Seit dieser Woche gehen beide Kinder wieder zur Schule. An ein oder zwei Tagen, für knapp 3h, zu unterschiedlichen Zeiten. Obwohl sie in eine jahrgangsübergreifende Schule gehen und beide die gleiche Klasse besuchen, wurden sie auf die einzelnen Stufen aufgeteilt. Immerhin haben wir nur einen kurzen Schulweg und eine individuelle Lösung mit der Lehrerin gefunden, ansonsten wäre dies wohl der Zeitpunkt gewesen, vollends durchzudrehen.

Natürlich habe ich nicht den großen Überblick oder kann objektiv entscheiden, welche Maßnahmen sinnvoll sind. Ich kann es nur aus meiner persönlichen Sicht beurteilen und mir meinen Teil denken. Und da läuft die ganze Zeit: Was soll denn der Scheiß?! Also mal abgesehen davon, dass dies für Arbeitnehmer keine Entlastung bringt, wenn man mehrere Kinder zu unterschiedlichen Zeiten in die Schule bringt, selbst wenn es nur ein Kind ist, so empfinde ich diese Schulbeschlüsse als Hauruck Aktion. Hauptsache mal wieder Präsenz zeigen und versuchen, den Schulstoff zu schaffen.

Die Kinder freuen sich sehr. Ist ein kleines Abenteuer in der Schule und immerhin sehen sie ihre Freunde, ihre Lieblingslehrerin und kommen raus. Seitdem ist es allerdings etwas schwieriger geworden, an den Home Schooling Tagen etwas Disziplin reinzubekommen. Viel Drama und Verweigerung. Derweil genießt das Kitakind die Ruhe und ich nehme mir den Vormittag auch wirklich für sie. Sie muss schon viel zurück stecken zur Zeit und so hat der Mann Ruhe für konzentriertes Arbeiten und ich bespaße die zwei Kleinen.

Und während über Grenzöffnungen nachgedacht wird und immer mehr alter Alltag ins öffentliche Leben zurück kehrt, hocken wir Familien weiterhin zu Hause, sofern nicht System relevant. Als seien Eltern nicht System relevant….. Der Chef des Mannes findet jedenfalls, es können doch mal alle langsam zurück ins Büro kommen. Wer kann es ihm verdenken? Sieht ja aus, als ginge alles seinen Gang. Dass hier immer noch alle zu Hause sind, wir gar nicht wissen, wann Schule ist, weil es bis Ende Juni keinen Plan gibt, hier noch ein Kita Kind ist, was eventuell im Juni mal 4h am Tag in die Kita darf, sieht niemand mehr. Darüber wird auch wenig gesprochen. Oder wie der unsympathische Wirtschaftsminister Brandenburgs, Jörg Steinbach im Fernsehen meinte, es seien ja erst 2 Wochen länger als Sommerferien und er wünsche sich, dass Eltern und Kinder sich wieder näher kämen und sich richtig kennenlernen. Das sei doch kein Ausnahmezustand. Aha. Sagt sich leicht mit einem völlig anderem Lebensumfeld. Ich bin schon zu müde, mich über solche Kommentare aufzuregen. Ganz schön arrogant. Wer genau kann denn zur Zeit arbeiten, wenn ein oder mehrere Kinder zu Hause sind? Und ich denke selbst mit Notbetreuung ist das Leben vieler Familien komplett auf den Kopf gestellt worden.

Nun stehen Feiertage vor der Tür und wir haben lange überlegt, ob wir sie nutzen sollen. Immerhin ist das Reisen Richtung Ostsee wieder erlaubt. Ein Lichtblick, denn wir sind gesund und gehören nicht zur Risikogruppe. Wir werden also mal schauen, wie sich trotz Kackorona Urlaub machen lässt in einer Ferienwohnung. Fahrt ihr weg? Ob es „richtig“ ist? Ich weiß es auch nicht. In einer Ferienwohnung treffen wir jedenfalls nicht so viele Menschen wie im Hotel und vielleicht ist es ja ein guter Test für die Sommerferien, wenn alle durch Deutschland und eventuell Europa reisen.

