Body-Positivity-Mamablog-Schwangerschaft

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Text schreiben soll. Einerseits geht es niemanden was an, andererseits quatscht ja heutzutage jeder ungefiltert seine Meinung ins Netz zu allen möglichen Themen und ein stückweit ist dieser Blog ja genau dafür auch da. Es geht um meinen Körper. Um den Körper nach einer Schwangerschaft: After Baby Body, wie es so schön heißt. Grausame Beschreibung. Ist es doch ein With Baby Body.

Sei stolz auf deinen Körper, du hast ein Kind geboren. Muss ich das?

Ein Körper verändert sich im Laufe des Lebens. Am Gravierendsten wohl nach einer Schwangerschaft. Nicht jeder Körper findet in seine ursprüngliche Form zurück. Für viele Frauen ist es okay, andere tun sich schwer, sich an die neue Hülle zu gewöhnen. Auch wenn wir alle wissen, dass uns unser Körper ganz allein gehört, sind wir nicht frei von äußeren Einflüssen, wie Werbeplakaten oder Prominenten, die stolz erklären, dass sie bereits 4 Wochen später wieder Traummaße besaßen, einfach so. Oder Bloggerinnen, die uns ihre Tricks und Produkte zeigen, wie man bloß schnell wieder schlank wird.

Und dann gibt es diese anderen Stimmen, die sagen: Liebe deinen Körper. Er hat Großartiges vollbracht. Sei stolz darauf. Auf Instagram werden dann stolz die Dehnungsstreifen präsentiert, wird body positivity gefeiert und fast gemahnt, man solle sich doch so annehmen, der Körper und die Schwangerschaft sind ein Wunder.

Nun ja, Beides trifft auf mich nicht zu. Ich sah noch nie aus wie ein Super Model, erst recht nicht nach den Schwangerschaften. Ich gehöre aber auch nicht zu denjenigen die sagen, ach was machen schon 10 Kilo mehr. Hallöchen Oberweite, die noch ein bisschen größer geworden ist. Dehnungsstreifen sind nur die Streifen eines Tigers, sie machen meinen Körper schöner. Jetzt könnte man sagen: Was hat sie denn? Sie hat ja drei gesunde Kinder! So ist das eben. Soll sie Sport machen. Oder nein, akzeptiere sie sich doch einfach so wie sie ist, denn hey, sie war dreimal schwanger. Sei ein Vorbild und sage laut in die Welt: Mich interessieren angebliche Traumkörper nicht, ich bin stolz und glücklich.

Am Ende zählt nur eins: Sich selbst schön finden. Egal wie der Weg dahin ist.

Am Ende des Tages ist es so, dass ich ganz allein in den Spiegel schauen muss. Ich muss  mich nicht granatenobermäßig heiß finden, aber ich möchte mich wohlfühlen. Ich möchte sagen, klar habe ich keine Modelmaße, aber hey, ich bin ganz passabel. Ich mag meine Beine, oder meinen Busen, oder meinen Bauch. Man sollte sich für sich selbst schön finden. Nicht für den Mann. Nicht für Instagram, nicht weil es mir die Magazine sagen. Und am Ende ist es egal, woher die Vorstellung kommt, wie ich selbst aussehen möchte. Vielleicht bin ich beeinflusst von Medien, von schönen Frauen. Aber ich weiß eben auch, wie ich vor den Schwangerschaften aussah. Ich weiß, dass ich nie eine XS tragen werde und das möchte ich auch nicht. Ich weiß aber auch, dass es mir nicht reicht, stolz auf meinen Körper zu sein, weil er so viel geleistet hat.

