Ich habe euch gefragt, was ihr über uns und unser Familienleben wissen wollt und heute möchte ich mir die Zeit nehmen, ein paar eurer Fragen zu beantworten, denn nicht alles ist für einen eigenen Blogbeitrag geeignet, aber ich möchte euch die Antwort nicht schuldig bleiben. Also legen wir los:

Haben eure Kinder Hobbys?

Bis vor Kurzem waren die beiden Größeren in einem Sportkurs, der ist jetzt aber vorbei. Die Große geht freiwillig zum Lebenskunde Unterricht und nimmt an einer Englisch AG teil. Das wir von der Schule angeboten und ich muss nirgends hinfahren. Ich versuche ja Kurse zu finden, wo Beide hingehen können. Nun wollen sie tanzen. Leider sind die Kurse meist so nach Alter aufgeteilt, dass sie keinen Kurs zusammen belegen könnten und ich will diese Rumfahrerei zu Terminen der Kinder (noch) vermeiden.

Ihr wirkt so entspannt. Auch in der Vorweihnachtszeit. Feiert ihr nicht in großer Familie?

Ein Geheimnis, warum ich manchmal entspannt bin ist, dass ich Stress vermeide. Eben auch mehrere Kurse, Hobbys der Kinder, die ich ansteuern muss unter der Woche. Die Mädels sind eh recht ko nach Schule und Kita, so dass es im Moment auf einen Kurs hinaus läuft, den beide besuchen können. Da werde ich schon noch was Schönes finden, wo sie tanzen können.

Ansonsten schrieb ich ja schon scherzhaft drüber. HIER nachzulesen. Und die Weihnachtszeit ist bei uns wirklich nie stressig. Das liegt daran, dass ich Geschenke rechtzeitig besorge, nur eine große Ladung Plätzchen backe und wir viele Märchenfilme schauen. Wir sind zwar dieses Jahr jedes Adventswochenende unterwegs, aber es sind schöne Termine. Alles darüber hinaus wird gestrichen.

Da ich Einzelkind bin und meine Eltern in der Nähe wohnen, sehen wir uns an Weihnachten. Wir werden am 24. mit meinen Eltern unterm Baum sitzen, viel essen und Geschenke auspacken. Am 1. Feiertag zaubert meine Mama ein Gänseessen auf den Tisch. So hält sich der Stress wirklich in Grenzen. Der Mann hat einen Bruder. Meist fahren wir in der Adventszeit zu ihm. Da die Schwiegermama mit im Haus wohnt, müssen wir nicht groß umher fahren. An Weihnachten mit 3 Kindern nehmen wir die knapp 4-stündige Fahrt von Tür zu Tür nicht mehr auf uns. Wir wollen an den Feiertagen einfach nicht im vollen Zug sitzen. Die Schwiegereltern haben auch schon mit uns in Berlin Weihnachten gefeiert. Das war auch ganz wunderbar.

Wie macht ihr das mit der Zweisamkeit bei drei Kindern?

Ehrliche Antwort: Keine Ahnung. Manchmal ist der Wurm drin und irgend ein Kind, meist die Kleinste, ist so lange wach, bis ich ins Bett gehe. Dann beschränkt sich die Zweisamkeit auf einen Gute Nacht Kuss. Ganz oft sind wir abends einfach müde. Wenn die Kinder vor 9e Ruhe geben, schauen wir einen Film. Wir sind große Krimi Fans und rätseln munter mit. Oder wir spielen das Tatort Spiel. Tatsächlich sind das momentan unsere Momente. Wenn Schwiegermama da ist, springt sie auch als Babysitterin ein und wir gehen zu zweit essen. Ganz oft, vor allem im Sommer, laden wir unsere Freunde ein und sitzen zusammen auf der Terrasse. Das ist auch eine Art Zweisamkeit. Auch wenn wir Familienausflüge machen, findet sich immer ein kurzer Moment, den anderen mal zu umarmen. Es ist also eine Art Familien-Zweisamkeit im Alltag. Passt für uns.

Hast du gestillt. Wenn ja wie lange und wer hat die Stillbeziehung beendet?

Ja, ich habe gestillt. Alle drei Kinder. Die Erste 6 Monate. Sie hat sich tatsächlich von selbst abgestillt. Sie hat Beikost bekommen und verlangte immer weniger nach mir. Die Zweite konnte ich nur knapp 3 Monate stillen. Dann lag ich zu lange mit zu starken Medikamenten im Krankenhaus. Und Nummer 3 habe ich tatsächlich 9 Monate gestillt. Auch hier begann schon die Beikostzeit, ich hatte zudem einen OP-Termin und hätte eine Weile aussetzen müssen und so schlich sich das langsam aus.

Alle drei haben aber auch von Anfang an mal die Flasche bekommen. Damit der Mann auch was zu tun hat. Damit ich mal zum Friseur kann oder morgens länger schlafen. Alle drei haben die Flasche genommen und es ist für mich genauso ein ruhiger und schöner Moment wenn ich eingekuschelt auf dem Sofa meinem Kind die Flasche gebe, oder ob ich stille. Für uns war es so perfekt. Ich war nie die größte Still-Freundin und immer auch froh, wenn ich unterwegs mal eine Flasche dabei hatte.