Das Thema lässt mich noch nicht ganz los. Wir sind eigentlich auf einem Weingut am Gardasee in Italien. 10 Wohnungen gibt es da und einen Pool. Viele Menschen trifft man eigentlich nur am Gardasee und in den Orten. Aber wie werden die Auflagen vor Ort sein? Darf man den Pool nutzen und hat das Restaurant geöffnet? Wie schnell müssten wir im schlimmsten Fall wieder nach Deutschland zurück kehren? Wie ist die Stimmung und WOLLEN wir überhaupt, selbst wenn wir dürfen?? Irgendwann müssen wir uns entscheiden um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben. Denn ich habe noch eine Alternative an der Ostsee gefunden. Nicht der Gardasee, aber hey: Urlaub. Oder haben wir bis dahin eh wieder den totalen Shut Down?

Fazit: Ich hab gar nicht mehr die Kraft mich aufzuregen über Beschlüsse, die ich nicht nachvollziehen kann. Ich habe keine Kraft mehr für die wöchentliche Hoffnung, dass doch mal was FÜR Familien beschlossen wird, was wirklich hilft. Ich bin ungeduldig gegenüber den Kindern und habe keine Lust mehr auf Schule. Auf neuen Stoff, den wir beibringen müssen. Auf zig Blätter, die hier rumfliegen und die ich ausdrucken soll. Auf Wochenpläne erstellen und in der Küche stehen. Auf alles. Ja so ist es. Auf alles. Ich.Habe.Keinen.Bock.Mehr!!!! Kinder dürfen sich ja auch auf dem Boden rumwälzen und bockig sein. Genießen soll ich das. Mich zusammen reißen. Nicht so jammern. Das sei doch alles kein Problem. Bliblablubb.

Ich will gar nicht mehr freundlich auf solche Aussagen reagieren. Ich will mich auch nicht darüber aufregen. Ich will ein wenig Perspektive, mehr gesehen werden, mehr Anerkennung, mehr Lösungen, die tatsächlich helfen. Und mehr Verständnis für die Situation, in die Familien einfach reingesteckt wurden und die sie gefälligst auszuhalten haben, Irgendwie. Mit all den neuen Aufgaben. Denn ja, es ist ein Ausnahmezustand, auch wenn irgend ein Politiker in einer Talkshow was anderes erzählt oder andere erklären, dass es ihnen viel schlechter geht und einem jegliches Leid absprechen.

So sieht es hier aus. Wenig genießen, einfach den neuen Alltag leben und Nerven behalten. Und Vorfreude auf ein wenig Ostsee Luft und frischen Wind im Kopf. Wie geht es euch denn? Habt ihr Schulkinder und wie läuft es mit dem Präsenzunterricht? Bringt es euch Entlastung?

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Autor

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter und einen Sohn. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

23 Comments

  1. Inkanastasia

    Schön zu wissen das andere auch am Rande des Wahnsinn sind. Wir haben hier 2 mal Abschlussklasse 10 dann Klasse 6 und Klasse 4.
    Ich hab hier das Gefühl dauerhaft den Cheerleader geben zu müssen. Von Antriebslosigkeit über völlige Resignation ist alles vorbei. Ja es hatte auch schöne Momente und wir haben hier echt einen tollen Zusammenhalt gezeigt. Aber es ist auch irgendwann mal gut. Ich hab kein Bock mehr. Die Grossen haben nächste Woche noch Prüfungen dann ist Ende . Klasse 4 hat diese und nächste Woche täglich 4 Std , danach 1 Tag von 8.05 Uhr bis 15.45 Uhr. Klasse 6 hat morgen den ersten Präsenztag von 8.05 Uhr bis 15.45 Uhr. Das wird wohl für lange Zeit das letzte mal sein das alle gleichzeitig in der Schule sind.
    Ja uns geht es gut, wir haben Platz, ich kann nicht beschreiben wie dankbar ich dafür bin. Aber die Nachricht das es nach den Sommerferien mit dem Hybridschulmodel weiter gehen soll macht mich fertig.
    Funktionieren funktionieren funktionieren… mal schauen wie lang .