Mein Weg zu meinem Körper: Eine Schönheitsoperation

Im letzten Jahr tat ich etwas nur für meinen Körper: Ich ließ mir Fett absaugen und nahm vor einigen Wochen eine Brustverkleinerung vor. Und ich kaufe immer noch Kleidung in Größe 40/ 42. Und ich werde in diesem Leben nicht mehr in Größe 36 passen. Und das muss ich nicht. Ich tat es nur für mich. Und es half nichts, dass Ärzte mir sagten; Mensch auf Ihre Größe lassen sich die meisten Frauen ihre Oberweite vergrößern. Es half nichts, dass der Mann mich schön findet, dass mein Umfeld meinen Bauch oder meine Oberweite nicht als störend wahrnimmt. Es helfen übrigens auch keine Sprüche á la „Na bei mir könnte man ja eher was rein füllen, als was weg schneiden.“ Aha. Was soll genau ich damit anfangen? Was will man mir damit sagen? Auch geht es immer noch „schlimmer“. Ich weiß das. Aber es geht ja nicht um andere, sondern um meinen Körper. Darum, dass ich wieder vor dem Spiegel stehe und mich immer noch nicht perfekt finde, aber ich fühl mich wohl. Ich sehe in den Spiegel und stelle mich gerade hin, ziehe ein Kleid an und frage mich nicht, wie ich meinen Oberkörper wieder verstecken kann. Mich gruselt es nicht, beim Anblick der Fotos.

Nein ich muss meinen Körper nicht so akzeptieren wie er ist, bloß weil das propagiert wird. Weil ich mich nicht von irgendwelchen Schönheitsidealen leiten lassen soll und weil ich doch gefälligst stolz sein soll, oder weil andere viel größere Probleme haben. Ich lebe mit meinem Körper hoffentlich noch sehr lang und die Entscheidung für diese zwei Eingriffe fällte ich nicht leichtsinnig oder von heute auf morgen. Es sind OPs, verbunden mit Risiken. Man macht das nicht mal eben nebenbei. Aber ich weiß wofür ich das auf mich nehme: Für mein inneres Glück.

Warum ich euch das erzähle? Weil jeder glücklich sein darf, wie er und sie möchte. Weil man nicht stolz sein MUSS, nur weil man Kinder bekommen hat. Weil man nicht 4 Wochen nach der Geburt schlank aussehen MUSS, nur weil es andere einem vorleben. Niemand sollte eine gewisse Kleidergröße tragen MÜSSEN, um glücklich zu sein. Niemand MUSS perfekt aussehen. Und wer legt überhaupt fest, was perfekt heißt? Heidi etwa? Aber wohlfühlen und sich annehmen, das sollten wir versuchen. Auf uns acht geben und uns akzeptieren. Und wenn das nicht mehr aushaltbar ist, sollte niemand ein schlechtes Gewissen haben zu sagen: Nö ich gefalle mir trotzdem nicht, auch wenn mein schwangerer Körper ein Wunder ist. Dann sollte es die höchsteigene Entscheidung sein, etwas zu ändern, wenn man es möchte. Egal was andere sagen. Und irgendwer hat immer etwas zu sagen.

Was ich also am Ende dieses langen Textes eigentlich nur an euch weiter geben möchte: Ihr müsst nicht glücklich sein, nur weil das jemand sagt, dass wir uns gefälligst so lieben sollen wie wir nun aussehen. Ihr müsst in keine Kleidergröße passen, weil es Zeitschriften, Familie oder der Partner sagen. Aber was hilfreich wäre: Nehmt euch an so wie ihr ausseht. Und wenn das nicht geht, ändert etwas. Mit einer Diät, mit Sport oder mit einem Eingriff. Was auch immer es ist für euch. Und ich empfinde mich nicht als mutig, weil ich das anspreche, weil ich vielleicht ein Tabu breche. Nein, ich empfinde mich als glücklich. Und ich empfinde mich endlich wieder als attraktiv und wieder in meinem Körper zu Hause. Auch mit Dehnungsstreifen, einem zu flachen Hintern und Cellulite. Ist halt so. Und das ist für mich völlig okay und perfekter wird es auch nicht mehr.

Love yourself. Everyone else is taken.

Autor

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

33 Comments

  1. ich hab die tage den satz gehört: seinen körper nur zu lieben wenn er perfekt ist, ist wie wenn man seine kinder nur liebt, wenn sie artig sind. also totaler schwachsinn!
    wohlfühlen in der eigenen hülle sollte priorität nummer eins sein. egal wie sich das für einen auswirkt. und körper sind keine maschinen und brauchen einfach zeit und heilung. vor allem nach ner geburt. und danach hat jede frau das recht, sich wieder hinzubiegen wie sie das braucht. mit den möglichkeiten die man eben so hat. hau rein! ;-)

  2. Pingback: Der Körper nach der Schwangerschaft • Edition ELTERN

  3. Pingback: #freitagslieblinge - Lego, Ziegenkäse, Glasnuggets und Musik (23|03|18) | Kind | Küche | Chaos

  4. Ganz toller Text, ich verstehe dich sehr gut. Und wenn das Stillen mit dem dritten Baby vorbei ist, mache ich mir über die Brüste auch mal ernsthaft Gedanken..

