Erziehung-Mamablog-Kinder.001

Mit drei Kindern und fast 7 Jahren Erfahrung meinte ich, hätte ich das Muttersein halbwegs souverän durchgespielt, oder weiß zumindest wie es läuft. Auch das Level „Elternabend“ meistern der Mann und ich meist recht gut. Bis der Tag kam, an dem spontan eine Elternversammlung einberufen wurde und ziemlich drastische Schritte mitgeteilt wurden. 90% der Eltern sagten nichts, der Rest fand es mutig und toll und eine fiel aus dem Rahmen. Ich.

Ich will nicht im Detail auf die Kita Situation eingehen, nur so viel, die Gruppe ist seit einem Jahr recht chaotisch und unstrukturiert, zum Teil geschuldet durch ständigen Personalwechsel. Ein Jahr „Problemgruppe“. Ein Jahr wurde das also beobachtet und nichts hat richtig geklappt. Stattdessen hört man dann, dass Erzieher nicht in die Gruppe wollen, wenn mal eine Erzieherin krank ist. Ich kann mir die Motivation richtig vorstellen, mit der man morgens in die Gruppe geht, die ja so furchtbar ist. Wir reden von 2-6 Jährigen, die irgendwie verlernt haben, auf ein Stopp zu hören und manchmal recht körperlich zueinander sind. Ein Jahr, von dem die Eltern nichts wussten, oder es nicht merken wollten und die nun vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Kompletter Erzieherwechsel. Nur am Rand: Ich halte von der Idee gar nichts.

Jedenfalls bin ich eine Mutter, die wenn sie zu einem Elternabend eingeladen ist, in dem es um mein Kind geht und in der Dinge besprochen werden zu denen ich meine Meinung sagen kann, damit nicht hintern Berg hält. Und so sagte ich folgenden fatalen Satz: „Das ist doch scheiße!“ Die restlichen Sätze waren ruhig gesprochen, kein Vorwurf, nur dass ich diese Entscheidung nicht gutheiße und erstaunt bin, wie man sowas ein Jahr irgendwie versucht zu regeln, nichts klappt und keiner der Eltern will was bemerkt haben. Wir sind erst 6 Monate da und ich hatte in der Woche vor, das Gespräch zu suchen, weil mir einiges auffiel. Schien ich die einzige zu sein. Eine andere Mutter drehte sich um, meinte, wir wissen alle, die Situation ist beschissen, aber ich solle mal nicht so ordinär sein. Öhm ja. Als ich Luft holte zum Konter, warf sie mir entgegen, ich hätte 3x scheiße gesagt, sie 1x. Weißte Bescheid.

Die restlichen Erwachsenen schwiegen. Erst nach der Versammlung kamen welche auf mich zu und unterstützten mich und fanden die Entscheidung genauso blöd. Tja, hätte man sagen können. Draußen wurde sich auch munter darüber aufgeregt und ich war nun die ordinäre Mutter. Fällt aber nicht weiter auf, die ordinäre Mutter grüßt trotzdem jeden Morgen und Nachmittag und erhält in den seltensten Fällen eine Antwort. Auch schon vor diesem Elternabend. Aber gut. Ich war auch die Einzige, die den Erziehern, die nun aus der Gruppe gehen müssen, mein Lob aussprach und sagte, dass ich sie sehr mochte und nicht  glaube, dass sie versagt haben. Beiden kamen die Tränen, das war das erste Mal, dass sie etwas Nettes hörten, denn auch sie wurden einfach vor vollendete Tatsachen gestellt. Die meisten Eltern haben es am Morgen danach nicht mal geschafft, den Erziehern in die Augen zu schauen, geschweige denn guten Morgen zu sagen. Das finde ich viel schlimmer, als mein ordinäres Wort.

Meine Kinder dürfen scheiße sagen

Es mag sein, dass das Wort früher wirklich schlimm war. Aber das ist es zumindest für mich nicht und irgendwie hat dieses Wort seinen Weg in den täglichen Sprachgebrauch der meisten Menschen gefunden. Wenn mir meine Lieblingstasse runterfällt und die geht kaputt, ist das nicht „Scheibenkleister“ oder „Schiete“, das ist scheiße. Jawoll. Das muss dann raus. Seelenreinigung. Wenn meinen Kindern etwas passiert oder sie sich sehr ärgern, sagen sie dieses Wort und es ist ok. Weil sie es nicht inflationär gebrauchen. Es ist ja kein böses Wort, wo es Mut verlangt, dieses vor den Erwachsenen auszusprechen, daher benutzen sie es auch nicht oft.

Ich bin gern ordinär.

Wenn jemand nach meiner Meinung fragt, hört er diese auch. Ich bemühe mich, nicht zu emotional zu sein, ich gebe mir große Mühe, niemanden persönlich zu beleidigen. Bringt ja nichts. Eine Diskussion sollte sachlich sein. Diese Entscheidung betrifft meine beiden Kinder, denn die Erzieher werden aus der Krabbelgruppe kommen, heißt meine Jüngste muss  sich wieder an neue Leute gewöhnen. Und da sage ich es gern noch mal, weil es wirklich so ist: Das ist scheiße. So.