    Haltet durch !

  2. Ich bin grad ganz sprachlos und weiß gar nicht was ich dir alles wünschen soll. Erstmal, dass dein Sohn das schafft. Es ist furchtbar, wie die Kinder so allein gelassen werden mit allem und Eltern das auffangen müssen. Von Herzen alles alles Gute für dich und deine Kinder!

  3. Hallo, ich bin Mama von 3 Kids. 19,15, fast 11.

    Seit 9 Wochen ist meine Tochter nun schon zuhause. Da sie vor den Maßnahmen schon krank war.
    Heute erster Tag Präsenzunterricht. Mal schauen wie das war.
    Mein Mittlerer schreibt seine Abschlussprüfung der HS und mein ältester jetzt auch. Vorbereitung auf Prüfung Fehlanzeige. Ich könnte weinen. Ob die beiden, dass schaffen, weiß ich nicht. Was wird dann aus ihnen? Der mittlere hat seinen Lehrvertrag unterschrieben, geht das dann auch, wenn die Prüfung nicht bestanden wird?
    Mein Großer ist mein Sorgenkind, nach 3 Anläufen ist er jetzt endlich soweit, auch mit gegebenen Vornoten, den Abschluss zu schaffen, aber klappt das auch? Es ist seine letzte Chance auf den Abschluss. Ich bin verzweifelt, was wenn er es wegen schlimmer Prüfungsangst versemmelt, was wird dann aus ihm?
    Meine Tochter ist jetzt in die 5. Klasse gekommen, absolutes Neuland nach Grundschule. Wie soll ich das denn alles schaffen, Prüfungen, Ängste der Kinder mildern, mein Mann hat Kurzarbeit und weiß auch nicht weiter🥺, und ich mit meinem kleinen Geschäft ( was keine Hilfe bekommt- heiße ja nicht LH oder Adid…) muss um die Versorgung meiner Familie bangen, weil meine Aufträge eingebrochen sind. Noch dazu 2 Pflegefälle im Haus und einen Neu-Dementen Vater in 400 km Entfernung, mit dem bzw. der Diagnose ,meine Mutter total überfordert ist. Ich kann ihr nicht helfen, weil ich ja nicht hin kann und meine Familie mich hier braucht.

  4. Petra Meurer

    Hey liebe Jette, ich habe heute etwas gelernt von Lars Amend. Kennst du vielleicht..? Ich muß das unbedingt mit dir teilen:
    „Bevor du mit jemandem eine Diskussion über ein polarisierendes Thema beginnst, stelle dir folgende Frage: Ist diese Person überhaupt geistig reif genug, um das Konzept der verschiedenen Perspektiven zu begreifen? Denn wenn nicht, hat es absolut keinen Sinn, darüber auch nur ein Wort zu wechseln.“

    That´s it! Alles Gute für Dich :-)

  5. Mir sprichst du auch aus der Seele! Wir waren 6 Wochen mit einem Zweijährigen daheim, mit 160% FTE insgesamt im Homeoffice. Seit er in die Notbetreuung darf, weint er viel, obwohl er vorher das glücklichste Kita-Kind war. Ich persönlich bin sowas von urlaubsreif, aber Erholung gibt es nur in ganz kleinen Portionen. Ich hatte immer wieder im Leben Probleme mit meiner Gesundheit und diese Zeit gerade wird bei mir Spuren hinterlassen.

  6. Krass. Man muss neu nachdenken?? Also anhand mancher Erzählungen fragt man sich, was haben denn manche Verantwortliche die letzten Wochenen gemacht?

