Liebes Internet,

sag an, was´n los mit dir? Dir scheint ein wenig der normale, soziale Umgang verloren gegangen zu sein. Natürlich nicht dir im Ganzen, aber die Social Media Kanäle, vielleicht sind es ja deine Kinder, flippen echt etwas aus. Instagram, Twitter, Facebook, YouTube und Blogs, machen voll Spaß, wenn man nach ihren Regeln spielt und wenn nicht, schmollen sie rum wie bockige kleine Kinder und reagieren auch so.

Ja was ist nur los, frage ich mich oft. Und eigentlich muss ich fragen, was´n los mit euch? Um direkt zu relativeren: Natürlich nicht mit allen. Ja irgendwie ist alles noch neu, alles spannend, manches komisch oder nervig. Wir lernen alle dazu, aber einige vergessen sich scheinbar selbst oder ihre gute Kinderstube.

Ich bekomme viele Mails und Fragen, vor allem auf Instagram. Was´n das? Kannste noch mal (zum 100sten Mal) sagen, woher die Kette / der Kamin / der Pulli… ist. „Ey, nur ganz schnell, was kann ich in Berlin denn Cooles unternehmen?“ Letzteres ist eigentlich die beste Frage von allen. Berlin ist nämlich ganz schön groß. Hilfreich wäre meist zu wissen, wo ihr schlaft, worauf ihr Bock habt, aber gut. Geduldig beantworte ich also Nachrichten und ich mache das gern. Wirklich. Austausch und so. Eben dieses soziale Gedöns wofür Social Media steht.

Und gleichzeitig frage ich mich, ist ein „Hallo“ zu viel? Oder wenigstens ein „Hi“! Statt: „Wo is´n das her?!“ Auch ein Danke tut gar nicht weh. Ihr nehmt euch Zeit zu fragen, ich nehme mir meist noch mehr Zeit zu antworten. Tut doch niemandem weh. Aber was schon im normalen Leben kaum noch stattfindet, kann ich online wohl nicht erwarten, oder?

Hier ist ja nur noch Werbung!

Ihr seid genervt, dass ich überall „Werbung“ hinschreibe und ich bin genervt, weil ich abgemahnt werden könnte, tue ich es nicht. Und der Witz ist, so könnte man euch nur noch mehr veräppeln. Dabei ist der Sinn, Transparenz. Profile werden gefeiert, die unter alles „Werbung da Marken Nennung“ schreiben, dabei weiß ich, es ist eine bezahlte Kooperation. Oder eine gesponserte Reise. Ist also einfach Werbung. Nichts anderes. Das „Werbung da Nennung“ schreibt man eigentlich nur, wenn man etwas einfach so verlinkt, ohne Gegenleistung. Ja ohne dass ich etwas dafür bekomme. Aber ich KÖNNTE ja. In der Zukunft. Also muss ich es als Werbung kennzeichnen. Schön blöd oder? Also lasse ich es oft und dann sprudelt mein Postfach wieder über mit Nachfragen.

Wo bleibt die Authentizität?

Das frage ich mich auch. Vor allem bei diversen Instagram Accounts jenseits der 100.000 Follower Marke. Alle sind von dem perfekten und gestellten genervt, aber genau diese Accounts gehen durch die Decke. Da wird der Foto Filter eingesetzt bis zum geht nicht mehr, selbst das Baby braucht nen Filter drüber. Lichterkette hier, gestelltes Foto da. Und zwischendrin Rabatt Codes für die teuersten Kerzen, Haarmasken und was nicht alles. Kinderzimmer sehen alle gleich aus, werden regelmäßig umdekoriert mit dem neusten Kram und gleichen den hippsten online Shops.

Ich bin ehrlich, ich verstehe es nicht. Oder liegt es an der Zielgruppe? Die mal Kinder haben wird und einfach schön perfekt gestellte Bilder blind konsumiert? Es gibt keine Meinung, keine Ecken und Kanten. Aber den nächsten Fashion haul oder Rabatt code. Ja manchmal wundere ich mich.