Wenn man nichts sagt, ändert sich nichts und man muss hinterher nicht rumheulen

Ich fluche, ich pöble Menschen auf der Straße an. Hauen darf ich sie ja nicht. Ich fresse nicht alles in mich rein und kämpfe dann mit einem Magengeschwür, ich mache meinem Ärger Luft. Was soll ich auch alles weglächeln und mich nur innerlich über Wochen aufregen? Nur wenn man etwas sagt, ändert sich vielleicht was. Sonst denkt mein Gegenüber auch, dass er so weiter agieren kann. Nur weil ich in der vorherigen Kita „so mutig“ war etwas gegen einen Erzieher zu sagen, sprach endlich auch eine andere Mutter unter Tränen, dass ihr Sohn Angst hat in die Kita zu  gehen und der Erzieher wurde endlich entlassen. Den anderen Erziehern fiel zwar auf, dass die Kinder immer komisch waren, wenn er da war, aber es hat ja niemand was gesagt von den Eltern. Wie man sein Kind in eine Gruppe geben kann, wo es Angst hat und man weiß das, kann ich sowas von nicht nachvollziehen und es macht mich sogar wütend. Schließlich sind es unsere Kinder. Aber wenn man nichts sagt, ändert sich nichts. Am Ende habe ich mich um neue Kitaplätze bemüht und die Kita gewechselt. Ich hätte nicht mit gutem Gewissen meine Kinder dort noch länger hinbringen können und es war richtig so. Mit der Leitung war reden nicht möglich und in der neuen Kita ist es sooooooo viel schöner und besser und mein Kind geht endlich wieder gern hin. Bis auf diese Aktion mit dem Erzieherwechsel sind wir hier alle sehr zufrieden. Es ist so viel herzlicher. Aber ich würde immer wieder etwas sagen und mich einsetzen. Meine Kinder über Jahre in eine Kita zu geben, die uns allen nicht gut tut, kann ich einfach nicht.

Nur wenn ich Entscheidungen, die ich nicht gutheiße, hinterfrage, kann ich hinterher nicht rumheulen und mich beschweren. Ich verschwende meine Energie nicht darauf, mich nach einem Elternabend konspirativ mit anderen Eltern in einen Kreis zu stellen und über Entscheidungen oder andere Eltern zu lästern. Denn ich habe es gesagt während ich die Gelegenheit hatte. Denn auch die Kitaleitung war sehr erstaunt, dass die meisten Eltern alles einfach hinnehmen, seit einem Jahr. Aber man hat gespürt, dass es ihnen nicht passt. Die Stimmung auch auf der Weihnachtsfeier war verhalten und schräg. Den Mund macht aber niemand auf. Und sich dann vor den Kopf gestoßen fühlen. Tja so ist das eben.

Ich sage nicht, dass es richtig ist, so zu reden. Trotzdem halte ich mich nicht für ordinär, da ich sachlich diskutieren kann und dies auch getan habe. Mir fiel nichts anderes ein, um deutlich zu machen, wie doof ich die Entscheidung finde und sicher bin ich manchmal zu emotional. Es betrifft ja auch mich und meine Kinder. Aber das ist menschlich. Die meisten Diskussionen laufen emotional ab. Ich bemühe mich nur, nicht jeden Satz mit „aber“ oder „Du hast (Vorwurf)….“ zu beginnen. Ich bemühe mich, das Argument aufzugreifen, es zu verstehen und meine Sicht klar zu machen. Bestimmt gelingt es mir nicht immer. Vor allem nicht in Situationen, in denen ich persönlich angegriffen werde. Und ich war schon stolz auf mich, dass ich auf den Satz der Mutter nichts weiter sagte. Ich kann auch anders.

Es ist für mich okay, vor meinen Kindern zu fluchen und meinen Ärger raus zu lassen. Das machen Kinder übrigens ständig mit ihren Wutanfällen und das tut bestimmt gut. Der Frust muss raus. Da ich aber erwachsen bin, bemühe ich mich um Anstand. Klappt zu 90%. Ich halte nichts davon, sich vor den Kindern zu verstellen. Trotzdem kann ich ihnen ja sagen, dass man gewisse Wörter gar nicht oder nur sehr sparsam benutzen sollte. Und das klappt hier wunderbar. Meine Kinder fallen jedenfalls nicht durch ordinäre Sprache auf.

Wie handhabt ihr denn Schimpfwörter wie „scheiße“? Seid ihr so ordinär wie ich? Und seid ihr auch böse, weil ihr lieber mal die Meinung sagt, auch wenn man damit aneckt? Oder lohnt es sich nicht, in den meisten Situationen etwas zu sagen, weil sich eh nichts ändert? Lasst es raus. Ihr dürft auch pöbeln und 10x scheiße sagen. 

Autor

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

48 Comments

  1. Pingback: Ich bin eine ordinäre Mutter und stehe dazu – Edition Eltern

  2. Ich finde die wahre Stärke zeigt sich doch darin, dass man in schwierigen Situationen nicht ordinär ist.
    Da sind wir für unsere Kinder ein Vorbild, denn sie lernen von uns.