  7. Natalie H.

    Applaus! Ich denke und fühle genauso. Komme aus BaWü und habe die nette Kombi aus 8+10. Mein Mann hat Präsenzpflicht, ich Homeoffice für meine 70%. Klar kann ich einiges abends/nachts oder frühmorgens erledigen (wir werfen hier mal keinen Blick ins Arbeitszeitgesetz…) , aber viele Termine finden irgendwann zwischen 9 und 16 Uhr statt genau dann wenn Anton (Lernapp) abstürzt, sich der Tisch in einen Milchsee verwandelt, die Schwester den letzten Joghurt gegessen hat, das Geodreieck unauffindbar ist usw. Diese kleinen Katastrophen lassen einen nie länger als 10 min am Stück arbeiten. Um halbwegs auf meine Stunden zu kommen nehme ich pro Woche derzeit 1-2 Tage Urlaub. Man kann sich ausrechnen wie lange das dann noch so weitergehen kann… Von der Schule kommt nix und wenn nur Aufreger a la „ ich konnte Ihnen leider nicht antworten ich musste meine Kinder betreuen“ . Ob das jetzt gut oder schlecht ist, dass eine von den 2 ab morgen für lachhafte 2,5h in die Schule darf weiß ich auch noch nicht…

  8. Hamburg. 2 Kinder 12,9. Das grosse Kind ging am 7.5. das erste Mal zur Schule. Geplant waren Do und Frei je 4 Stunden, Montags 2 Stunden. Das haben wir auch einmal geschafft. Dann Mittwoch Abend eine Mail bis nach den Pfingstferien (26.5.) Keine Schule mehr, man müsse neu nachdenken. Die Kleine geht ab dem 26. Wieder. Nur Mintags für 5 Std. Da Pfingstmontag ja nun mal Feiertag ist und hier in der vorletzten Juniwoche die Ferien anfangen hat sie… tada genau 4 x Unterricht. Und ja, es wird an einem der 4 Tage eine Lernstandskontrolle in Mathe und in Deutsch geschrieben. Ich bin fassungslos.

  9. Also so nen Hinweis kann die Lehrerin sich ja echt klemmen. Eine Frechheit. Oh man. Ich glaube ich könnte da nicht mehr freundlich bleiben. Atmet es weg. Wen interessiert später dieses diktat? Deine Tochter soll nicht traurig sein.

  10. Alina Bruns

    Dein Artikel spricht mir aus der Seele. „Überall fliegen ausgedruckte Zettel rum.“
    Ich bin alleinerziehend und habe zwei Kids (nächste Woche beide 10 und 12 Jahre alt). Meine Tochter hat Dyskalkulie und braucht ständige Hilfe beim Rechnen und mein Sohn hat autistische Züge und kann sich nicht selber organisieren. Chaos pur, da ich im Kindergarten im Notdienst arbeite und erst freitags die Info bekomme, an welchen zwei Tagen ich arbeite. An diesen Tagen sind die Kinder 5 Stunden alleine zuhause, da der Vater 100 km weit weg wohnt und selber arbeiten muss.
    Die kleine besucht nun seit zwei Wochen wieder die Grundschule. Eine Woche Mo, Mi und Fr, die darauffolgende Di und Do. Dazwischen ein Tag frei mit Arbeitsmaterial für ganze zwei Tage. Es sind immer 8 Kinder und alles streng geregelt wer wo läuft oder sich aufgestellt werden muss oder wer wo sitz. Mein großer hat noch Homeschooling bis 25. Mai und auch nur eine Woche. Findet meine Tochter natürlich ungerecht.
    Gestern kam sie auch noch mit einem Diktat zurück, für das wir schon während dem Homeschooling fleißig geübt haben. 21 Fehler. Kind todunglücklich. Kommentar der Lehrerin: Da hast Du leider Deine Hausaufgaben nicht sehr gewissenhaft gemacht. (Echt jetzt?)
    Mir reicht es.