Nein wir müssen nicht bei allen die dreckigen Ecken sehen, aber wundern wir uns dann ernsthaft, dass es eben doch nicht perfekt ist? Dass man nach der Geburt nicht bombig aussieht und direkt mal in den Urlaub jettet, wie auf Instagram vorgegaukelt? Einerseits schreien wir nach Nachhaltigkeit und bewusstem Konsum, während dank Rabatt Codes nutzloser Plunder in Massen gekauft wird. Der Kalenderspruch lässt die Herzen fliegen, nichts wird hinterfragt, alles passiv konsumiert. Und auch das Kind in Unterwäsche im Krankenhausbett gezeigt, angeschlossen an Kabel oder halbnackt am Pool. „Voll süß.“ „So Zucker die kleine“… und zwischendrin ist alles kurz mal zu viel mit den Kindern und dem Haushalt, aber hey das war grad unser dritter (gesponserter) Urlaub diesen Monat. „Wow“ „genieß die Auszeit. Du Arme brauchst mal Schlaf und Erholung!“ Während ich da sitze und nur denke: echt jetzt?! Nein nicht wegen des dritten Kurzurlaubs in einem Monat, aber wegen des Dramas davor wie müde man sei, wo die Routine bliebe und wie das andere nur schaffen. Naja andere haben wohl nicht ständig Urlaub. Nachhaltigkeit ist übrigens an dieser Stelle oft das letzte worüber sich die Fans aufregen. Reise hierhin, Reise dahin. Alles wird einfach aufgesogen ohne Anmerkung. Sollte diese dann doch mal kommen, wird der Kommentar höchstwahrscheinlich gelöscht oder die eingefleischten Follower stürzen sich auf dich. Klar, dass man keinen Bock hat, noch was zu schreiben. Und schon ist sie wieder ein Stück dahin, die Authentizität im Internet.

Privater Raum muss auch in der Öffentlichkeit gestattet sein

Und plötzlich wird sich aufgeregt, wie ich es wagen könne, nicht zu erzählen, was mein Kind hat?! Was das soll, aber Hauptsache Aufmerksamkeit. Und ich sitze zu Hause, wollte mir die Zeit nehmen über 500 Nachrichten zu lesen und auch drauf zu reagieren und denke bei Einigen, echt jetzt?! Wo is´n deine Erziehung geblieben?! Die gleichen Leute die mich kritisieren, dass ich meine Kinder auf Fotos zeige, regen sich nun auf, dass ich nicht jedes Detail unseres Lebens preis gebe. Das passt doch nicht zusammen. Und ja, es waren sehr wenig solcher Nachrichten, viele waren nett, nachfragend was los sei, aber im normalen Ton. Als auch das zu viel wurde sagte ich eben, hey ihr da draußen, ich werde es nicht erzählen. Ich tat es ein bisschen aus Selbstschutz und mal wieder hatte ich keine Ahnung, dass das einigen sauer aufstößt.

Niemand hat das Recht auf Wissen jeglicher Details aus unserem Leben nur weil er oder sie mir folgt. Ihr kennt uns nicht, auch wenn das schwer fällt zu glauben. Denn klar, seht ihr viel vom Tag, aber nicht alles. Ich schreibe Beiträge wie es grad so gar nicht läuft bei uns und viele sind erstaunt. Na weil ich schlecht die Kamera drauf halten kann, wenn sich hier alle streiten. Selbst ich tappe manchmal in diese „Falle“ und denke, ich kenne mein Gegenüber. Als sei sie eine Freundin. Aber würden wir so mit unseren Freunden reden, wie es manche im Netz tun? Mit Fake Profilen, in irgendwelchen Läster Foren, anonym per Mail oder Kommentar. So viel Hass. Nicht bei mir, zum Glück echt mega selten. Aber lest mal auf Facebook Kommentare unter vermeidlich unverfänglichen Posts. Was denn  los mit diesen Leuten? Und was viel schlimmer ist: Diese Menschen sollen ihren Kindern mal Medienkompetenz beibringen. Na Holla die Waldfee.

Zum Anderen erzähle ich nicht alles, weil es in diesem Fall nichts geholfen hätte. Es kamen viele Nachrichten, dass man ja nur gewappnet sein will, wenn es dem eigenen Kind mal schlecht geht. Dass man dann weiß was es hat. Ich bin ja keine Ärztin, stelle keine Ferndiagnosen und kann euch auch nicht vor allen Krankheiten in der Theorie bewahren. Was meiner Tochter passiert ist, passiert 1 von 100.000 Kindern. Ein Unglückstreffer in der Statistik also. Nützt es euch wirklich was, wenn ihr wisst, was los war?