  3. Lieber soll mich der Blitz treffen, als das ich aufhöre meine Meinung zu sagen. Die Parallelgruppe aus der Kita meiner Tochter hasst mich. Wenige Eltern der großen Kinder grüßen mich. In unserer Gruppe hatte ich auch schon diverse Probleme, weil ich offen ausspreche, was andere denken. Aber keiner sagt was. Da könnte ich kotzen. Und zwar im Strahl.
    Selbst eine Erzieherin guckt mich nicht mal mehr an. Aber ich kann nicht weggucken, wenn ich mitbekomme, dass sie Kindern schadet. Auch körperlich.
    Ich habe meinen Kindern beigebracht, dass wir scheisse nicht sagen. Das liegt hauptsächlich daran, dass der 3 jährige momentan in einer absoluten Schimpfwort-Phase ist und seine Erzieherin schon ne Kriese kriegt. Er läuft durch den Raum und sagt jedem Kind :“Du bist ne Kackawurst“. Und alles ist blöd. Und scheisse ist auch ganz vorn mit dabei.
    Meine Tochter (5) allerdings darf das mal sagen, wenn sie sich über etwas ärgert. Heut morgen waren es zB die scheiss Schuhe. Das mache ich auch. Wut muss raus.

    LG Lena

  4. Mal zur KiTa-Geschichte: ich habe wirklich den Luxus, dass unsere KiTa und das Erzieher-Team wirklich super ist, relativ unkompliziert und mein Kind nie nach Haus kommen will, sondern mich noch für ca. 30 -45 Minuten „verdonnert“ mich einfach dort hinzusetzen, damit er weiter in derKiTa spielen kann oder mit seiner Bezugserzieherin kuscheln kann. ;-)

    Ich finde es gut und mutig, dass Du gesagt hast, wie Du zu den Maßnahmen stehst, ich kann aber auch andere Eltern verstehen, die sich vielleicht nicht trauen, etwas zu sagen, weil sie befürchten, dass ihre Kinder es dann „ausbaden“ müssen.

    Und zu Schimpfwörtern: Mein Sohn ist jetzt 3,5 Jahre alt. Auch er benutzt Shit oder Scheiße, wenn ihm etwas misslingt oder runterfällt, und auch nur, wenn es halbwegs dramatisch ist. Ich lasse ihn, ignoriere das Wort an sich und versuche mal von ihm zu hören, welche Gefühle ihn in dem Moment beschäftigen (kein Psycho-Gedöns, eher so – das war jetzt aber blöd, oder? Bist Du sauer? Ich wäre auch sauer….) Mittlerweile macht er das selbst schon, wenn ihm was passiert, bekomme ich schon direkt übermittelt, was ihn plagt oder aber auch, dass er es doof findet, wenn ich schimpfe ;-)

  5. Ich habs mir ziemlich abgewöhnt zu fluchen. Da ich im Kindergarten arbeite, achte ich dort sehr auf meine Sprache (nicht nur, was ich sage, sondern eben auch wie ich es sage). Das gehört für mich zu meiner professionellen Haltung dazu. Mittlerweile bin ich dadurch auch privat total irritiert, wenn jemand flucht. Mein Partner macht das aber sehr gerne und sehr ausführlich, wenn ihm was schiefgeht. Da zuck ich dann auch immer erstmal zusammen und merk dann im nächsten Moment: „Ach, ist ja nicht auf der Arbeit, hier dürfen wir ja“. Und wenn mir was richtig schief geht, fluch ich auch gerne und intensiv.

  6. I Jahr Kitavorstand Waldorfkindergarten und eines steht mir noch bevor. Mich grüßt nur noch die Hälfte, der Rest lästert über mich und genauso viele finden mich und meine Entscheidungen furchtbar.
    Ich würde fast jede dieser Entscheidungen nochmal so fällen, ich würde genauso wenig ruhig sein können. Es geht um mein heiliges Gut, meine Kinder. Sie verbringen dort viele Stunden des Tages. Diese Stunden sind für so so intensiv, dass sich der Rest des Tages nach deren Qualität und Ergebnis ausrichtet. Erste Freundschaften werden geschlossen und können an einem Tag beliebig oft wiederufen werden.

    Ich fordere die Eltern auf, kritisch zu sein. Sich einzubringen. Hier in unserer Elterninitiative ist es gewünscht. Von mir. Aber von anderen und so manchem Personal nicht gern gesehen.
    Alles richtig gemacht. Und manchmal darf man auch mehrmals Scheisse sagen. Vor allem, wenn man kein anderes Wort dafür findet.

  7. Ach du liebe Scheiße! Meine Kinder dürfen und sollen bitte fluchen! Das befreit!
    Was bin ich für unsere Kita dankbar! Ich hoffe das sich die Situation bei euch bald verbessert!
    Liebe Grüße von einer ebenso ordinären Mama in Bonn.
    PS: Ordinär hat meine Oma gerne benutzt- wie alt ist diese Mutter bitte? Oder wollte sie einfach nur besonders hochgestochen daher reden? Manche Mörsern müssen sich wohl größer machen als sie sind.

