine sehr, sehr teure Angelegenheit. Wir bräuchten ein größeres Auto. Ein drittes Kind kostet (noch mehr) Geld, hat Wünsche, braucht Aufmerksamkeit – ich habe das Gefühl, dass wir da nicht mehr allen gerecht werden könnten und überfordert wären. Und finanziell würde es knapp werden.
    Ein bisschen Wehmut bleibt dennoch, aber hauptsächlich, weil ich einfach gerne eine schöne Anfangszeit mit Baby und ein Wochenbett gehabt hätte. Ansonsten fühlt sich unsere Familie sehr komplett an.

    • Ja das glaube ich, dass du Angst vor einer weiteren Schwangerschaft hast. Ich wünsche euch von Herzen alles gute und starke Nerven beim Hausbau.

  9. Wir erwarten in etwa 8 Wochen Kind No4. Die anderen drei sind 13, 2 und 1 Jahr alt. Von der Liebe her passen bestimmt noch mehr Kinder ;-), aber unser Haus ist voll, ich bin nun schon 39 und mein Körper sagt auch es ist genug. Also freuen wir uns an denen die da sind. Die zu bändigen fällt den Tag auch gut aus ;-), alle Marke Ronja Räubertochter oder Michel aus Lönneberga….
    Komplett werde ich mich mit der Kinderzahl wahrscheinlich nie fühlen, aber mehr werden es auch nicht mehr werden.

  10. Ich finde es total spannend, die Gedanken der Supermom und ihrer Leserinnen zu verfolgen. Das Thema „Komplett sein“ beschäftigt mich in der Tat auch schon länger. Unsere Tochter ist 6 und gerade in die Schule gekommen. Bis vor einigen Monaten habe ich mich nie mit einem 2. Kind beschäftigt. Aber plötzlich ist der Gedanke da und mit ihm die ganzen anderen Gedanken: Ist der Altersabstand nicht viel zu groß? Sind wir nicht zu alt (ich bin 41, mein Mann 45)? Können wir das körperlich und psychisch überhaupt noch einmal verkraften? Dazu muss man sagen, unsere Tochter war wirklich ein sehr anstrengendes Baby und hat mir mein komplette Kraft und Energie geraubt. Ist das alles vlt. nur Torschlusspanik? Wie gut tut das unserer Partnerschaft? Dazu muss ich sagen, dass mein Mann nicht von einem 2. Kind überzeugt ist. usw. usw. Der Supermom-Post trifft bei mir also gerade richtig ins Schwarze.

  11. Ich bin seit 10 Wochen Mutter eines Sohnes. Es ist unser erstes Kind. Wir haben sooooooo lange darauf gewartet. Mein Mann wollte 4 Kinder, bis der Kleine und damit die Realität kam. Jetzt reicht eines!😂
    Nein, auch wenn er sich derzeit nicht ablegen lässt, viel schreit und kein Anfängerbaby ist, so ist er genau das, was wir wohl brauchen. Und die Zeit geht auch vorüber und ich glaube man vergisst vieles was negativ ist. So wie die ersten 3 Monate der Schwangerschaft🤮🤮🤮🤮🙈
    Und wer weiß, wie es in weiteren 10 Wochen oder 10 Monaten aussieht. Platz ist mehr als genug vorhanden, finanziell sind wir sehr gut abgesichert.
    Unsere Nachbarn haben 12(!) Kinder. Ich bewundere die Mutter, die das gefühlt mit links macht. Ich komme mir mit einem völlig überfordert vor manchmal. Sie sagt aber, das sich alles irgendwie einspielt und nur Gelassenheit hilft und wo 1, 2, 3 oder auch 12 Kinder satt werden, wird es auch noch ein weiteres. Von daher, warten wir ab und gucken welche weiteren Abenteuer das Leben für uns noch bereit hält.