  5. Ach, und auch von mir danke für Deinen ehrlichen Text, liebe Jette – ich freue mich für Dich! Dein Blog ist einfach so wohltuend und immer eine Freude zu lesen. Einer, bei dem ich alles nachvollziehen kann und mich belehrt und klein fühle, und bei dem es so schön locker ist, aber auch das Ernste beschreibst Du so sensibel und wahr.
    Vielen Dank dafür, bitte mach‘ weiter so!

  6. Liebe Jette,

    ich freue mich sehr für Dich, dass Du Dich wieder wohler fühlst und somit auch wieder glücklicher bist!
    Toll, dass Du betonst, dass der Weg dahin ganz unterschiedlich sein kann und jeder Weg okay ist. Damit machst Du vielen Mut, denke ich.
    Ich habe noch kein Kind, habe aber trotzdem schon darüber nachgedacht und mit meinem Partner darüber gesprochen, dass für mich ein Eingriff im Zweifel auch in Frage käme.
    Danke Dir!

  7. Liebe Jette, vielen Dank für deine Worte.
    Aktuell nach der zweiten Schwangerschaft und in der zweiten Stillzeit denke ich jeden Tag über eine Brustverkleinerung nach.
    Und ich frage mich: Wäre es okay, das tatsächlich zu machen? Darf ich das – wo ich doch zwei Töchter habe? Welches Vorbild in Selbstliebe und Body Positivity bin ich dann für sie? Muss ich mich nicht annehmen (lernen) und stolz sein auf die großartigen Leistungen meines Körpers?
    Dein Text trifft also einen Nerv.
    Mich würde sehr interessieren mehr über die OPs zu erfahren. Vielleicht hast du ja irgendwann Lust darüber noch etwas zu berichten.

    Jetzt stille ich erstmal weiter ;-) und überlege mir noch ein paar Monate lang, ob ich das wirklich machen lassen will.
    Alles Liebe
    Katharina

    • Ich finde ja, man kann seinen Kindern das ja auch erklären warum man was machen lässt. Thema Gesundheit. U ich kann ja nicht selbst unglücklich sein, nur um meinen Kindern vorzugaukeln, dass man sich doch so lieben solle wie man eben aussieht. Das halte ich für mich für falsch.
      Zu den OPs werde ich nichts weiter schreiben. Das ist einfach auch zu persönlich. Ich wüsste auch nicht, was ich schreiben soll. Jeder Arzt in jeder Klinik macht das anders. Da hilft es auf jeden Fall, Beratungsgespräche zu machen. Dann bekommt man ein Gefühl, was auf einen zukommt und ob man das wirklich will. Liebe Grüße!

  8. Liebe Jette,
    der Artikel kommt genau zur richtigen Zeit,was sag ich,zum richtigen Tag!!!Ich war heute mit meinem After-Baby-Body shoppen!Das war nicht schön und ich war ganz und gar nicht stolz auf diesen Körper.
    Kürzlich habe ich mit Sport angefangen und versuche meinen Körper wieder in die Form zu bringen,mit der ich mich wohlfühle.
    Danke dir für den schönen Artikel!😊

  9. Liebe Jette,

    Super Text und Danke dafür!

    Ich kämpfe mit meinem Bauch, der nach der dritten Schwangerschaft und Kaiserschnitt einfach nicht mehr schön aussieht… da ist so ein hässlicher Wulst.
    Ich bin zwar schlank und werde immer darauf angesprochen, ich soll doch glücklich sein, so schlank zu sein nach drei Schwangerschaften. Und mich nicht über einen unschönen Wulstbauch bescheren.

    Mit Sport lässt sich leider nichts machen bei mir. Eine Narbenkorrektur müsste ich machen lassen… mal sehen, ob ich mich irgendwann dazu traue. Hab Angst, dass es nachher noch übler wird.

    Ich freue mich mit dir und für dich, dass du die OPs hast machen lassen! Wenn einen was stört, muss man es ändern.

    Liebe Grüsse, Mintze

    • Geh doch zu verschiedenen Praxen und lass dir auch mal Fotos zeigen. Dann bekommt man auch ein Gefühl dafür, wie das Ergebnis aussehen könnte. U diese Sprüche nerven. Was soll sowas.