Thema Schnuller: Wann weißt du, ob das Baby Hunger hat oder ein Saugbedürfnis?

Ich würde sagen: Trial and error. Wie so vieles in der Elternschaft. Meine Kinder haben alle drei einen Schnuller gehabt, die Kleinste hat ihn noch und benutzt ihn vor allem zum Einschlafen. Wenn das Baby satt aber leicht unruhig war, half der Schnuller immer super, um den Stress abzubauen und in den Schlaf zu finden. Ich weiß, Schnuller sind böse, aber ich finde sie sehr hilfreich und meine Kinder haben alle ein ordentliches Gebiss. Ein Schnuller beruhigt. Heißt ja nicht, dass ich sie nicht tröste oder ihnen keine Nähe gebe. Es ist eine zusätzliche Beruhigung und hilft auch nachts, weiter zu schlafen. Ich würde daher einfach probieren. Ich finde man merkt irgendwann, ob das Baby Hunger hat oder nur saugen mag. Meine haben jedenfalls immer sehr laut den Schnuller ausgespuckt und angefangen zu schimpfen. Da war klar, was gewünscht ist.

Wie sah euer Leben vor den Kindern aus?

Hach ja, schnapsreich und voller Musik würde ich sagen. Ich war angestellt im PR-Bereich, der Mann als wir uns kennen lernten, selbstständig. Ebenfalls im PR-Bereich. Am Wochenende hat er aufgelegt und ich war viel feiern. Wir hatten nicht viel Geld, aber eine schöne Zeit. Wir sind schnell zusammen gezogen und haben Berlin unsicher gemacht. Alle Bars ausgetestet, im Sommer lange draußen gewesen. Na was man so macht ohne Kinder. Um die Welt jetten konnten wir nicht, aber wir haben viele schöne Ausflüge an die Müritz oder Ostsee unternommen.

Wie geht ihr mit dem Thema Behinderung um? Kennt ihr jemanden der behindert ist und wie erklärst du das deinen Kindern?

Wir kennen niemanden im Umfeld, der eine Behinderung hat. Meine Kinder haben im Sommer an der Ostsee eine Frau gesehen, die Prothesen an den Händen trug. Ich half ihr, weil sie ihr Fischbrötchen nicht tragen konnte. Die Kinder waren zuerst erschrocken, weil sie ihre Finger so drehen konnte und man eben sah, dass sie nicht echt sind. Beide fragten mich, was mit ihren Händen sei und ich sagte, dass ich es nicht weiß und wenn sie es wissen wollen, sollen sie sie einfach fragen. Und das hat meine Mittlere gemacht. Die Frau hat gelächelt und ihnen erklärt, dass sie keine Hände hat und diese Prothesen ihr im Alltag helfen. Damit war das Thema durch.

Ich mutmaße nicht rum, wenn wir einen Menschen mit einer Behinderung sehen. Ich erkläre ihnen, dass manche Kinder so auf die Welt kommen, andere hatten vielleicht einen Unfall, aber das ich es nicht weiß und dass es okay ist, die Person zu fragen. Damit habe ich bisher positive Erfahrungen gemacht, denn wie wir alle wissen, reden Kinder nicht gerade leise und ich will nichts Blödes sagen, wenn eh alle zuhören und ich möchte auch nicht über eine fremde Person reden, die schon hellhörig ist. Wenn ich sage, geht fragen, hört das die jeweilige Person meist und signalisiert auch, ob das okay ist. Ich weiß nicht, ob es der perfekte Weg ist, aber es lief immer ganz gut so bisher.

Ich höre an dieser Stelle mal auf, es wird doch etwas lang. Wenn ihr noch Fragen habt, dann immer her damit. Zur Kita Eingewöhnung schreibe ich noch einen eigenen Post, aber ich glaube, ansonsten habe ich alles beantwortet, was mir zugetragen wurde.

Autor

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

4 Comments

  1. „Schnapsreich und voller Musik“ 😂
    Toller Artikel! So schön sachlich und bewusst subjektiv formuliert. Kein „man muss das so machen“, „so und so ist das falsch“, etc sondern nur „das ist UNSER weg, so kommen wir gut zurecht.“ Danke dafür! 😊

    • Na sehr gerne. U dafür soll ja mein Blog eigentlich da sein. Das man mal sieht wie wir es machen aber es eben für uns passt u für andere vllt ne Inspiration ist. Oder eben auch nicht.

  2. Hey Jette,

    danke für den Post! Besonders wegen dem Stillen.. Unser Kurzer ist sieben Monate alt und ich werde seit dem sechsten Monat konsequent von der Schwiegermutter gefragt, wie lange ich denn noch bitte stillen will. Ich bin da eigentlich sehr standhaft, aber ich freue mich immer von anderen zu lesen, die ebenfalls über den sechsten Monat hinaus gestillt haben.

    Liebe Grüße

    • Ach das musst du einfach gekonnt ignorieren. Schließlich wohnt sie ja nicht mit euch zusammen u hängt an deiner Brust 😉

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