  8. tina pfunder Reply

    hach ja gei wie schön jemanden zu lesen der auch mal scheisse sagt weil er es scheisse findet……letztens hatte ich so etwas auch….meine Tochter kommt mit mir von Berlin nach Pfaffenweiler also von Grossstadt aufs Dorf. Die Direktorin der Schule sagte auf einem ELterngespräch….ihre Tochter ist so schwer wenn sie Sport macht wackelt die Schule….ich fragte nur noch :haben sie nen Knall ? …..Da mobbt die dicke ,wirklich dicke Direktorin mein Kind…ja ich weiß um ihr Gewicht und ja wir kümmern uns …aber das sagte sie nicht nur mir sondern auch vor der Klasse und das ist scheiße …auch das sagte sie so und ja ich bin auch ordinär und assi…..so Ton der Direktorin auf meinem Verbalausfall…….und das nur weil ich gepierct und tätowiert bin……ich habs nicht fassen können.

    • Das ist ja unmöglich sowas zu sagen zu deiner Tochter. Die hätte ich sowas von rund gemacht, da hätte es nen Grund gegeben mich ordinär zu nennen. Unmöglich ist das, zumal wenn man selbst ne pummelfee ist. U blöde noch dazu.

  9. Ich lese dich sehr gern und bin mir ziemlich sicher, dass du nicht ordinär bist.
    Allerdings mag ich das Wort „Scheiße“ überhaupt nicht, und ich hasse es, es im Alltag dauernd zu hören. Angeblich gucke ich sogar meine inzwischen mehr oder weniger erwachsenen Kinder strafend/böse an, wenn sie es benutzen.
    Ich kann da echt nicht aus meiner Haut :-)

  10. Liebe Jette,
    Du sprichst mir aus der Seele ;-)

    Zunächst einmal zum Wort SCHEISSE…das ist hier bei uns ebenfalls kein verbotenes Wort und gerade, wenn unsere Kleine (6), die mit Leib und Seele Mädchen ist, aus tiefstem Herzen ruft „Ach mann, das ist jetzt echt scheiße!“ muss ich loslachen, weil es so gegensätzlich zu ihrem Wesen ist. :-)
    Ich bekomme regelmäßig gesagt, wie höflich meine Kinder sind und im Kita-Gespräch betonte der Erzieher immer, dass die Kleine Umgangsformen habe, die sie oft vermissen. Also irgendwie alles richtig gemacht oder?!
    Ich würde platzen, wenn ich vor meinen Kindern nicht mal fluchen dürfte. Nur wenn mir mal ein „Arsch“ rausrutscht – dann bekomme ich Schimpfe von der Kleinen ;-)

    Interessant und wirklich klasse finde ich, dass Du meine Einstellung zum Thema „Mund aufmachen“ teilst. So viele Eltern nehmen aus Bequemlichkeit alles hin, bloß nicht nach außen hin das Gesicht verlieren. Ich habe immer bislang zu denen gehört, die etwas sagen, wenn ihnen etwas stinkt. Andernfalls trage ich dies ewig mit mir herum und drohe zu platzen.
    Von der Klassenlehrerin der Großen (meine Ex-Französisch-Lehrerin) wurde uns beim Gespräch dreist ins Gesicht gelogen. Als ich mein Kind daraufhin verteidigte, wurden wir als Helikopter-Eltern bezeichnet, unser Kind habe eine zu starke Bindung zu uns….ja nee is klar. Wer uns und insbesondere mich kennt, weiß, dass ich wahrlich keine Heli-Mom bin ;-)

    Als unsere Kita streikte habe ich die Eltern angetrieben, dass wir, die nahezu geschlossen die Erzieher unterstützten in ihrer Meinung, zu Stadt gehen müssen, um Druck zu machen, dass Gespräche stattfinden und der Streik dadurch endet.

    Die weltbeste Reitlehrerin der Mädels soll nun gehen, damit eine einzige Lehrerin aus Geldgier und Arroganz allen Unterricht übernehmen kann – ist bequemer für den Verein. Sie war unendlich traurig, unsere Kinder umso mehr. Wer mobilisiert zum Gegenschlag? 3x darfst Du raten ;-)

    Ich fühle mich wohl dabei, denn ich kann mir hinterher nie vorwerfen, ich hätte nicht wenigstens versucht, etwas zu ändern. Denn damit könnte ich nicht gut leben. Zudem möchte ich, dass meine Kinder lernen, dass es sich lohnt, für etwas zu kämpfen. Das ist in der heutigen Zeit so unendlich wichtig.

    Die Welt braucht Freigeister.

    LG
    Chrissi

  11. haha zu geil! Scheisse ist für mich ein völlig normales Wort, wenn halt etwas sooo richtig kacke ist!
    Ich habe das letztens auch in der Kita gesagt, irgendeine Mutti meinte, mir den Mund mit Seife auswaschen zu müssen,
    den Spruch kannte ich noch garnicht:)
    Wenn mich einer beim Autofahren hören würde, auweia…..wenn die Kinder an Board sind muss ich mich arg zusammen reißen.
    Wie du oben schon geschrieben hast, Wörter wie Behindi, Spasti oder Schwuli möchte ich hier absolut nicht hören, da spreche ich mit den Kindern kurz
    die Bedeutung durch und dann hat sich das auch wieder ganz schnell erledigt.
    Es ist wahrscheinlich, wie bei allen Themen über Kinder, ein bisschen Entspannung täte vielen Muddis ganz gut!

    • Beim letzten Satz einfach das „über Kinder“ und „Muddis“weglassen.