  10. Liebe Jette, vielen dank für diesen Text… Ich überlege schon seit langem einen Eingriff machen zu lassen da nach meiner Schwangerschaft meine Brüste einfach extrem unterschiedlich groß sind… Ich höre auch immer wieder … „Na und du hast ein Kind geboren, sei stolz auf deinen Körper“ usw. aber hat schon mal jemand daran gedacht dass ich mich einfach nicht mehr im Bikini oder einem engen Top anschauen kann… Ich muss nicht stolz darauf sein und vielleicht werde ich jetzt wirklich mal zu solch einem Beratungsgespräch gehen… ❤❤❤

    • Ein Beratungsgespräch hilft auf jeden Fall. Dann weiß man was auf einen zukäme und ob man das wirklich will. Man hat ein Gefühl für den Arzt und kann zur Not auch noch zu einer anderen Klinik.

  11. Ach wie ich mich für dich freue. 🤩 Als wäre es mir selbst wiederfahren. Toll, dass du dazu ein paar (meiner Meinung nach sehr passende) Worte sagst.

    Danke für den tollen Text 🙏🏼

  12. Ich lese viel und kommentiere nie, aber jetzt möchte ich.
    Du hast so recht, aber aus einer ganz anderen Perspektive, als ich sie sonst lese. Das finde ich spannend.
    Ich lese (aus naheliegenden persönlichen Gründen ;) ) viele Plus Size Blogs, aber finde Body Positivity schwierig, weil es für mich so viel NICHT heißt. Es heißt nicht, dass mich andere mich heiß finden müssen. Es heißt nicht, dass ich mich heiß finden muss. Es heißt noch viel viel weniger, dass ich irgendeinen „ungesunden“ Lifestyle (was auch immer das genau ist) promoten will. Für mich heißt es, ich darf mich hübsch und vorteilhaft und farbig und spannend anziehen, und ich darf mich okay finden, und die anderen Leute sollen, wenn sie mein Aussehen nicht okay finden, wenigstens die Klappe halten. Ich muss nicht mega attraktiv sein oder dafür gehalten werden oder mich selbst dafür halten – ich kann auch so als Mensch ganz in Ordnung sein.
    Und auch, wenn ich dich immer sehr hübsch fand und persönlich der Meinung bin, dass du die OPs nicht gebraucht hast, schrei ich trotzdem ganz laut YEAH! Es macht dich glücklich, zieh’s durch. Die Meinung anderer Leute? Die ist noch nicht mal konsistent. Die einen sagen so, die anderen sagen so. Meine Meinung ist noch viel weniger ausschlaggebend, weil ich dich nicht kenne. Es wäre schön, wenn du dich selbst für so cool halten würdest wie ich dich (innerlich und äußerlich ;)), aber du MUSST nicht. Ich tu’s dann einfach mal trotzdem :)

  13. Hallo Jette,

    Ein ganz toller und ehrlicher Bericht! Es ist toll wie authentisch du mit jeglichen Themen umgehst. Ich sehe das ganz genauso wie du!
    LIEBE 💗 LIEBE 💗LIEBE 💗

  14. Liebe Jette,
    einen tollen Text hast du da geschrieben und ja, genau darum geht es doch, dass man sich selbst (wieder?) gerne mag und nicht jeden Tag im Spiegel verzweifeln muss, woran auch immer.

  15. Was für ein herrlicher, ehrlicher Text!
    Ich kann mir gut vorstellen, dass du länger überlegt hast, ob du ihn überhaupt schreiben sollst und ich freue mich sehr, dass du dich dafür entschieden hast. Sehr starke und sehr wahre Worte …

  16. Hallo liebe Jette,

    Ich freue mich, dass du einen Weg gefunden hast, dich in deinem Körper wohl zu fühlen, denn das ist das Wichtigste und wohl auch das Einzige was am Ende zählt.
    Ich möchte aber trotzdem daran erinnern, dass Selbstliebe etwas ist, dass man wieder erlernen kann. So wie man seine Kinder bedingungslos liebt und auch schön findet, so kann man das auch für sich fühlen. Das fällt aber kaum einem Erwachsenem leicht. Es lohnt aber sich damit auseinandersetzen und diese Baustelle der Selbstliebe und des sich Annehmens anzugehen.
    Mir selbst gelingt dies mittlerweile, trotz ebenfalls 3 Schwangerschaften, ganz gut. Vor allem möchte ich meinen beiden Töchtern ( 14, 10) ein authentisches Vorbild sein. Kein Körper ist perfekt, auch nach einer Op nicht, aber es ist meiner und Ok so.
    Alles Gute für Dich, Nadine

