So sieht´s aus, zack rutsche ich mit dem Bauch ins 3. Trimester und dachte, es sei mal wieder an der Zeit für ein etwas ausführlicheres Update, auch wenn ich immer denke, gibt nüscht zu berichten. Das Kerlchen wächst wie es soll und die Schwestern, vor allem die Jüngste, sind schon in vorfreudiger Erwartung und drücken munter auf dem Bauch rum, ob sie denn mal was fühlen. Das passiert leider eher selten, da diese blöde Vorderwandplazenta Bewegung von außen nach wie vor sehr wenig sichtbar macht und er daher eher am Rand zu spüren ist.

Schwangerschaftsbeschwerden

Gibt nichts zu vermelden. Ich habe den Zuckertest machen lassen und muss nun zur Beratung. Frage mich immer noch, ob es die richtige Entscheidung war, aber immerhin ist der Kompromiss, dass ich nicht direkt zur Beratung ins Krankenhaus gehe. Beim zweiten Kind habe ich das gemacht und wurde mit Vorwürfen überschüttet. Als könne ich was dafür. Ständig wurde Panik verbreitet, das Kind könne zu dick sein, ob ich das verantworten will usw. Ich fand es wirklich furchtbar. Dabei hielt ich mich weitestgehend an den Diätplan, alle Werte waren top und unsere Zweite ist kerngesund.

Sieht man aber auch, dass das Gewicht oder die Ernährung nichts mit einer drohenden Schwangerschaftsdiabetes zu tun haben. Ich wiege grade mal 5 Kilo mehr bisher und habe vor allem Hunger auf Gesundes wie Salat, Joghurt mit Müsli und Obst… Naja nun ist es wie es ist, ich gehe zur Beratung und dann schauen wir mal, dass wir diese Werte in den Griff bekommen. Sonst wird das nichts mit der ambulanten Geburt. Mit einer Schwangerschaftsdiabetes muss man 12h im Krankenhaus bleiben und eigentlich will ich das überhaupt gar nicht.

Ansonsten ist alles fein. Wobei wenn wir viel laufen, ich im Haus hoch und runter renne, bekomme ich Rückenschmerzen, bin schnell außer Atem und frage mich dann oft, wie ich das noch 3 Monate schaffen soll, denn es wird ja eher schlimmer. Gefühlt habe ich keine Kondition und bin recht schnell platt. Wenn ich dann wenigstens schlafen könnte. Aber nein, ich bin früh wach und nachts habe ich seltsame Träume. Ganz toll.

Und sonst so?

Supermom_Mamablog_schwangerschaftEs gibt nicht viel zu tun. Über die Erstausstattung schrieb ich ja gerade erst. Wir haben manches noch von den Mädels, manches bekommen wir geschenkt oder kaufen uns. Alles sehr überschaubar und daher gibt es hier nicht wirklich etwas zu tun. Wir werkeln weiter am Haus, so dass im Sommer die Große ihr eigenes Zimmer bekommt und die beiden Jüngsten zusammen schlafen. So die Theorie. In der Praxis will die Große gar nicht allein schlafen, sondern nur tagsüber ihre Ruhe und die Jüngste hält wenig davon, nicht mehr mit ihrem Papa kuscheln zu können die ganze Nacht. Also schauen wir mal, wie es sich am Ende entwickelt und ob wir wieder wie die Ölsardinen gemeinsam im Bett liegen. Ich ahne es.

In den April rutscht auch der Geburtstermin der Schwangerschaft, die keine werden wollte. Einigen Frauen, denen ich auf Instagram folge, halten nun ihre Babys im Arm und es ist schon sehr seltsam, sogar ein wenig schmerzhaft. Die neue Schwangerschaft ist kein Ersatz für die Verlorene und doch tröstet sie auch ein wenig darüber hinweg. Das Umfeld hat selten ein Ohr oder zeigt Interesse und vielleicht ist es einfach auch nur ein Thema für mich ganz allein, was andere nicht verstehen oder von Interesse wäre.

Der Mai steht schon vor der Tür. Ich freue mich auf ein Wochenende nur mit dem Mann auf Rügen, die Große fährt zur Klassenfahrt und am Ende des Monats ist es dank Resturlaub schon Zeit, den Mutterschutz anzutreten. Verrückt verrückt. Zwischen all dem Alltag, den Kurzurlauben und anderen Terminen, versuche ich, immer wieder inne zu halten, amüsiere mich, wenn Leute fragen, ob es mein erstes Kind sei und dann etwas geschockt „Das VIERTE?!“ antworten und streichle den Bauch. Ich frage mich, wie er wohl aussieht, platze manchmal vor Neugier und wünschte, es wäre schon geschafft und manchmal genieße ich es, noch ein wenig „nur“ Mädchen-Mama zu sein.

Ihr seht, es ist hier nicht wirklich aufregend. Vielleicht ist einfach auch nicht viel Zeit bei drei Kindern, zwei Jobs und dem Alltag. Das ist auch okay so. Die Zeit verfliegt so dahin, wir genießen den Frühling, die Zeit mit den Mädels und freuen uns auf alles was bald passieren wird. Und so hoffe ich, dass die letzten drei Monate auch noch halbwegs beschwerdefrei vorbei gehen und wir einen gesunden kleinen Kerl in den Armen halten.

 

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Autor

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter und einen Sohn. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

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