      „Ich bin mehrere Jahrzehnte aus dem Kindergarten heraus und sehe nicht, warum ich wegen Ihnen dorthin zurück soll“
      ist ein Gedanke, den ich auch im Umgang mit Kollegen/Kunden regelmäßig habe.

      Worte bisserl lockerer aufnehmen würde den meisten Menschen helfen.

  12. Serafiba1504 Reply

    Also erstmal vorab meine Kinder dürfen auch scheisse sagen und haben glaube ich schon schlimmere WOrte als dieses gehört, alleine schon weil sie mit dem Papa Auto fahren. Ich bin ein Mensch der immer seine Meinung sagte bis vor kurzem. Ich habe mich gegen die Kita meiner Tochter gestellt weil dort so einiges schief lief, und war dort nachher eine der unbeliebtesten Mütter. Im Gespräch mit anderen Müttern kam deren Unmut auf aber öffentlich wollte keiner dazu stehen. Nun gut stand ich drüber wollte ja keine neuen Freundschaften.
    Dann kam meine Tochter in die Schule, das erste Jahr war super, eine liebevolle verständnisvolle Lehrerin, und dann kam die Lehrerin wieder dir in Elternzeit war. Total durchstrukturiert kalt fordernd. Sie sorgte dafür das die andere Lehrerin aus der Klasse musste damit sie ihre Klasse wieder für sich allein hatte. Muss sagen wir haben erste und zweite Klasse zusammen und einen hohen Integrationshintergrund in den Klassen. Jede Klasse hat zwei bis drei Lehrer nur unsere nicht. Meine Tochter wollte nicht mehr zur Schule bekam mal wieder Bauchweh und erbrechen . Ich musste ein Attest holen damit meine Tochter im Unterricht zur Toilette durfte, weil die Kinder sollen versuchen in dem Pausen zu gehen! Hallo? Geht’s noch??
    Na ja ich habe nicht vor dem Berg gehalten das ich diese Art und Weise scheisse finde.
    Ich hatte ein Gespräch mit der stellvertretenden Direktorin über die Missstände und die Probleme mit der Lehrerin. Alles war gut wir hatten Lösungsansätze und ich wollte mich zurücknehmen und der Situation eine Chance geben.
    Ein paar Wochen später bekam ich einen Anruf ich möge doch bitte zur Schule kommen sie möchten mit mir über meine Tochter sprechen. Ich so okay kein Problem, freute mich das man vielleicht noch ein paar Lösungsvorschläge bekam. Zum Glück hatte mein Mann an dem Tag frei und begleitete mich.
    Als wir bei der Direktorin ankamen saßen dort
    Die DiRektorin
    die stellvertretende Direktorin
    die Klassenpflegschaftsvorsitzende der Klasse und der gesamten Schule und
    die Sozialarbeiterin der Schule.
    Ich wusste gar nicht wie mir geschah. Ich als Mutter hatte eine Klassenkonferenz!!!
    Meine Tochter hatte nix gemacht.
    Zwei Mütter warfen mir vor das ich den Klassenfrieden störe. Die eine Mutter kannte ich sehr gut mit der anderen Mutter hatte ich in der ganzen Zeit einen Satz gesprochen.
    Mir wurden Dinge unterstellt die ich nie gemacht hatte oder gesagt hatte. Die Lehrerin um die es ging waren nicht dabei und auch nicht die zwei Mamas die sich beschwert hatten. Ich musste mich die ganze Zeit rechtfertigen es war echt die Hölle. Das schlimmste aber war das nicht einmal jemand was zu den Problemen sagte oder mal Vorschläge machte meinem Kind zu helfen.
    Das war der schlimmste Termin meines Lebens.
    MittlerWeile halte ich auch meine Klappe weil ich gemerkt habe es bringt nix! Die sitzen immer am längeren Hebel. Wütend bin ich aber immer noch weil so viele Lügen erzählt wurden. Und traurig auch.
    Und trotzdem versuche ich meinem Kindern beizubringen das sie ihren Mund aufmachen müssen. Nicht pampig oder patzig, sich aber nicht alles gefallen lassen.

    Mir hat diese Geschichte echt den Dämpfer verpasst und so richtig verarbeitet hab ich das ganze auch noch nicht.
    Dieses Gespräch wurde dem Schulamt gemeldet, dazu wäre die Schule verpflichtet. Als ich da angerufen habe und gefragt habe ob meine Tochter die Klasse wechseln dürfte hieß es na ja sie wüsste nicht, aber die Klassen wären sehr voll, sie könnte ja dann auf eine andere Schule gehen. Oh ja toll, mein Kind hat nix gemacht und wird bestraft. Mein Kind wollte auf keine andere Schule, ihre Freunde waren doch bei ihr auf der Schule.
    Bald kommt meine Tochter in die dritte Klasse und bekommt eine neue Lehrerin. Bis dahin hslte ich die Füße still und mische mich auch nirgends mehr ein. Und ja man bekommt Magenprobleme wenn man den Mund hält!

    • Ich bin echt sprachlos, dass solche Menschen auch noch damit durchkommen und es tut mir sehr leid. Leider ist es oft viel unbequemer, etwas zu sagen, als zu schweigen, weil es eben nicht immer gut geht, wie in deinem Fall. Uns bleibt nur zu hoffen, dass der Karmabus ne extra Runde dreht. Ich hoffe, in der neuen Klasse wird alles besser für euch. Liebe Grüße!