    • Ich wünsche dir von Herzen das beste. Und du musst dich überhaupt nicht schlecht fühlen! Dein Baby fordert dich und du kommst an deine Grenzen. Ob andere 14 Kinder jonglieren ist doch egal. Nicht hinschauen. Und ja es wird besser. Oder anders. Sie können ja irgendwann reden und werden frech ;-)

  12. Wir haben eigentlich drei Kinder. Mein großer hatte einen Zwillingsbruder der leider gestorben ist bevor er ein Jahr alt wurde. Es dauerte lange bis wir uns auf ein weiteres Kind einlassen konnten. Als dann Nummer drei auf den Termin (die Zwillinge waren Extremfrühchen), dann noch natürlich auf die Welt kam und die Kreissaal gefühlt eine Stunde zusammenbrüllte habe ich direkt gesagt noch mal mache ich das nicht. Und dabei blieb es auch. Das Wochenbett war leider bei beiden Schwangerschaften nicht so prall und auch jetzt hat sich nichts an der Entscheidung geändert. Die beiden sind 8 und 3 und ich freue mich über jedes Stück mehr Selbstständigkeit, aber auch über jede Kuscheleinheit.

  13. Ich kenne leider das Gefühl des Nicht-komplett-sein´s sehr gut. Wir haben eine 5jährige Tochter und waren quasi sofort bereit für ein zweites Kind…doch irgendwie will dieses nicht so recht.
    Und das umgekehrte „Gefühl“ des Komplett-Seins wäre bei mir sicherlich zu nahezu 100% der Vernunft zuzuschreiben, denn mein Herz fühlt sich groß an und hätte bestimmt noch das eine oder andere Plätzchen zu vergeben.

    • Ich bin seit 6 Wochen Mutter von 3 Kindern.. und ich liebe es. Für und ist die kinderplanung jedoch abgeschlossen obwohl wir noch recht jung sind wenn ich das mal so sagen darf. Ich werde bald 28, der Mann ist 30. Es ist definitiv eine vernunftsentscheidung. Der Mann ist zufrieden wie es jetzt ist…ich hätte gern noch weitere Kinder. Allerdings waren die Schwangerschaften nicht einfach, ich merke welch große Anstrengung die letzten 5 Jahre mit sich gebracht haben. Mein Körper braucht dringend eine Pause. Dazu kommt natürlich auch der finanzielle Aspekt. Ich schäme mich schon fast zu sagen, dass Geld den weiteren kinderwunsch ein bisschen hemmt…ist aber leider tatsächlich so.

      • Da muss man sich nicht schämen! 3 Kinder sind finanziell eine große Nummer. Das muss man erstmal stemmen. Also alles gut. Und wer weiß was die Zukunft bringt in ein paar Jahren

      • Ich habe drei Söhne und bin mega glücklich. Mein Arbeitgeber war nicht ganz so glücklich über meine letzte Schwangerschaft und hat mich kurz nach meiner Elternzeit gekündigt. Somit ist zumindest aktuell die Finanzsituation ausschlaggebend dafür, dass wir kein viertes Kind planen. Außerdem sind wir beide jetzt Ende 30 und sind überaus dankbar, dass wir drei gesunde Kinder haben. Bei uns ist es also eher der Verstand, der sagt, dass es „genug“ ist.

  14. Ich wusste direkt nach der Geburt des ersten Kindes, dass ich noch eins haben möchte und mein Mann ebenso. Als das zweite Kind dann geboren wurde, hatte ich sofort und bis heute anhaltend das Gefühl, dass wir nun so komplett sind und alles so bleiben soll. Auch nach knapp 3 Jahren ist das Gefühl genauso da und wird sich sicher auch nicht mehr ändern.

  15. Hey… ich hätte wirklich gerne noch ein drittes Kind, eigentlich wollte ich nach dem 2. gleich das 3. ABER dann kam das Leben dazwischen. Ein guter Freund verstarb bei einem Unfall, der Ehemann hatte sehr dran zu knabbern (mehr, sogar viel mehr als er zugeben wollte), der Beziehung tat das nicht gut. Dann war der Mann beruflich die ganze Woche nicht da. Ich war so einsam, selbst als er körperlich anwesend war, war ER es nicht. Dazu ein wirklich Dauerschreier und Nichtschläfer. Puhh, eine harte Zeit. Inzwischen sind die dunklen Wolken weitergezogen, aber ein drittes Kind kann ich mir nach der schweren Zeit nicht mehr vorstellen (obwohl Raketi regelmäßig den Milcheinschuss auslöst 😉)