  11. Pingback: Über Corona, Müdigkeit, Wut und Trauer - SonnenKinderLeben

  12. Ich schreibe als Grundschullehrerin und Mutter von zwei Grundschulkindern (2.+4. Klasse). Vorher war die Situation nicht schön, aber irgendwie zu meistern, obwohl alle sehr darunter gelitten haben ihre Freunde und Oma und Opa nicht sehen zu können. Seit letzter Woche, als in NRW der Präsenzunterricht wieder los ging, ist das Arbeitspensum ins unermessliche gestiegen: jeden Tag 4Stunden Unterricht ohne eine Pause für die Lehrerinnen, da die Kinder ja ständig beobachtet werden müssen, damit die Hygieneregeln eingehalten werden;
    nach dem Unterricht Dienstbesprechung oder die Absprachen mit den Team-Kolleginnen, da ja alle (außer Risikogruppen) in kleinen Gruppen denselben Unterricht mit kleinen Gruppen einer Jahrgangsstufe machen;
    schnell nach Hause, weil die eigenen Kinder um zwei ohne Mittagessen o.ä. aus der Notbetreuung nach Hause kommen;
    Mittagessen kochen, Homeschooling mit den eigenen Kindern während gleichzeitig im Home Office das homeschooling für die eigene Klasse fortgeführt wird, d.h. E-Mails beantworten, Telefonate führen, den vorbereiteten Unterricht der anderen Kollegen für den nächsten Tag studieren….und das alles für einen Tag Präsenzunterricht in der Woche pro Jahrgang? Ich kann alle Eltern (bin ja selbst betroffen) verstehen die sich fragen, was das soll. Wobei es für Kinder aus schwierigen Elternhäusern immerhin EIN Tag ist. Das ist besser als nichts!

    Ach und plötzlich ist es auch schon wieder Abend….die Kids haben wieder viel zu wenig Bewegung gehabt, weil der Tag nur noch aus Notbetreuung/ Präsenzunterricht und Homeschooling besteht…..ach und da wäre ja auch eigentlich noch etwas namens Haushalt….momentan fällt leider vieles hinten runter…der Haushalt ist dabei das geringste Problem!

    Vielleicht ist es jammern auf hohem Niveau, aber die Frage war wie es bei uns ist….das war die ehrliche und ungefilterte Antwort darauf.

  13. Yvonne W.

    Wir sind in der guten Lage die Notbetreuung nutzen zu können. Trotzdem bleibt eben immer noch das ich den Schulstoff vermitteln soll neben meiner Arbeit. Bisher gab es 1 Präsenztag in der Schule, bis Schuljahrsende Mitte Juli gibt es exakt noch 12 Tage wo mein Kind zur Schule gehen kann. Ich sehe da sehr schwarz das in dieser Zeit der Stoff von fast einem Schulhabjahr vermittelt werden kann. Die Kleine wird dieses Jahr eingeschult. Wie das alles abläuft weiß noch keiner.

  14. Überall das gleiche…hier in Bayern, Kindergartenkind, das wer weiß wann wieder in den Kindergarten darf und 2. Klässlerin, die nach den Pfingstferien wieder in die Schule darf. Vermutlich nur 3 Schulstunden am Tag, von 8-10.30 Uhr. Und wann darf ich dann arbeiten? Ich habe meinen Job erst seit 1 Woche vor den Coronaeinschränkungen und würde ihn gerne behalten. Jede 2. Woche darf ich ins Homeoffice und schaffe das auch mit den Kindern einigermaßen, aber in den anderen Wochen?
    Die Notbetreuung stellt auf offizielle OGTS Nachmittagsbetreuungszeiten um, d.h. das Kind kann dann ab Schulschluss bis 14 oder 16 Uhr betreut werden – ich darf es aber nicht um 12 abholen.
    Mein Kind ist totunglücklich in der OGTS, schon immer, sie heult und kann nicht schlafen aus Angst vor dem nächsten Betreuungstag – und dann soll ich sie womöglich die gesamte Woche bis 14 Uhr dort lassen, d.h. 2,5 h Schule und dann 3,5 h in Betreuung? Dann kann ich sie gleich beim Kinderpsychologen anmelden.
    Warum denkt denn keiner lebensnah und praktisch? Kann das Kind nicht lieber 3 Tage für 5 Stunden in die Schule, dann wären in meinem eh nur 1/2-tags-Job immerhin 3 Arbeitstage die Woche gesichert, man wird ja schon genügsam.

    Aber aufregen hilft nicht unbedingt, oder nur kurz ;) irgendwie muss es gehen.
    Haltet durch!