  13. Na, schon wieder ein Schubfach, in das ich passe. Ob ich „draußen“ das Wort „S/scheiße“ benutze, ich weiß es nicht. Dinge benennen tue ich. Das bringt mich oft in schlechte Positionen. Dabei will ich weder, das mein Wort Gesetz noch andere ihre Meinung nicht behalten dürfen. Nur meine Meinung sagen und sie stehen lassen, auch mal drüber diskutieren. Damit befinde ich mich immer am Abgrund. =>Vorne herum lächeln, nicken, freuen. Hinten rum lästern ist hoch im Kurs.<= Ja, bestimmt oft einfacher, nur ich mag keine Magengeschwüre und mir schon gar nicht die Lügenmärchen und Geschichten merken und nicht zu vergessen, wem ich was vorgelästert habe und wann… Vielleicht ein gutes Kopftraining, aber nicht mein Sport.
    Mangels Lebenspartner bekomme ich, gratis, noch ein "ist ja alleinerziehend, kein Wunder" mit auf den Weg.
    Ich freue mich über jeden Menschen, die ihre Meinung sagen. Und wenn es mal deftiger ist, na und? Immer besser, als eine Schlangengrube.

  14. Toller Artikel. Leider ist es immer öfter (oder immer noch viel zu oft) Gang und Gebe, dass die Leute die Klappe halten und lieber klein bei geben, nur damit ihnen später keiner ans Bein pinkeln kann.

    Ich denke derzeit auch allzu oft darüber nach, ob das was und wie ich es mache richtig ist. Ich bin Berliner, verdammt!, und als Berliner muss man fluchen. Ich glaube wir können gar nicht anders… meine Kinder dürfen auch fluchen und sie wissen auch ganz genau, dass man dieses odee jenes nicht zu anderen sagt. Die Mischung macht’s und wie man es selber vorlebt und anwendet. Habe vor einiger Zeit dazu selbst schon mal einen kurzen Artikel geschrieben, falls es interssiert.

  15. Lieber mal scheisse sagen, als scheisse tun. Ist bei uns der Erziehungsspruch der Wahl. Gefühle müssen sprachlich artikuliert werden können, besonders vom Kindern. Sonst fressen Sie es in sich hinein, man muss als Mensch lernen, Dampf über die Sprache abzulassen, gegenüber anderen darf es natürlich nicht verletzend werden.

  16. Ich arbeite immer wieder daran,meine Meinung auch wirklich mal zu sagen und mich nicht hinterher endlos über etwas aufzuregen. Meistens rege ich mich dann auch noch darüber auf,dass ich nichts gesagt habe.Schön doof! Es wird sich ja nichts ändern,wenn man nicht mal den Mund aufmacht.
    Ich werde schon besser und kann auch mal ein bisschen böse.
    Liebe Grüße

  17. Ich sage auch gerne meine Meinung. Bin daher auch schon der Buhmann. Blöd nur wenn man hinterher geächtet wird und die Kinder es zum Teil ausbaden müssen. Aber dann lieber Klappe halten? Ich bin da noch unschlüssig.
    Manche Probleme lösen sich von selbst, wir wechseln demnächst die Kita wegen Umzug.
    Aber trotzdem… am meisten nerven Menschen die aus Bequemlichkeit so tun als hätten sie nix gesehen.

  18. Meine Eltern, besonders meine Mutter, haben mir auf denn weg mitgegeben, dass man nicht nur hinschauen, sondern auch was tun soll. Da geht’s jetzt nicht nur darum, den Mund aufzumachen, sondern auch der Oma mit den schweren Tüten die Tür aufzuhalten. Nie vergesse ich, wie meine Mutter auf dem Spielplatz zu einem Kindermädchen gegangen ist, das das zu betreuende Kind angeplärrt hat, und sie zur Rede gestellt hat (das ist so lange her, dass ich nicht mehr genau weiß, worum es ging, ich glaube, es wurden Schläge angedroht!). Und das möchte ich auch meiner Tochter mit auf den Weg geben (die ist erst zarte 3 Monate alt) – hinschauen und agieren!

  19. Liebe Jette,

    ich kenne diese Story schon kurz durch Instagram und Kita ist bei uns auch ein leidiges Thema gewesen. Klar ist es scheiße und auch wenn ich versuche, dies vor den Kindern zu minimieren, kann man es bei einem Elternabend schon mal so auf den Punkt bringen. Ein Jahr lang beobachten und dann Bezugspersonen aus einer Gruppe rausreißen klingt nicht vernünftig aber ich habe auch bei uns vergeblich versucht, Schritte der Leitung zu verstehen.