Mein Blog ist ein kostenloses Sammelsurium aus über 800 Texten

Liebes Internet, ich war immer gern hier. Ich sitze stundenlang am Schreibtisch, mache Fotos, verrate Rezepte, gebe Geschenke Tipps, schreibe aus unserem Leben, versuche, ein wenig Leichtigkeit ins Elternleben zu bringen und zu zeigen, ey bei uns allen brennt mal die Hütte, liegen Berge von Klamotten, Krümeln und Staubmäusen rum. Ich gehe gern in den Austausch, beantworte gern Fragen, quatsche mit euch. Und auch wenn mein Instagram Account im Gegensatz zu vielen anderen eher klein ist, lesen hier über 70.000 Menschen monatlich mit. An einem Tag bekomme ich manchmal über 500 Nachrichten. Selten, weil wie sollte ich das alles schaffen?! Und jeder hätte gern schnell eine Antwort auf ein „nur mal ganz kurz den Link verraten“. Ihr lest all das kostenlos. Für Zeitschriften zahlt ihr einen Beitrag am Kiosk, fürs Fernsehen, Netflix und Co geht auch monatlich Geld weg. Alles voll normal. Ihr dürft nur nicht vergessen, hier sitzt ne One Woman Show, mit Hilfe vom Mann. Ich habe auch Ausgaben für den Blog, für die sozialen Medien. Während ihr alles hier jederzeit kostenlos nachlesen könnt, ich euch kostenlos unterhalte. Lohnt es da wirklich, sich über Werbung aufzuregen? Die so überschaubar ist. Die oft keine Werbung ist, aber eben einen Link enthält und schon muss ich es kennzeichnen. Ich ballere euch nicht zu mit Produkt A und nächste Woche ist Produkt B viel geiler. Ich bin recht markentreu und die die aufgrund meiner Empfehlungen etwas kauften, sind happy. So soll es sein.

Eben wie die Freundin, die ihre liebsten Produkte verrät. Und das bin ich gern. Denn eine Firma kauft niemals meine Meinung, sie kauft lediglich einen Platz hier auf dem Blog oder auf den sozialen Medien.

Und wenn du, ja ich schreibe jetzt du, weil die die nicht gemeint sind,sollen sich gar nicht angesprochen fühlen, meinst, deinem Ärger bei mir Luft machen zu müssen, weil ich die Kinder zeige, weil ich etwas nicht erzähle, weil ein „Hallo“ schon zu viel verlangt ist, dann frag dich doch, würdest du zu deiner Freundin, deinem Mann, deinem Kind, deinem Vorgesetzten auch so sprechen? Möchtest du so angeredet werden? Willst du wirklich immer einen klugen Ratschlag, oder reicht nicht manchmal auch ein offenes Ohr, ein wenig Mitleid oder aufbauende Worte, statt eines „Tja also ICH mache es immer so…..“ Bevor du mir schreibst, lies doch deinen Text noch mal durch. Bevor der Kommentar gesendet wird, immer fragen, ob es nötig ist, mir oder wem auch immer, jetzt Vorwürfe zu machen, denjenigen anzugreifen und die eigene Meinung aufzudrücken.

Wenn´s dir nicht gefällt, geh doch

Wir sind alle nur Menschen mit stressigen Tagen. Manches lesen wir oder schauen uns an und denken: Meine Fresse, was denn mit der oder dem los. Wat labert die für´n Scheiss?! Denke ich ja auch manchmal. Aber das muss ich dem anderen doch nicht hinrotzen. Ich kann ja gehen. Ja auch virtuell. Oder ich fange mit einem „Hallo“ an und versuche nett mein Anliegen rüber zu bringen. Nein wir müssen nicht einer Meinung sein, Diskussionen sind gut. Wir müssen uns aber nicht gegenseitig vorhalten, wie doof der andere sei und dass nur die eigene Meinung die richtige sei. Klar kann man seine Meinung sagen, aber jemanden beleidigen sollte man nicht verstecken unter dem Deckmantel „Na wenn du hier in der Öffentlichkeit stehst, musst du eben damit rechnen, dass Leute nachfragen oder sich angegriffen fühlen oder dich kritisieren!“ Das ist doch bekloppt. Ich quatsch ja auch niemanden an der Kasse an, während ich gelangweilt rumstehe und feststelle, wie hässlich ich das Outfit finde.