  16. Wir haben einen Teenager und nochmal 2 Kleine bekommen. Na gut, so klein sind die nun auch nicht mehr mit 5 und fast 3 und bei uns ist es ziemlich genauso, wie Du beschrieben hast. Wären wir 10 Jahre jünger und hätten nicht erst ein neues Auto kaufen müssen, ein Haus gekauft und leider nicht im Lotto gewonnen 😅, dann würde ich ganz bestimmt noch ein Kind wollen. Ganz oft muss ich daran denken, daß die mittlere im Alter, wo der Kleine jetzt ist, schon längst große Schwester war und stelle mir vor, wie es wäre, wenn er nun auch ein kleines Geschwisterchen hätte. Aber naja, hier muss nun Verstand über Herz gehen. Und so krass ist eigentlich kein direkter Kinderwunsch da. Eher so, schade, daß es vorbei ist.

  17. Lustig! Habe gerade Heute mit einer bald fünffach Mama darüber gesprochen😂. Sie meinte – jetzt sei genug – sie werde aufschreiben wie schlecht sie sich gerade fühlt, damit sie nicht auf die Idee einer weiteren Schwangerschaft kommt. Man vergisst halt die Strapazen.
    Bei uns ist nach 4 Kindern aus gesundheitlichen Gründen Schluss – hatte leider immer einen KS – und alterstechnisch. Liebe ist aber auch noch für mehr da – wir haben aber gefühlt auch mehr Kinder – da die besten Freunde unserer Kinder meistens da sind, bei uns teilweise wohnen und auch mit in den Urlaub fahren. Oft von ich 6 unterwegs; anstrengend auf Dauer 😉.
    Wir sind glücklich wie es ist. Haben 4 gesunde Kinder und das obwohl gar keine Kinder geplant waren.
    Kinder kommen wann sie wollen und auch wenn es äußerlich betrachtet vielleicht nicht passt – klappt es doch immer. Liebe ist auch immer genug da.
    Schönen Tag und viel Spaß mit deinem Kleeblatt.

  18. Drei Kinder sind unsere absolute Vernunftsentscheidung! Sonst hätten wir bestimmt acht Kinder 😀 Es ist genau dieses Gefühl des „letzten Mals“ wie du schreibst. Und diese Wehmut hätt ich wohl auch nach noch einem Kind.

  19. Du triffst mich damit gerade mitten ins Herz. Denn ich wollte unbedingt ein drittes Kind und war sicher, dass das die perfekte Zahl ist für uns. Direkt nach der Geburt hatte ich aber das Gefühl dass eine Nr.4 noch gehen würde. Mein Mann hat fast einen Kollaps bekommen;-) Er wollte eigentlich schon zur Vasektomie aber ich habe gesagt dass ich ihn bitte würde es nicht zu machen. Denn dann ist es so endgültig und das kann ich einfach gerade noch nicht sagen. Er hat es nicht machen lassen. Schließt aber aus reinen Vernunftgründen (er beruflich viel weg und ich dann alleine, Platz, Geld und Nerven) ein viertes aktuell komplett aus. Das zu wissen macht mich schon echt traurig. Es sollten beide ja wollen. Ich weiß auch noch nicht ob es nur das Abschließen mit „schwanger sein, nie wieder ein Kind bekommen“ und diesem endenden Lebensabschnitt ist oder ob ich wirklich noch eins bekommen möchte. Irgendwann muss es das letzte Mal sein. Können ja nicht unbegrenzt Kinder bekommen:-) Ich bin gerade 37 geworden, unser Kleinster wird 1,5. Mal schauen was die Zukunft bringt. Aber damit endgültig abschließen zu müssen ist schon schwer. Da verstehe ich dich sehr sehr sehr. Denn mein Plan war immer Kinder zu bekommen. Wusste ich sehr früh. Und danach gab es für mich nix🤷‍♀️😅 Aber es wird ja was kommen. Und wir dürfen mit unseren großen Kindern jja auch hoffentlich noch soviel erleben ♥️