  15. Die Michi

    Wir haben die Alterskomi 14+6+4+4. Alle sind hier seit 9 Wochen oder so daheim (Bayern). Schule beginnt hier erst wieder Mitte Juni (8.Klasse), derweil ist die große mit mir nur am zanken, da sie autonom ist und ich ihr in keinster Weise helfen darf oder das Wort „Struktur“ auch nur in den Mund nehmen darf..Pubertät kommt oben drauf. Und dass ich auch nicht die Zeit und die Ruhe hab mich neben sie zu stellen. Also bleibt viel liegen..oder sie arbeitet alles spät abends ab. Ich kann deshalb verrückt werden ..oder es einfach sein lassen. Die drei Kleinen vermissen tatsächlich kein bisschen den Kindergarten, wohl aber ein paar Freunde. An guten Tagen spielen alle friedlich, aber an blöden Tagen ist es laut, chaotisch, die Wände werden bemalt und Vorhänge abgerissen. Ich bin zweimal die Woche in der Arbeit, der Mann im Homeoffice. Oft gibt es Ärger, weil er nicht in Ruhe arbeiten kann. Mich nervt auch,dass es keine wirkliche Perspektive gibt hier..der Kindergarten soll für die Vorschulkinder ab dem 25.5. losgehen..evtl dürfen auch die Geschwister. Aber letztlich wird es so sein,dass genau 1 Kind von Vieren betreut wird und alle anderen viele Wochen später erst ..vielleicht..im Wochenwechsel. Es ist total bescheuert..und genau das Vorschulkind hat am wenigsten Lust auf Kindergarten.

  16. Kein Schulkind. Ein Kita-Kind, dass nächste Woche 4 wird. „Nur noch eine Hand viel Mai, bis zu meinem Geburtstag, Mami!“

    Vorgestern kam ein Schrieb vom Amt, dass freundlicherweise die Kita-Gebühren bis Ende Juni weiter ausgesetzt werden. Während sie im nächsten Satz drauf hin weisen, dass es das Land Baden-Württemberg noch nicht auf die Reihe bekommen hat, eine verbindliche Regelung für die Wiederaufnahme des eingeschränkten Regelbetriebs zu erstellen und damit zum 18.5. rein gar nichts passieren wird. Und dass es, wenn mal die Regelung steht, noch eine Weile dauern wird, bis die Einrichtungen das entsprechend ausgearbeitet haben.

    Meine Nichte ist in der dritten Klasse. Die darf nach den Pfingstferien im Wochenwechsel für 4 Stunden am Tag wieder in die Schule. Damit kommt sie auf ganze 3 Wochen eingeschränkten Präsenzunterricht, bis dann wieder Sommerferien sind. Der Kleine Bruder ist 6 und noch im Kindergarten und hat ebenfalls noch keine Info. Obwohl die Vorschulkinder ja eigentlich früher wieder hin gehen sollten.

    Ich bin einfach nur müde. Zumal mein Bruchpilot es geschafft hat, sich innerhalb von 2 Wochen zwei mal so zu verletzen, dass er genäht bzw. geklebt werden musste.

  17. Du sprichst mir so aus der Seele! Bin wirklich nur noch wütend und enttäuscht wie mit den Kindern umgegangen wird. Unser Sohn wird vmtl. (laut derzeitigem Stand) erst im SEPTEMBER wieder in die Kita gehen. Mir tut er einfach nur leid. Seit März sieht er nichts ausser Garten und Haus. (vllt. einen Spaziergang)
    Habe gestern noch gesagt, dass er den Sommerurlaub (sollte er möglich sein) am meisten verdient hat. Und dieses einmal in die Schule schicken ist für mich auch der größte Humbug. Unsere Große freut sich zwar, aber die anderen Tage ist hier Krieg wegen den Aufgaben.
    Hinzu kommt noch, dass ich schwanger bin. War bis jetzt freigestellt, aber da ja überall gelockert wird, soll ich jetzt wieder arbeiten kommen oder ein Attest einreichen, dass ich nicht darf. Meine Ärztin stellt sich auf den Standpunkt, dass mein Chef mich freistellen muss und stellt mir das nicht aus. Klar weiß ich, dass ich als Schwangere nicht krank bin und auch nicht zu der Risikogruppe zähle, aber leider weiß man nicht sicher ob sich das Virus irgendwie auswirkt, man vermutet nur derzeit, dass es keine Auswirkungen hat. Und davon mal abgesehen, darf man in der Schwangerschaft (und ich durch diverse Allergien) sowieso kaum Medikamente nehmen. Aber ich sitze jetzt zwischen den Stühlen und muss schauen wo ich bleibe und das alles unter einen Hut bekomme: Schwangerschaft, evtl. Arbeit, Kindergartenkind und Schulkind/Homeschooling…