Liebes Internet, Bekloppte wird es immer geben. Es wird immer andere Meinungen geben, Kommentare mit denen man nichts anfangen kann, die vollkommen konträr sind zu dem, was wir selbst glauben und wissen. Wir werden auch in Zukunft in den Bruchteil eines Lebens rein schauen können dank sozialer Medien, vielleicht wird es immer kostenlose Blogs und Videos geben, vielleicht werden sie irgendwann nur gegen ein geringes Entgelt freigeschaltet. Bis dahin können wir aber eins tun, dran denken, dass hinter jeder Story, hinter jedem Bild und jedem Artikel ein Mensch sitzt, der ein bisschen Persönlichkeit zeigt, der an Austausch interessiert ist oder sich einfach mitteilen möchte. Weil es grad super läuft, oder eben total scheisse. Und dann sollten wir Grenzen respektieren. Privatsphäre fängt für jeden woanders an und niemand hat das Recht mehr einzufordern. Mit sozialen Medien wird Geld verdient. Sehr viel sogar. Und leider kann man das immer noch sehr gut verstecken. Man kann aber als Konsument drauf achten, wem man folgt und wie Werbung gekennzeichnet ist und einfach hinnehmen, dass es für manche der Beruf ist. Oder man geht.

Ich wünsche mir kein rosa plüschpuffiges Internet. Ich wünsche mir ein klitzekleines bisschen mehr Freundlichkeit und Respekt.

Und wenn jemand einen Fehler macht, dann nicht gleich noch hinterher treten. Nicht alles ist immer abschätzbar, manchmal weiß man einfach nicht, wie Dinge sich entwickeln. Manchmal macht man Fehler. Wir lernen ja alle. Wir finden alle unsere Wege und Grenzen in diesem Internet. Und niemand kann es für jeden Einzelnen da draußen perfekt machen. Und zumindest ich weiß: Das will ich nicht, ist nicht mein Job. Wer mich gern liest oder Instagram Storys von mir mag, bleibt hier. Der weiß worauf er sich einlässt, der weiß was er geboten bekommt. Und wenn es mal seltsam wird, kann man immer gehen, oder einfach das Gespräch suchen. Wollen wir uns also darauf einigen, dass wir es alle ein bisschen besser machen? Nicht perfekt, aber dass es vielleicht wieder etwas mehr Spaß macht? Dass mir nicht die Ohren schlackern, wenn ich manche Diskussionen lese unter Posts auf Facebook und Instagram. Nein nicht bei mir, generell. Das ist doch nicht schön. Oder?

Ja das Internet fetzt. Hätte ich doch nie geahnt, damals mit nem Gin Tonic in der Hand, leicht angeschwippst, als ich all das hier startete und was sich daraus ergab. Und es werden immer mehr. Das freut mich. Ich mag es hier, die meiste Zeit. Aber manchmal, da frag ich mich schon, was bloß los ist. Also reden wir einfach mal drüber. Und nun könnt ihr all das raus hauen, was euch an den sozialen Medien nervt. Macht euch Luft. Aber sachlich bleiben. Und dann kiekn wir mal, wo die Reise zusammen hingeht und bleiben wenigstens im Super Mom Kosmos freundlich und respektvoll miteinander, okay? Und ganz vielleicht schwappt ja so ein bisschen Freundlichkeit auf andere Kanäle über. Ick fänds knorke!

Teile diesen Beitrag:
Autor

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter und einen Sohn. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

27 Comments

  1. Ich konnte die ganze Zeit beim Lesen nur Nicken oder mir an den Kopf greifen. Ich mach es kurz: Ich wäre für mehr sozial in den sozialen Medien! Mehr gegenseitigen Support. Und wem es wehtut, der hat auf Insta und Co. nicht verloren!
    Fühl Dich gedrückt und alles Gute für deine Tochter.

    LG aus Lichterfelde
    Sarah

  2. Liebe Jette,
    lass dich bitte nicht unterkriegen und entmutigen. Ich liebe deinen Blog, es liest sich bzw. fühlt sich an wie mit einer Freundin quatschen und nebenbei Fotoalben ansehen. Und in unserem Fotoalbum hat sich z.B. noch kein Bild von „nach dem Essen“ hinein verirrt, obwohl wir täglich mehrmals Gelegenheit dazu hätten ;-)
    Außerdem unterscheide ich zwischen Eltern und Nichteltern, wenn ich mich mit Freunden unterhalte denn nicht alles ist für alle Ohren gedacht…
    Außerdem bewundere ich dich für deine Konsequenz, mehrmals pro Woche zu bloggen, dass du immer spannende Themen findest und uns an deinem Leben teilnehmen lässt und dich so eigentlich auch angreifbar machst.
    Daher wünsche ich dir und deiner Familie alles Gute, tolle Kooperationen, Sponsorverträge mit wirklich tollen Firmen, lebenslang VIP-Karten für eure Lieblingsbands, und noch mind. 100 000 Follower!