  20. UsbekistanUrsel Reply

    Ich hab innerhalb von 18 Monaten zwei Mädchen bekommen und während nach Nummer eins ganz klar das Gefühl vorgeherrscht hat, noch weitere Kinder bekommen zu wollen, habe ich meinem Mann direkt nach der Geburt von Nummer zwei gesagt: „Das war es jetzt“. Und dabei ist es seit 4,5 Jahren auch geblieben…
    Wir haben nie eine wirkliche Grenze hinsichtlich Anzahl, Altersabstand oder eigenes Alter gesetzt und ich habe öfter mal überlegt, ob sich vielleicht doch wieder ein neuer Kinderwunsch einstellt und habe gedacht, dass mein „das war es jetzt“ mit der schnellen Geburtenfolge zu tun hatte und ich mit ein bisschen Abstand vielleicht doch anders darüber denken werde. Jedoch scheint sich bei uns beiden nach der zweiten Geburt ein wirklich überdauerndes komplett – Gefühl eingestellt zu haben. Obwohl seitdem viele Babys in unserem Umfeld geboren wurden, mit denen wir z.T. fast täglich Kontakt haben, ist weder bei mir noch bei meinem Mann noch mal der Wunsch nach einem dritten Kind oder gar einem Jungen aufgekommen. So wie es ist, ist es für uns absolut perfekt!

    • Wir haben zwei Kinder, 9 und 11 Jahre. Einerseits genieße ich gerade sehr die Zeit, weil sie mehr und mehr selbständig sind und man nicht mehr 24/7 ein Auge drauf haben muss. Gerade im Bezug zu eigenen Hobbys, denen man wieder nachgehen kann. Andererseits hätte ich schon gern noch was kleines. Wir haben uns das immer offen gelassen. Aber jünger wird man ja auch nicht…

  21. Wir haben im Juni unser 3. Baby bekommen.
    Ich war ganz sicher, dass wir dann komplett sind und habe mich gleich sterilisieren lassen. Das bereue ich jetzt ganz bitterlich, weil doch noch das Gefühl aufkommt das da noch Platz für ein 4. Kind wäre.
    Jetzt ist es leider zu spät aber ich bin mir nicht sicher ob sich das „Komplettgefühl“ denn überhaupt jemals einstellen würde.
    Ich bin jetzt 37 , aus finanzieller Sicht, Platzgründen etc. ist es einfach ein Vernunftsentscheid.
    Vom Herzen wäre noch viel Platz da…

  22. Margarete Audrey Reply

    Wir haben 4 Kinder und uns in der Schwangerschaft immer wieder gesagt, dass es das jetzt ist. Der Mann will eine Vasektomie machen. Ich bin auch ein bisschen dafür, aber irgendwie. Mmmmh. Fehlt hier noch jemand? Ich fühle mich noch genauso wenig komplett, wie nach Kind 1, 2 und 3…dabei ist die Jüngste grade mal 4 Monate. Und ja, rational und finanztechnisch sind 5 Kinder bekloppt. 4 aber auch schon 😂 wir sind beide Lehrer (Gehalt stimmt) die Wohnung wird zwar irgendwann zu klein, aber man kann ja umziehen. Leider zieht bei uns das Alterargument auch nicht. Ich bin 29. Der Mann sagt, wnen sich der Kinderwunsch nicht legt, machen wir Bereitschaftspflege. (sind zertifiziert)

  23. Wie schön du es schreibst: Es hängt von einigen Faktoren ab.. Ich wünsche mir von Herzen ein weiteres Kind ♡ Aber die Beziehung zum Partner ist nicht mehr die, die sie mal war und somit keine Grundlage für ein weiteres Kind.. Aber wie schön dass man nie weiß welche Wege das Leben noch so geht :)

  24. Wir haben ebenfalls vor 6 Wochen ein Baby bekommen, unser 3. Kind! Obwohl die Schwangerschaft recht beschwerlich und das Wochenbett wieder schrecklich war, schwebe ich jetzt so im Babyglück, dass ich am liebsten noch 10 bekommen würde! 😂 Die mussten mich quasi weinend aus dem Krankenhaus schmeißen, weil ich so traurig drüber war, dass die Geburt schon vorbei war.
    Die Vernunft (und die Nerven) schreien laut: Genug!!! Aber ich kann definitiv noch nicht damit abschließen….

