Werbung mit Pampers

Vor kurzem stellte ich euch die Kampagne #wasfürunszählt von Pampers vor, in der es darum geht, Eltern zu bestärken. Viele fühlen sich in ihrem Elternsein verunsichert, das ergab eine von Pampers in Auftrag gegebene Forsa Studie. Mit dem Hashtag ermöglicht die Kampagne Eltern, ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen und zu erzählen, worauf es – ihrer Meinung nach – wirklich ankommt. Durch die persönlichen Geschichten über Zweifel und Freuden des Elternseins können Eltern sich gegenseitig unterstützen und klarmachen, dass es beim Elternsein nicht auf Perfektion ankommt. Meine Rede. Wisst ihr ja. Also schaut einfach mal auf Instagram unter dem Hashtag nach, was für Geschichten geteilt werden und vielleicht habt ihr auch Lust, eure zu erzählen?

Was ich neben „Gut ist gut genug“ auch ständig sage ist, wir müssen uns viel öfter mal feiern. Der Mutter- und Vatertag bieten da natürlich einen perfekten Anlass, auch wenn diese Tage oft in der Kritik stehen. Ein Tag im Jahr reiche nicht aus, um wirklich etwas zu bewegen und zu verändern oder das Elternsein zu feiern. Stimmt. Aber man kann ja mal anfangen und warum sich nicht einfach mal für das Feiern, was man jeden Tag schafft. Was andere vielleicht beurteilen, verurteilen oder belächeln. Was uns an den Rand des Nervenzusammenbruchs treibt, uns der Erschöpfung nahebringt und gleichzeitig das größte Glück bedeutet.

Partneroutfit Streifen Flieg Baby Zalon www.mesupermom.deIch meine, wir tragen die Verantwortung für einen Menschen. Wie wollen wir, dass dieses Kind in die Welt passt? Welche Werte vermitteln wir? Wie erziehen und begleiten wir es? Eine ganz schöne Mammut Aufgabe, neben dem täglichen Wahnsinn zwischen ausgewogenem Frühstück, pädagogisch wertvollem Spielzeug, breifrei, Kitafrei oder nicht, tragen, Kinderwagen, stillen, Schulauswahl und lächelnd einer Arbeit nachgehen, Paarzeit finden und eine schöne Geburtstagsfeier herrichten. Klingt eigentlich stressig und nach mehr als einem Vollzeitjob. Ist es auch. Ich finde Elternsein ist eine Herausforderung. Man kann den Tag nicht selbstbestimmt verbringen, man ist dauerbekleckert, wischt ständig etwas auf, räumt etwas weg, hat Angst einen wichtigen Termin zu verpassen, hetzt zur Arbeit, hört 5000 mal „Maaaaaaaaaaama!!!“ noch vor 10 Uhr, muss seine liebste Schoki teilen. Und das Bett. Hat plötzlich überall Krümel und auch das Sofa sieht ganz schön mitgenommen aus. Überhaupt: Die Tapete! Die ganze Wohnung. Und ach war das schön, als wir nur zu zweit kurz vor knapp zum Hotel Frühstück schlürften und dann mal schauten was der Tag so bringt.

Also entschuldigt mal, aber wir sollten uns jeden Tag vor Augen halten was wir leisten. Vielleicht gerade nach einem Tag der nicht gut lief. Wo eine unbedachte Äußerung eines Außenstehenden uns ins Zweifeln bringt. Wo ein „Ich hab dich nicht lieb!“ uns mehr weh tut, als es sollte und wo die gute Fee wohl vergessen hat, die Küche aufzuräumen. Wir machen das alle gut. Wir machen alle Fehler und wir haben fast alle Situationen erlebt, die uns an den Rand der Verzweiflung bringen, wo wir weinend und zweifelnd da sitzen. Wir alle kennen Momente, in denen wir vor Sorge den Schmerz im Herzen kaum aushalten. Was für eine Leistung!

Familie fetzt www.mesupermom.deIch sage es immer wieder: Familie fetzt. Ganz oft und in den meisten Momenten. Und es fetzt noch mehr, wenn wir uns von dem Erwartungsdruck frei machen. Die anderen leben nicht in unserer Familie. Sie mögen unsere Entscheidungen nicht gut heißen oder verstehen, weil es zu ihrem Konzept nicht passt und das ist okay. Wir können uns reflektieren und nach Lösungen schauen. Wir können uns Rat holen und sehen wohin die Reise geht. Aber wir dürfen auch Fehler machen und ja, man darf auch mal ungehalten sein und seinen Gefühlen freien Lauf lassen. Kinder verstehen das, wenn man es ihnen erklärt. Wir müssen vor ihnen nicht perfekt sein. Wir haben schließlich auch Gefühle und sind nicht Super Eltern. Und das erwarten sie nicht. Also schaut abends ruhig mal auf den Tag zurück, was ihr alles geschafft habt. Auch wenn es sich noch so klein anfühlt. Und seid stolz auf euch und auf eure Kinder. Das haben wir uns alle verdient. Jeden Tag.

Familie fetzt!

 

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Autor

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter und einen Sohn. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

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