  3. Pingback: Echtsein im Internet | Authentizität vs Social Media | berlinmittemom

  4. Hallo Jette,

    die anderen haben schon so viel geschrieben und jeder neue Kommentar hält dich vom Familienleben fern. Trotzdem möchte ich nicht nur für umme konsumieren sondern in Form von Feedback im wahrsten Sinne des Wortes etwas zurückgeben.

    Wenn wir Nachbarinnen wären (wobei du ja da schon den Glücksgriff getan hast), dürftest du bei mir am Tisch voll löspöbeln über all die doofen Leute im Internet da draußen und ich würde empört gucken und ganz nachdrücklich mit dem Kopf nicken und dir Schoki und Sektchen anbieten und dann wäre nicht alles aber doch wenigstens das Gefühl hoffentlich wieder ein bisschen besser.

    Irgendwo stand gestern bei Twitter: Wenn du keine Feinde hast, ist das , weil du gar nichts machst.
    Schöne Scheiße, aber kommt mir aus dem wahren Leben irgendwie bekannt vor.

    Kopf hoch, Krone richten, sich von Raketi anstrahlen lassen. Bestes Gegengift gegen alle Widrigkeiten.

    Happy Sunday vom anderen Ende der Republik

  5. Liebe Jette,

    danke erstmal für diesen Text und deine Mühe. Es ist teilweise sehr rau geworden auf Social Media. Und Basics wie Hallo, Bitte, Danke sind leider tatsächlich oft nicht mehr drin. Ich finde das auch so schade. Wenn man den Austausch hier gern mag und Nachrichten wirklich auch so gut es geht, möglichst zeitnah beantwortet neben Blog, Job, Kindern, Alltag. „Woher hast du denn …“ ohne Hallo oder Hi und danke, dann nimmt das der Sache den Spaß. Zum Glück sind bei mir unhöfliche Nachrichten extrem selten, aber Basics in den Umgangsformen werden oft auch weniger. Das finde ich so schade.

    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende!

    Lieben Gruß aus Österreich,
    Lilly

  6. Hallo liebe Jette, ich stimme Deinen Worten voll und ganz zu. Höflochkeit und Respekt sind für mich die wichtigsten Güter, die ich meinen Kindern vermitteln möchte. Leider ist der Umgang nicht nur im Internet, da leider viel schlimmer, sondern auch im Real Life oft sehr grob. Und es macht einen wütend und traurig.
    Vielleicht, und hoffentlich, fühlt sich irgendjemand da draussen angesprochen und überdenkt sein Verhalten. Es wäre zu wünschen, der der es nicht tut, wird sich immer im Recht sehen.
    Ich gebe zu auch ich verfolge gerne Profile, die von ihrem echten (!) Leben erzählen und finde die gehypten immergleichen Profile sehr langweilig. Aber ich würde mir nie das Recht rausnehmen, Dir oder den anderen zu sagen: Du musst dies, Du darfst das nicht, warum heute keine Story?
    Ich wünsche mir zu Weihnachten ein wenig mehr Liebe und Respekt im Umgang miteinander…ach ja.. und Weltfrieden.
    Alles Liebe für Dich
    Joanna
    P.S.: Ich hoffe es geht Dir gut, das wünsche ich Dir und Deiner Familie. Es soll keine Kritik sein und es geht mich auch nichts an, aber ich habe den Eindruck, dass es Dir in letzter Zeit weniger gut geht (mit 3 Kindern und einem Baby darf es das ja auch mal… da bleibt einem für nichts anderes mehr Zeit).