    Da kann man nur weiter kämpfen und tatsächlich den Mund aufmachen, um für Kinder und Erzieher einzustehen. Ich drücke die Daumen

    Liebe Grüße

  20. Hey Jette, super Artikel, ja, ich bin auch eine ordinäre Mama (auch wenn ich mich selbst nicht so sehe). Scheisse ist bei uns kein reglementiertes Wort…..und ähnlich wie bei Euch, es wird kaum benutzt. Ansonsten ist bei uns auch mal „ die Kacke am dampfen“ oder „Scheissegal“. Die Kinder müssen schon soviel andere Regeln beachten, da kommt es uns nicht auf das Wort Scheisse drauf an. Und ganz ehrlich: in soch einer Situation nichts zu sagen finde ich viel mehr „daneben“.
    Beste Grüße
    Kati

  21. Toller Beitrag!! Ich bin auch immer überall die Meckertante… Soooo viele Leute sagen nie ihre Meinung. Ich könnte das nicht! Und jaaa, das ein oder andere scheiße oder fuck verlässt dabei auch meine Lippen. Doof ist aber auch nicht das gleiche wie scheiße und manchmal müssen die Sachen beim Namen genannt werden!! Vor meinem Sohn (2) versuche ich ‚solche‘ Worte nicht unbedingt zu benutzen, klappt aber kaum

  22. Ich werde zwar erst demnächst Mutter, aber ich habe mir vorgenommen meinem Kind zu erklären was diverse „böse“ Wörter bedeuten. Ich fluche gerne und häufig und genieße die Möglichkeiten, die die Sprache bietet. Mir wäre wichtig, dass mein Kind weiß was die Wörter bedeuten und es die dann angemessen verwenden kann. Manchmal muss man über jemanden sagen er oder sie ist ein A****loch, weil es eben so ist. Jemanden so face2face zu beschimpfen ist in der Regel heikel, das muss man wissen. Mein Kind soll keine wirklich bösen Wörter benutzen wie „Spast“, „Kanake“ oder „Schwuchtel“, DAS finde ich ganz und gar nicht in Ordnung, weil sie nicht auf eine Charakterschwäche deuten, sondern auf andere Eigenschaften, die völlig ok sind (nämlich Behinderung, „fremd aussehen“ und Homosexualität (der Vollständigkeit halber).
    Wenn mein Kind dann weiß, was was bedeutet und wann man das sagt, bin ich zufrieden. Ich werde mir ganz sicher kein „SCH*****!!“, „F****!!!“ oder „Well, shit!“ verkneifen können, WENN es angebracht ist (z.B. wenn man sich den kleinen Zeh stößt, die besagte Lieblingstasse zerdeppert oder man in einen (verdammten) Scheißhaufen tritt). So! Alles in allem gehöre ich dann wohl auch zu den ordinären Müttern, verdammte Kacke!

    • Ich sollte noch hinzufügen, dass mir Rücksichtnahme, bitte und danke genauso wichtig sind. Auch Möglichkeiten, um Gefühle wie Wertschätzung auszudrücken. Man ist ja nicht immer auf 180!

    • Ja da sagst du was wichtiges. Es gibt ja solche und solche Schimpfwörter und als meine Tochter nach Hause kam von der Schule, und fragte, ob es ok sei, Behindi als Schimpfwort zu sagen, weil das einer in der Klasse tat, habe ich ihr erklärt, das gar nicht geht, weil es ganz andere Eigenschaften anspricht. Habe dann aber auch gesagt, wenn du jemanden wirklich blöde findest, kannst du genau das sagen: Du bist doof, blöd, gemein, geh weg. Was auch immer. Und ja bei Hundehaufen hilft auch kein „Oje schiiiieeeete“

  23. Mamaeulenkind Reply

    Amen! Ich bin auch ordinär und Rede wie mir der Schnabel gewachsen ist. Vor allem wenn es emotional wird habe ich meine Zunge nicht mehr unter Kontrolle! Aber ich sage was ich denke und jeder weiß wo er bei mir dran ist! Ist das nicht wichtiger?

  24. „Scheiße… wie geil ist das denn?“…
    Der Satz fällt hier u. a. auch öfters mal… dann bin ich nun halt auch ordinär. Gut, meine Kids sind 17 und 13, aber sind trotz meiner … ordinären… Sprachausfälle ganz gut geraten (bestätigte mir nicht unlängst der Lehrer, dass mein K1 zu den wenigen gehöre, die noch Werte kenne. Wie zB „Bitte“, „Danke“… dem vollbepacktem Lehrer mal ne Tür aufzuhalten usw.) und ich hab mich auch schon mit dem (integrativen) Hort angelegt. Denen war die Betreuung meines (behinderten) K2 zu umständlich. Mit der Folge, dass ich nach ein paar … ordinären… Entgleisungen meinerseits zum Arbeiten aufhörte und mein Kind da raus nahm. Leider hatte ich hier im outback keine andere Möglichkeit der Betreuung. Daher halt nun so. Gibt schlechteres (scheiße, meine Autokorrektur kennt das Wort… sollte mir das jetzt zu denken geben?)
    Mach weiter so. Ich mag dich und dein … ordinäres… Verhalten sehr.

    • Hahahaha ja dein Handy hat sich daran schon gewöhnt hihi. Das ist ja unter aller Sau mit dem Hort. Tut mir sehr leid, aber ich hoffe, so ist die Entscheidung gut und ihr fühlt euch damit wohl. Boah gibt das blöde Menschen. So musste mal gesagt werden.