  25. Wie schön, dass du auf den Punkt genau alle meine Gedanken und Gefühle aufgeschrieben hast. Wir haben 4 Kinder und werden aus altersmäßigen Vernunftgründen keines mehr bekommen. Der Platz im Herzen für ein weiteres Kind ist immer da und geht nicht weg. Mittlerweile mag ich das Gefühl ganz gern. Ist es doch eine Liebeserklärung an unsere Kinder und an alle, die vielleicht auch unsere Kinder hätten werden können.

    • Ich liebäugel immer mal wieder mit dem Wunsch nach einem dritten Kind. Platz hätten wir, finanziell würde es sicherlich auch gehen und genug Liebe ist sowieso, aber unsere beiden Kinder sind eher vom Kaliber „Hummeln im Hintern“ + „Schlaf wird überbewertet“. Sprich, seit über 3 Jahren habe ich nachts nicht länger als 2-3 Stunden am Stück geschlafen, tagsüber ist immer Action angesagt und wirklich Zeit zum Durchatmen ist selten. Da frage ich mich schon, ob ich das auch noch mit einem dritten Kind alles wuppen kann. Und da ich schon 37 Jahre alt bin, ist nicht wirklich Zeit, um die Entscheidung lange nach hinten zu vertagen. Bin also täglich hin- und hergerissen.

    • Normalerweise schreibe ich nicht, aber hierzu muss ich mal ein paar Gedanken los werden. Ich bin Mutter eines fast zweijährigen Sohnes. Ganz ganz lange wollte ich keine Kinder bekommen. Als sich dann doch der Wunsch regte, kamen viele Probleme mit sich. Drei Operationen später, eine Fehlgeburt später wurde ich wieder schwanger. Die Schwangerschaft war ätzend und die Geburt war das schlimmste Erlebnis meines Lebens. Nach Plazentaversagen bin ich heute überglücklich einen kerngesunden und immer gut gelaunten Sohn an meiner Seite zu haben. Und ich sage aus vollem Herzen: eins reicht mir! :)
      Wir sind zu dritt, vollkommen komplett.
      Was mich nur nervt ist, das man quasi dazu genötigt wird, noch ein Kind zu bekommen. Da kommen Sprüche wie „der Kleine soll doch nicht verzogen werden. Da muss ein zweites Kind her, damit er lernt, dass er nicht immer im Mittelpunkt steht“ oder „ach – eins ist keins“… sowas ärgert mich zutiefst. Ich weiß das sollte es nicht, aber es kratzt an mir. Ich glaube ich bin hier wahrscheinlich eine der wenigen, mit nur einem Kind, aber warum wird von „Frau“ fast erwartet, das sie sich nicht mit einem Kind zufrieden geben darf???

      • Ja das glaube ich, dass das nervt. Das Ideal ist nun mal zwei Kinder. Siehe Werbung. Wird einem doch überall suggeriert. Am besten erst der Junge. Dann das Mädchen. Ärgere dich nicht. Wie schön dass dein Kind gesund ist nach der Tortur!

  26. Spannende Gedanken, ich dachte immer wir wären nach Nr. 2 komplett, bis vor ein paar Jahren so das Gefühl aufkam. Da fehlt noch jemand. Vielleicht wars auch altersbedingte Torschlusspanik? Wer weiß, jedenfalls war das Gefühl ganz stark. Jetzt sind wir komplett und selbst wenn nicht, ich bin 42, da wirds doch etwas schwierig und für mich auch wirklich etwas zu spät. Ich hab in dieser Schwangerschaft schon mit meinem Alter gehadert.

    • Auch ich bin 42 und mir fällt es schwer, mich vom Gedanken an Nr. 3 zu verabschieden. Ist es nur Torschlusspanik? Könnte ich noch einem Kind gerecht werden? Schimpfe ich nicht sowieso schon zu oft? Dann wäre ich 43! Aber drei war immer meine perfekte Zahl (und – im Ernst – meine Schwiegermutter hat meinem Mann mal 3 Kinder „gependelt“ und ich kann das leider – nicht lachen!! – nicht ganz vergessen, so abergläubisch, wie ich manchmal bin). Aber sollte ich nicht für 2 gesunde Jungs dankbar sein? Und hält das unsere Ehe aus? Aber 3! Wie schön wären 3! Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich nicht darüber nachdenke und die Zeit, die rennt.

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