    • Liebe joanna, in der Tat war es in letzter Zeit etwas viel. Der Wasserschaden u die Renovierung der kompletten Etage genau in der ersten Babyzeit, dann diese OP beim Kind mit der niemand rechnete u die uns alle überrumpelte u Termine hier Termine da die alle koordiniert werden wollen. Aber ich passe auf mich auf u gewöhne mir grad an, jeden Morgen eine große Runde spazieren zu gehen. Das tut gut.
      Und ja im realen Leben bekommen die wenigsten noch ein guten Tag hin. Sehe es jeden Morgen in der Kita. Ich weiß nicht was da los ist. Wenn ich mit Kinderwagen und Kleinkind an den zwei Türen kämpfe, stehen die Leute genervt da u warten. Tür aufhalten kommt den wenigsten in den Sinn. Es ist echt traurig.

      • Das ist ein guter Ansatz, einmal durchschnaufen und etwas Bewegung helfen auch mir wieder runterzukommen. Da reicht schon ein warmer Sonnenstrahl im Gesicht und die Welt sieht wieder anders aus.
        Die Tür versuche ich immer aufzuhalten, vor allem, wenn ich jemand sehe, der vollbepackt ist. Oft genug steh ich dann da und es gehen dann 20 Leute durch. Aber was solls, wenn ich mal nicht in Eile bin, dann tut es mir nicht weh.
        LG Joanna

  7. Guten Morgen,

    unhöflich ist man nicht nur im Internet, es begegnet mir immer häufiger auf der Straße. ;)
    Aber darum geht es mir gar nicht. Auch nicht um Filter und Heilewelt. Was ich eher bedenklich finde ist, dass gerade im Familienbereich bei einigen Influenzern (betont! Denn das trifft nicht auf alle zu, es gibt ein paar echt schöne Vorbilder) die eigenen Kinder derart ausgeschlachtet werden, dass es schon wehtut hinzuschauen. Wo ich mich frage, ob die Mutter sich eigentlich bewußt darüber ist, dass ihr Kind später mal nicht so erfreut darüber sein könnte? Wo die Töchter in Unterwäsche oder im minikurzen Röckchen gezeigt werden oder mitten in den Schritt fotografiert wird. Eltern, die selber ihr ganzen Leben durch die Kinder finanzieren. Das ist in meinen Augen eine bedenkliche Entwicklung. Ich finde den Blick auf andere Familien eigentlich sehr bereichernd, so haben mir doch solche Blogs wie dieser hier und andere sehr während meiner Schwangerschaften und in der Kinderzeit geholfen. Aber wenn ich dann sehe, dass die eigenen Kinder mit Spielzeug, Möbeln und Technik regelrecht zugeschüttet werden, einfach weil es eine Koop ist und nur um der Koop willen, dann frage ich mich, was tut ihr eigentlich euren Kindern an? Verstehst du, was ich sagen will?
    Schwieriges Thema.

    LG Meiki

    • Ja das verstehe ich und auch ich sehe das kritisch. Ich frage mich immer: kann ich damit leben wenn das Foto riesengroß am Alex hängt. Mitten in Berlin. Wenn ich das komisch fänd, gehörts auch nicht ins Internet.
      Und klar auch ich verdiene hier Geld und ja da sind auch die Kinder involviert. Man muss es eben schauen, dass es im Rahmen bleibt und die Grenzen der Kinder wahrt. Es gibt wirklich Profile das ist ausschließlich alles Werbung. Erst neulich sah ich eine Story wo ein kind ein paket auspacken sollte u das war so grausam gestellt und vorgeführt, es war ganz schrecklich. Man kann das gut machen oder nicht. Wie bei vielem im Leben

  8. Liebe Jette,
    ich mag Deine Posts auf Insta sehr gerne und besondern gefällt mir Deine Ehrlichkeit und das „Ungestellte“. Ich bin genervt genau von diesen perfekten Mamas auf Instagram die neben 3-8 Kindern noch zum Yoga, Fitness, Buchclub gehen, es immer aufgeräumt haben und die Kinder immer superschlau, superhübsch und topgestylt sind. Bei mir ist es auch nicht dreckig, meine Kinder sind natürlich auch die hübschesten auf der ganzen Welt aber ich bin auch realistisch und das ist auch gut so. Ich freue mich weiter, dein quirliges Leben von der Ferne zu beobachten und hoffe auch das die Leute bald wieder lernen Bitte oder Danke zu sagen.
    Liebe Grüße Michaela

