Obwohl bald schon Halbzeit ist, kann ich manchmal noch gar nicht glauben, dass ich schwanger bin. Es ist alles noch wenig real in meinem Kopf und ich bilde mir ein, mehr verfressen, als schwanger auszusehen. Wahrscheinlich habe ich einen Knick in der Optik. Die kleine Rakete ist auch nicht ständig aktiv, bzw. schwimmt die Plazenta zwischen Bauch und Baby rum. Das macht es noch etwas schwerer, im Kopf zu vermerken: „Hallöchen du bist wirklich schwanger“, da ich ihn einfach nicht so oft spüre. Beim letzten schnellen Ultraschall vor einer Woche winkte er aber höflich und tat ansonsten wie immer nichts. Das kenne ich schon von den Mädels, die waren alle sehr ruhig und chillig.

Da auch wenig Veränderungen anstehen bei uns, muss auch nicht großartig etwas geplant werden. Beim dritten Kind war klar, wir brauchen ein neues Auto und auch ein Umzug wäre irgendwann notwendig gewesen. Zwei große Neuerungen, die uns jetzt nicht bevorstehen. Im Auto ist Platz, im Haus auch. Irgendwann in weiter Zukunft werden wir wohl mal ein paar Wände ziehen müssen für weitere Zimmer, aber momentan passt alles und wir werden lediglich für die Große ein eigenes Zimmer schaffen. Das erfordert allerdings vor allem etwas Ausmist- und Umräum-Elan unsererseits.

So bleibt alles irgendwie gleich und auch nicht. Hier und da wandern die ersten Sachen für die Rakete in den Schrank, mal ein Body oder eine Hose und es ist schon eine kleine Farb-Umgewöhnung. Auch wird die Wickelecke etwas aufgefrischt mit neuen Utensilien. So kommt peu a peu immer mehr dazu, was es auch noch mal realer macht. Unvorstellbar, dass Babys SO klein sind. Nun hatte ich ja schon drei, aber meine Güte sind die Klamöttchen winzig.

Ihr seht, es ist also gar nicht so aufregend. Obwohl es die vierte Schwangerschaft ist und es echt irre ist, dass wir bald vier Kinder haben, so ist diese Schwangerschaft sehr ruhig bisher. Keinerlei Vorkommnisse, keine größeren Ausgaben und Umbauten erforderlich, nur nach Lust und Laune ein wenig bummeln und auf kleine Tritte warten. Klingt fast so, als sei so ein viertes Kind ein Spaziergang. Na warten wir mal ab, wie es sein wird, wenn das Baby auf der Welt ist. Und doch ist es so, dass ich die Umstellung von 0 auf 1 Kind am Krassesten fand. Man bekommt schon etwas mehr Routine und Selbstsicherheit, auch wenn jedes Kind anders ist und keines einfach so mitläuft. Aber von Null Ahnung zu ein bisschen Ahnung, zu „Ach ich lass das jetzt so“ zu „Wir sind echt irre, aber passt schon irgendwie“ wird es zwar nicht weniger laut oder weniger stressig. Das nicht. Aber wir sind doch selbstsicherer und vertrauen auf unsere Fähigkeiten als Eltern und wir vertrauen auch auf unsere Kinder, dass sich alles finden wird, dass die Rakete wunderbar zu uns passt und seinen Platz findet in dem Schwestern Gespann und wir vertrauen darauf, dass wir es zusammen als Familie meistern werden. Irre genug sind wir ja und ganz ehrlich, am wenigsten damit gerechnet haben vor 10 Jahren wohl der Mann und ich damit. Aber es wird schon alles passen am Ende. Ich bin da zur Zeit ganz zuversichtlich.

Wie geht es meinen Mit-Schwangeren und an alle Mehrkind-Eltern, welche Anzahl Kinder war für euch die größte Umstellung? 

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Autor

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter und einen Sohn. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

9 Comments

  1. Die Umstellung von 0 auf 1 schlich sich gefühlt mehr so ein, da wir zum Teil zumindest die ersten 6-8 Monate noch einigermaßen so weiterleben konnten wie vorher, dann erst wurden für uns deutliche Änderungen spürbar. Von 1 auf 2, vor allem mit dem Altersabstand 1 3/4 fand ich dann auch wieder ab ca. 8 Monaten bei der Kleinen heftig, als sie anfing mobil zu werden und unser Großer ja auch noch relativ klein war. Und jetzt der erste Kita Winter bei der Kleinen kombiniert mit Job war ganz schön anstrengend. Vor allem als die Umstellung beim Schlafen beim Großen kam (noch Mittagsschlaf, aber abends dafür laaange wach und wir dadurch kaum noch Zeit zu zweit/für uns hatten) war ich einige Zeit lang ganz schön frustriert. Aber so langsam sind wir in diesem Alltag angekommen (fast 2 Jahre zu viert ;-)) und der Wunsch nach Kind Nummer 3 wird lauter ;-), wobei ich schon Respekt davor habe.