  17. Vielen Dank für diese Gedanken!
    Bei mir isses nun mal so, dass es nur eine gewissen Hilfe ist Bauchübungen zu machen. Ich entmopzifiziere mich nach Schwangerschaft vor zwei Jahren langsam, stetig gesund und glücklich – aber der Bauch hängt da unschön und wird es immer tun. Und wenn der Kinderwunsch vorbei und das Gewicht gehalten wird, dann mach ich da auch was. Denn ja, ich bin stolz auf meinen Körper und ja, alle lieben mich so wie ich bin – inklusive mir – aber das heißt noch lange nicht, dass ich diese hässliche Schürze vor mir hin tragen muss. So!

  18. Du hast nur den einen Körper und es ist allein deiner. Du entscheidest. Du sollst Dich wohl fühlen. Niemand hat das Recht für Dich zu urteilen oder Dinge mit seiner Wahrnehmung als richtig hinzustellen.
    Meine Frisuerin hat über 5 Jahre über 30 Kilo abgenommen und sich jetzt noch am Bauch absaugen und straffen lassen. Endlich hat sie die Proportionen mit denen sie sich als Frau glücklich fühlt. Sie ist nicht schlank, aber das muss sie ja auch nicht sein. Sie hat einen sehr großen Busen und nun endlich (ihre Worte) eine Taille. Sieht super aus, mega Sanduhr. :)
    Sie sagt das war die beste Entscheidung. Sie achtet auf ihre Ernährung und macht etwas Sport.

    Liebe Grüße

  19. Schöner Text, der genau trifft. Jede/r muss sich im eigenen Körper wohl fühlen. Ich trage besagte XS, auch nach zwei Schwangerschaften noch und habe und hatte schon immer Probleme passende Klamotten zu finden. Businessmode? Erst ab Größe 36. Still-BHS? Erst ab 75B. Mode bei Tchibo etc? Erst ab 36/38. maaaaan! Das nervt so. Und am allermeisten, dass man mit DIESEM Problem so überhaupt nicht ernst genommen wird und nur ein mildes Lächeln erntet.
    Du machst das super. Keiner MUSS sich lieben, so wie man ist. Gut wäre es trotzdem :-)

    • Hallo Kathi,

      ja, das mit Tchibo – und einigen anderen Marken – kenne ich auch. Aber bei Businessmode habe ich immer ganz gute Sachen in Gr. 34 gefunden. Kennst Du die Sachen von Hugo Boss (also der Marke Hugo)? Bei denen fällt Gr. 34 wirklich klein aus, und es gibt sogar 32 (für mich zu klein). Auch bei Cyrillus gibt es schöne businesstaugliche Sachen in Gr. 32 und 34. Vielleicht ist das ja was für Dich. Viele Grüße, Katrin

  20. Danke für diesen ehrlichen Bericht. Ich kann deine Gedanken absolut nachvollziehen. Respekt vor deinem Mut für zwei OPs. Ich bin aktuell schwanger und komme nur in dieser Zeit mal über ein A-Körbchen hinaus. Klar unschwanger bin ich sehr schlank und werde häufig positiv darauf angesprochen., aber persönlich hätte ich gern ein paar Kilo mehr, die sich gern am Busen ablagern dürfen 😉. Am Ende zählt nur, dass sich Jeder selbst wohlfühlt.

    • Hallo Stefanie,

      haha, danke für Deine ehrlichen Worte! Bei mir genauso;-). Und ich liebe es nicht, wie es ist, aber kann damit leben.

      • P.S.: Aber in der Stillzeit, da sah ich natürlich ganz anders aus, da erlebt man dann so richtig eine Überraschung;-). Wobei mir das dann schon wieder zu viel war, weil ich es ja nicht gewohnt war. Als ich dann nicht mehr stillte, war dann trotzdem der Schock erstmal groß und es hat (nach dem 2. Kind) tatsächlich fast ein Jahr gedauert, bis sich alles wieder normalisiert hat obendrum. Ich dachte schon, es würde so bleiben, was keine schöne Aussicht war…

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