  18. Wir haben seit Montag für den Großen wieder Präsenzunterricht (5. Klasse). Gerade sagt er zu mir: „Ich hätte heute gerne home schooling, weiß auch nicht, warum.“ Nach 4 Tagen hat er die Lust verloren, obwohl er sich so darauf gefreut hat. Aber klar: täglich 2 Blöcke mit nur 8 anderen Kindern der Klasse, der Schulhof ist in unterschiedliche Zonen aufgeteilt und täglich sind noch 2 Stunden Hausaufgaben angeordnet. Das macht keinen Spaß. Außerdem kennt er die Prognose: nächste Woche auch noch einmal komplett Präsenzunterricht und dann wieder zurück auf fast Null: die 1. bis 4. Klasse darf in die Schule – für 2 Tage in der Woche – und damit das geht, wird der Unterricht der 5. und 6. Klasse wieder auf 1 Tag Präsenzunterricht gedrosselt… Zuhause bringt das keine Erleichterung. Die Motivation ist bei uns allen im Keller, die Luft ist raus, wir werden ungeduldig. Auch wenn es uns noch vergleichsweise gut geht. Was fehlt: Planungssicherheit und Perspektiven. Dabei geht es uns noch vergleichsweise gut mit unserem Häuschen mit Garten vor den Toren von Berlin. Manchmal vergesse ich sogar, dass gerade alles „nicht normal“ ist, aber dann muss ich einkaufen und empfinde alles einfach nur noch anstrengend. Gleichzeitig ist mir ganz mulmig zumute mit all den Lockerungen und ich frage mich, was passiert, wenn wir alle wieder zurück rudern müssen, weil die Infiziertenzahlen wieder steigen… Heute packe ich mich zum xten Mal am Schopf und versuche aus meinem Schockzustand aka Prokrastinationssumpf herauszukommen, gute Laune zu verbreiten und Schritt für Schritt voran zu kommen.
    Müde Grüße an alle Eltern da draußen, Ilka

  19. Hallo,hier die Kombi 7,5,4 und 5.Wochen- eine nahezu nicht zu schaffende Zusammenstellung.Die Große muss Schularbeiten machen,vor Mitte Junibsieht sie definitiv keine Schule von innen.Die Motivation lässt immer mehr zu wünschen übrig und ohne, dass ich daneben sitze,geht praktisch nichts und auch dann ist schludern unser grösster Freund. Die Zweite ist Vorschulkind und leidet,ihr wird alles genommen, jede schulvorbeteitung,Abschlussfeier, Übernachtung im Kindergarten, letzte Ausflüge ect.,wie es dann im September mit der Einschulung laufen wird,weiß keiner,nur wenn ich ihr lesen und schreiben beibringen muss, zu Hause, dann fürchte ich,wird das ein Problem, das sie jahrelang mitgeschleppt. Mein 1.Sohn hat sich mittlerweile daran gewöhnt wieder daheim zu sein,vermisst zwar seinen besten Freund,aber solange er seine Geschwister hat ist alles super!
    Allen dreien fehlt allerdings der Sport, die Vereine,die Freunde…
    Unser jüngster ist 5.Wochen alt und obwohl er viel schläft und echt ein tolles Baby ist,macht er die Situation hier nicht einfacher. Irgendwie hatte ich mir die Anfangszeit mit meinem letzten Baby anders vorgestellt.
    Ich selbst bin gestresst,weiß oft nicht,wie Ich mittags das Essen auf den Tisch bringen soll,ganz zu schweigen vom Haushalt,Wäsche usw. Abends bin ich todmüde und könnte heulen,weil ich wieder so viel mit den drei großen geschimpft habe. Und ja,auch uns fehlende Perspektiven. Unser Urlaub wurde nun vpn Seiten des Ferienhaus abgesagt,weil sie sich nicht um die Auflagen kümmern wollen.das macht hier alle sehr traurig und mein Mamaherz tut so weh,weil ich nicht weiß womit ich sie tröstet kann.