  2. Klar, von 0 auf 1 ist nicht zu toppen. Aber ich fand von 1 auf 2 auch echt schwierig. Zu akzeptieren, dass man nicht immer jedem Wunsch des ersten Kindes nachkommen kann, war schwierig. Zum Glück war Eifersucht nie ein Thema bei uns und Selbständigkeit war mir schon beim ersten Kind wichtig. So haben wir es doch ganz gut gebacken bekommen. Easy fand ich hingegen die Umstellung von 2 auf 3. Man hat Erfahrung und gelernt, mehr auf sich und seine Intuition zu vertrauen, als auf scheinbar kluge Ratgeber. Spannend war bei uns allerdings die „Umstellung“ von Mädchen auf Junge. Heute noch spreche ich den Kleinen ab und zu gedankenverloren mit einem eher femininen Kosenamen an. Anziehen muss der arme Tropf auch ab und an etwas rosanes aber es kommt selten vor, da unsere Erstausstattung sowieso sehr neutral ist. Gerne hätte ich noch ein weiteres Kind aber das ist mometan keine Option. Die Nerven meines Mannes liegen mit dreien schon blank.

  3. Ich finde auch, dass die Umstellung beim ersten Kind am größten ist. Im Juni kommt mein zweites Baby und ich finde, es hat sich schon mehr Routine eingestellt als bei der ersten Schwangerschaft.
    Weiterhin alles Gute für die Rakete.
    Liebe Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

  4. Hallo,
    ich fand auch die Umstellung von 0 auf 1 am krassesten. Von 1 auf 2 Kindern fande ich für mich persönlich total easy und entspannt aber als dann nach 2 Jungs unsere Prinzessin zu uns kam, da war die erste Zeit auch echt schlimm für mich. Aber liegt ja auch immer auch am Umfeld (Hilfe ja oder nein) an den Hormonen und wie ich finde am Altersabstand. die beiden Großen haben 2,5 Jahre Abstand und der Mittlere zur Kleinen genau 2 Jahre. Aber nun ja, ich hab es ja so gewollt und jetzt ist auch alles echt schön und meistens sehr entspannt. Die Jungs spielen toll zusammen und von Eifersucht keine Spur. Mal schauen wann Nummer 4 zu uns kommt. Ich denke diesmal wird der Abstand etwas größer :)

    Liebe Grüße

  5. Für mich die wohl krasseste Umstellung war von 2 auf 4! Wenn die Nr.3 gleich im Doppelpack daher kommt muss man alles neu sortieren. Zum Glück wussten wir ja wie der Hase läuft und mussten nur die Abläufe optimieren und verdoppeln. Mit jedem Kind bin ich entspannter geworden und manches Mal wundere ich mich über mich selbst was ich so alles an einem Tag geregelt bekomme 🤣 Ich liebe diese laute, lustige und vor Liebe sprudelnde Rasselbande die mich an manchen Tagen in den Wahnsinn treibt und im nächsten Moment mein Herz zum schmelzen bringt. Hätte mir jemand vor 10 Jahren gesagt du hast mal 4 Kinder ich glaub ich hätte herzlich gelacht und ihn nen Drink spendiert damit er mal wieder runter kommt.

  6. Für mich war von Kind 1 auf Kind 2 die schwierigste Umstellung. Die 4. Schwangerschaft war die ruhigste und gelassenste. Allerdings haben wir uns doch ein Auto gekauft. Der halbe Kofferraum ging irgendwann nicht mehr….

  7. Hallo Jette,

    ich fand definitiv die Umstellung von keinem Kind zu einem Kind am krassesten. Jetzt ist seit gut 3 Wochen unsere Nr. 3. bei uns und ich bin auf jeden Fall sehr entspannt, außer wenn sich Nr. 1 und Nr. 2 mal wieder ordentlich in die Haare kriegen. Es vereinfacht das Ganze aber, dass unsere Älteste bereits 5 Jahre ist und ich mich echt auf sie verlassen kann. V.a. wenn wir mit Laufrad oder Fahrrad unterwegs sind. Dann kann ich mich mehr auf den 2 3/4 Jährigen konzentrieren. Und die beiden „Großen“ spielen auch schon wunderbar miteinander, so dass ich auch Mal in Ruhe stillen kann, ohne dass die zwei unterhalten werden müssen.

    Lieben Gruß
    Claudia

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