  25. Ich muss ehrlich zugeben: Dann bin ich auch ordinär. Ich sage auch Scheiße wenn mir ein Teller runterfällt, die Waschmaschine kaputt geht oder es Veränderungen gibt die ich nicht für gut befinde. Und auch meine Kinder dürfen Scheiße sagen um sich Luft zu machen. Es ist ein großer Unterschied ob ich die Situation scheiße finde oder eine Person als scheiße bezeichne.

    • Genau das habe ich zu der Mutter auch gesagt und sie zuckte körperlich zusammen, weil ich da ja noch mal scheiße sagen musste. Aber da hörte sie glaube ich auch nicht mehr wirklich zu.

  26. #teamfluchen Das sehe ich ähnlich, … lieber Dampf ablassen, als in sich reinfressen. Zu Kiga und Co kann ich nur sagen, dass ich lieber sofort Dinge offen anspreche, als zuzusehen, wie die Situation eskaliert. Auch, wenn es eben heißt aus seiner Komfortzone zu treten und die Erste zu sein. Was andere davon halten ist mir ehrlich auch wurscht.
    Liebe Grüße Steffi

  27. Ich Oderniäre oder junge Mama oder beides bekenne mich schuldig des rausfllutschwortes Scheiße, auch bei uns ist das ein Wort des Alltags. Zuhause wo ich mich pudelwohl fühle denke ich nicht den ganzen Tag nach was ich nun sagen darf oder nicht. Also flutscht es raus wenn mir wieder Mal der Kochlöffel mit Tomatensoße durch die Küche fliegt oder ich das zehnte Mal über meine eigenen Schuhe Stolper die ich gegen all meiner Predigten meinen Kindern gegenüber selbst nicht immer wegstelle auch bei uns also „nur“ ein Wort des unmuts. Aber nach meinem Empfinden am meisten verpönt von sämtlichen Helikopter Eltern die grundsätzlich immer alles perfekt machen. Am „besten erzogene Kinder haben“ dessen Kinde bei manchen Lehrern tun und lassen können was sie wollen da Mama samt Bonusprogramm täglich im Kontakt mit den Lehrern steht. Genau so fein wie die Eltern denen alles egal ist Hauptsache die Kinder sind betreut.

  28. Ich sage auch Schweiße ! Und ich wette eine menge anderer Leute auch, die trauen sich jetzt nur nicht, das zuzugeben. ;-)

  29. Hi Jette, super Artikel und ich gebe dir in allen punkten recht. Mir rutscht auch Scheisse raus wenn ich was Scheisse finde meine Kinder sagen es hin und wieder auch mal wenn ihnen was nicht passt. So ist das Leben so lange sie nicht nur schimpfend durch die Gegend laufen….
    Früher habe ich oft und viel meine Meinung gesagt und öfter auch Leuten ins Gesicht was ich von ihnen halte. Kam nicht immer gut an….mittlerweile überlege ich mir aber vorher genau ob ich meine Energie in die Sache oder Person investieren möchte. Oft bleibt blöd auch blöd kann man nix ändern. Aber wenn es um meine 3 Kids geht mache ich sehr wohl den Mund auf. Ich Finde es auch immer klasse wenn keiner was zur Diskussion beiträgt aber hinterher dann in Gruppen vor der Kita stehen und sich über alles und jeden aufregen. Werde ich nie verstehen…..

  30. Ha! Ich hab auch grad so eine Kita Sache… Unser Sohn soll ab Sommer plötzlich nicht in die Schule gehen können, weil seine vorschulerzierin der Meinung ist, er mlt nicht schön genug und ist zu verträumt und damit zu langsam…
    Ich vermute eher, es liegt daran, dass wir Eltern schon öfter mit besagter Erzieherin unters hiedlicher Meinung waren.
    Das mit dem Pöbeln ist hier uf dem Dorf leider eher schwierig und ich hab noch 2 weitere Kinder die diesen KiGa besuchen (sollen).
    Aber ich könnte echt IM STRAHL KOTZEN. SO!

    Liebste Grüße!

    • Es ist natürlich riesengroßer Mist, wenn man auf die Erzieherin angewiesen ist, wegen der Geschwister. Es spricht nicht für sie, sollte sie ihren Unmut über eure Diskussionen an eurem Kind auslassen und man kann dann nur hoffen, dass der Karmabus sie trifft. Mit der Leitung sprechen bringt da wenig oder die Geschwister in eine andere Gruppe geben? Liebe Grüße!

      • Lustig, ich muss da auch immer an den Karmabus denken, seit dem du das mal gesagt hattest…
        Also mit der Gruppenerzieherin bin ich sehr zufrieden! Und meine Kinder mögen sie sehr gern. Ich glaube, die ist auch nicht der gleichen Meinung wie ihre Kollegin. Ein Wechsel wäre sogar eher nachteilig. Es gibt auch nur zwei weitere Gruppen.
        Die Leitung antwortet nicht mal auf Briefe :)
        Die Erzieherin, die die Vorschule für alle Kinder macht ist die Springerin, die je nach dem in allen Gruppen arbeitet.
        Nun ja, zum Glück gibt es ja noch andere Instanzen die über die Einschulung eine Beurteilung abgeben und je nachdem. werden wir uns dann entscheiden.

        Ach so, zu meinen Kindern sage ich immer, wenn etwas wirklich Scheisse ist, dann darf man das auch sagen! Das muss alles raus.

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