  9. Liebe Jette,
    ich kommentiere auch nur ganz selten, aber dein Beitrag verlangt danach! =) Ich bin ganz deiner Meinung, Freundlichkeit soll normal sein und Privatsphäre auch. Erstmal ein DANKESCHÖN für deine Texte hier!! Ich lese 4 Blogs regelmäßig und deiner gehört dazu, schon seit Jahren. Du schreibst witzig und ehrlich und ich genieße das.
    Ich war wie alle anderen auch neugierig was deine Tochter hat und habe NICHT nachgefragt, weil es mich absolut nichts angeht. Ganz einfach! Man kann das auch aushalten nicht alles zu erfahren ;) Privatsphäre ist mir persönlich sehr wichtig, daher verstehe ich das voll und ganz und fände es auch gut und konsequent, wenn du das nie erzählen wirst.
    Viele liebe Grüße!
    Julia

  10. Liebe Jette,
    Bislang bin ich nur eine „stille“ Leserin deines Blogs gewesen, aber da ich es so schade finde das Blogger/innen wie du solch unsoziales Leserverhalten aushalten müssen, schreibe ich nun doch mal einen Kommentar.
    Ich hoffe wirklich das dir nicht die Lust am bloggen vergeht, was absolut verständlich wäre nachdem was du beschreibst. Ich bin total begeistert von deinem Blog, der mich oft zum Schmunzeln bringt und mir als Mutter von bald 3 Kindern oft das Gefühl gibt, dass das Familienchaos doch normal und halb so wild ist ;) Auch über deine Tipps, Rezepte, Ideen freue ich mich. Und wie du schreibst sollte es ja kein Problem sein nur die Beiträge zu lesen die persönlich interessieren und wem es nicht gefällt der wird ja wohl kaum zum Lesen gezwungen :)
    Ich hoffe wirklich die „Nörgler“ schaffen es nicht Blogger/innen wie dir die Freude am Schreiben zu verderben denn das wäre so furchtbar schade für die, mit Sicherheit weiteren zahlreichen, „stillen“ Leser/innen wie mich die deine Beiträge sehr schätzen, denn du schaffst es mit deinen Beiträgen ein gutes Gefühl zu vermitteln. Vielen Dank für deine tolle Arbeit!
    Ganz liebe Grüße von einer begeisterten Leserin

  11. Hallo liebe Jette,

    Danke für Deine ehrlichen Worte und Deine Normalität. Ich bin in letzter Zeit ziemlich vielen Blogs und Accounts entfolgt, weil ich mich nicht mehr damit identifizieren kann, bzw. genau das, was mich am Anfang angesprochen hat, die Ähnlichkeiten mit meinem Leben und meinen Interessen einfach nicht mehr da ist. Viel zu oft habe ich in den vergangenen Monaten bei Kooperationen/ Werbung gedacht: „Was für ein tolles Produkt“, dann den Preis gesehen und festgestellt, dass ich das vorgestellte dann doch nicht so sehr brauche. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass bei einigen Accounts gerade auch die Kinder die Flut der zur Verfügung gestellten Sachen gar nicht mehr bewältigen können. Ich finde es furchtbar, wenn Spiele oder Spielsachen schon nach kurzer Zeit ihren Reiz verlieren, weil ständig etwas Neues zur Verfügung steht. Wie Du beschreibst, bin Ich auch schon öfter über Posts oder Videos zur kompletten Kinderzimmerrenovierung gestolpert und habe gestutzt, weil der letzte Bericht über die Renovierung genau dieser Zimmer noch nicht einmal 1 Jahr her war.
    Bei Dir freue ich mich über jeden neuen Beitrag, egal ob hier oder bei Instagram. Bleib daher bitte so frech und wild und wunderbar. Vielen Dank und ganz herzliche Grüße von Stine

    • Liebe Stine, ich danke dir. Ja die Spielzeug Flut…. lässt bei mir auch oft Fragezeichen zurück. Und dieses ständige renovieren und neue Möbel hier und da. Und weil ja oft kommt: du bist ja nur neidisch. Nö das ist es nicht. Ich bin eher über diesen Konsum erstaunt und darüber wie die Leser das einfach immer alles hinnehmen und feiern.