  20. Ich hab gar nicht mehr die Kraft, viel dazu zu sagen…
    Nur soviel:
    Mir geht’s ganz genauso!!!

    Wir in BaWü haben erst ab 15.6. Unterricht, aber ähnlich wie ihr nur 2 Stunden am Tag, eine Woche lang – dann eine Woche Home-Schooling.

    Gottseidank darf ich wohl zumindest bis dahin im Homeoffice bleiben – aber wie das funktionieren soll, wenn ich wieder ins Büro muss und gleichzeitig die Kids nach 2 Stunden Unterricht schon wieder heim kommen, weiß ich auch nicht :-(

    Naja, hilft ja alles nix…
    Also leiste ich mir ca. jeden zweiten Tag einen gepflegten Nervenzusammenbruch und weiter geht’s!

    Haltet die Ohren steif!

  21. Hi wir haben die Alterskombi 9 und 7 und bei uns ist die Luft auch echt raus. Die Motivation bei den Kindern ist im Keller und meine auch🙈. Ich kann es so gut nachvollziehen was du schreibst. Besonders nervt mich das ich auch das Gefühl habe , dass es jetzt erstmal keinen kümmert wie das mit der Schule mal wieder normal werden könnte oder sich jemand Gedanken macht wie es wieder einen Regelbetrieb geben könnte. So nach dem Motto: Jedes Kind darf ja jetzt wieder gehen also meckert nicht. Ich finde es durch dieses „ rollierende“ System für die Eltern auch nicht wirklich leichter sondern eher komplizierter. Auch versteh ich nicht den Sinn so richtig, wenn nach dem Unterricht die Hälfte der Schule in die „ Notbetreuung „ geht und dann eh „ zusammenhockt“. Wieso den nicht gleich normaler Unterricht im Klassenkollektiv und unterschiedliche Pausenzeiten. So ist es doch eigentlich einfacher auch Infektionsketten nachzuvollziehen. Und mal ehrlich auf kurz oder lang sehen sich die meisten der Kinder doch dann eh privat oder? So jetzt hab ich’s auch mal rausgelassen. Jetzt muss ich wieder brav zurück in die „ provisorische Schule“ die Schüler rufen nach der Lehrerin😉.
    Gutes Durchhaltevermögen !

  22. Hi, wir haben ja hier (fast) die gleiche Alterskombi: 8, 6, 3, 1. Die Arbeit hat sich in den Abendstunden verschoben, den was man tagsüber tatsächlich wegschafft (neben Kinder, Küche, Haushalt) ist sehr überschaubar. Es kann niemand was dafür, aber die fehlende Perspektive ist dass, was mir (und den Kindern) die Laune verdirbt. Irgendwie ging es bis zum 03. Mai…es war klar, wir warten die ‚Entscheidung der Bundesregierung ab und richten uns danach neu aus. Aber nu? Okay, die beiden großen Mädels dürfen je eine Freundin besuchen, aber ansonsten? Die Schularbeiten werden weniger diszipliniert gemacht und auch sonst ist ruckelt es. Vorher hatten wir eine Routine, aber die ist jetzt irgendwie auch durcheinander.
    Urlaub haben wir zum Glück ohnehin in Deutschland in einer Ferienwohnung geplant. Da brauchen wir jedenfalls keine Gedanken drauf zu verschwenden. Außer der Söder riegelt Bayern ab. Wir freuen uns drauf, auch wenn ggf. drumherum vieles geschlossen hat.

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