  12. Danke Jette für diese Worte 🙏🏻 Du bringst es auf den Punkt und klärst die unwissenden unter uns auch noch auf. Vieles ist hier in der Social Media Welt schon selbstverständlich geworden. Vieles wird vertuscht, ganz viele merken das noch nicht mal (falsche Werbekennzeichnung). Ganz ganz schade wie das teilweise abläuft. Eigentlich soll das Ganze doch aber Spaß machen und Freude bereiten. Danke nochmal für deinen Text. Der macht mir heute gute Laune 😃 Liebe Grüße, Tina

    • Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen und bin oft erschrocken, wenn ich die Kommentarleisten durch lese.
      Ich verstehe ehrlich gar nicht, was an Werbung so falsch ist. Ich verstehe dafür, dass du damit einen Teil deines Geldes verdienst und bin dankbar das ich dadurch nicht jeden Artikel, den ich lese, bezahlen muss.

      Außerdem ist es doch jedem frei gestellt weiter zu tippen. Ich folge keinen Accounts an denen morgens Tee, mittags Beauty und abends Kerzen beworben werden.
      Wenn mich Werbung nicht interessiert, tippe ich weiter aber oft bin ich dankbar für Inspiration und Empfehlungen.
      Lg

      • Ja es könnte so einfach sein. Aber dann kann man ja seinen Frust nicht anderen um die Ohren schleudern wenn man einfach gehen würde. Das fetzt ja nicht

  13. Hallo :-)
    Danke für diesen Text! Die Werbekennzeichnungen nerven wirklich gewaltig, ich kann kaum glauben, dass man mit normalem kritischen Blick nicht erkennen kann, wann jemand Werbung macht oder nicht.

    Vielleicht bin ich aber auch einfach sensibilisiert *gg*

    Bitte mach so weiter!

    Liebe Grüße aus Markt Piesting (Österreich) – und irgendwann schaff ich es mit meinen beiden Mädels nach Berlin (aber für Tipps/Ausflugsziele brauche ich ja nur die Texte durchforsten ;-) )

    Sabine

    • Genau, ein paar Tipps verrate ich ja auf dem Blog und ich antworte natürlich auch immer gern individuell.
      Ja mit der Werbung, ich finde es ja genauso nervig es überall hinschreiben zu müssen, weil ich ja in der Zukunft eine Kooperation planen könnte. Bekloppt und nun noch sooooooo viel leichter, einfach zu schummeln. Naja, ich hoffe dafür gibts irgendwann mal ne Lösung.

      • Liebe Jette, du hast so Recht mit deinem Text! In den letzten 3-4 Jahren hat sich vieles geändert in den sozialen Medien. Besonders der Ton ist rauher geworden… Instagram geht da noch fast als harmlos durch, wenn man sich dagegen die Kommentare auf Facebook anschaut, da wird einem ganz anders.
        Besonders schade finde ich, dass gerade Accounts, die authentisch sind und auf denen nicht alles mit Filtern und Profi-Fotos aufgehübscht wird, oftmals so derbe kritisiert werden. Viele wollen scheinbar geblendet werden und kommen mit Natürlichkeit und Offenheit gar nicht klar. Die, die am meisten kritisieren, sind aber bei jedem Rabatt-Code und jeder Verlosung direkt an Start, obwohl sie das Produkt am Ende gar nicht wirklich brauchen. Hauptsache umsonst was abgreifen (was man umgekehrt bei „konsumgeilen Influencern“ natürlich kritisiert).

        Das ist auch der Punkt, der mich am meisten stört auf Instagram. Jetzt wird sich überall kunsumkritisch geäußert, weil schlimm für Klima und Umwelt, aber bald geht’s wieder los mit den zahlreichen Adventskalendern und den Gewinnen und alle sind großartig dabei, sowohl Influencer als auch Follower, weil an Weihnachten gilt das alles nicht mehr, erst Januar dann wieder… Das war jetzt lang und viel, aber du wolltest ja, dass man sich mal „Luft macht“ :-).

        Bleibt nur noch zu sagen: Ich finde dich, deine Familie und deine Beiträge mega klasse!

        • Ja ja ja!!!! Du hast so recht!!! Wenn ich sehe was für Accounts streckenweise 200k follower und aufwärts haben, wo selbst Babys völlig überfiltert werden und jeder Rabatt Code für die teuerste Kerze wird gefeiert, dann denke ich mir, echt?! Das ist das authentische nach dem alle schreien?? Will am Ende aber keiner sehen. Hauptsache perfekt für Instagram. Das kommt an. Keine Meinung. Keine Ecken und Kanten. Bäh

Deine Meinung. Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert