Wo die Zeit gefühlt zwischenzeitlich recht langsam verging, scheint sie momentan zu rasen. Laut errechnetem Termin beginnt heut der Mutterschutz. Laut Größe und Entwicklung des Babys sind es zwei Tage eher, aber naja, das Superbaby wird das herzlich wenig interessieren.

Momentan schwanke ich zwischen „Ich will dich endlich kennen lernen!“ und „Bereit für die Geburt bin ich überhaupt nicht.“ Das Thema Geburt verdränge ich zwar nicht, aber wenn ich an die Vergangenen denke (Und lese und höre wie anders/länger/komplizierter die Dritten sein sollen), dann bin ich gern noch eine Weile schwanger. Dabei muss ich mir eingestehen, dass ich einfach nicht mehr die Schnellste und Fitteste bin. Ich bitte den Mann oder die Kinder mir Sachen aufzuheben, überlege x-mal ob ich wirklich eine Etage höher muss im Haus und auch meinen sonst eher schnelleren Gang musste ich drosseln. Langes Stehen oder Sitzen verursacht Rückenschmerzen, ich roll-plumpse eher aus dem Bett, als dass ich fröhlich raus hüpfe. Überhaupt ist der Bauch nun sehr präsent und so richtig gefällt mir das nicht. Jetzt ist es mir fast zu viel, so richtig schwanger auszusehen.

Ich habe noch nicht ganz die 10 Kilo Marke geknackt und somit weniger zugenommen, als in den anderen Schwangerschaften. Langsam sehe ich es aber im Gesicht. Auch gesellten sich tatsächlich einige Pigmentflecken zu meinen Sommersprossen. Na schönen Dank auch. Aus den vorherigen Schwangerschaften weiß ich aber, dass sie wieder weg gehen. Irgendwann. Ansonsten geht es mir wirklich gut. Manchmal sind die Beine schwer und der Rücken schmerzt, was ja angesichts des nahenden Endes der Schwangerschaft nicht verwunderlich ist. Das Herzstolpern hat zum Glück merklich nachgelassen, auch vom Sodbrennen bleibe ich weiterhin verschont. Ich habe keinerlei besondere Gelüste und empfinde mich auch sonst als recht „normal schwanger“. Ich würde sogar sagen, dass ist die entspannteste Schwangerschaft bisher von den Nebenwirkungen. Wobei Herzstolpern tatsächlich zu den blödesten Begleiterscheinungen von allem bisher Erlebten gehört.

Die Gefühle spielen manchmal verrückt, ich bin weinerlich, miesmuschelig, schnell überfodert oder neige zu kleinen Panikanfällen (Wir müssen bekloppt sein bald drei kleine Kinder bespaßen zu wollen. Die Geburt endet nach 20 Stunden Wehen sicher in einem Notkaiserschnitt, ging ja zweimal schnell, dieses Mal wird sicher alles schief gehen. Das Baby wird bestimmt ganz doll anstrengend und brüllt 3 Monate durch. Mein Körper ist endgültig futsch und die mühsam antrainerten Muskeln und die abgekämpften Pfunde bleiben hartnäckig kleben – und das im Sommer, meiner Lieblingsjahreszeit… So in etwa spricht die innere Stimme)

Das Baby indessen hat munter Schluckauf, schiebt mit Vorliebe ihren Po gegen meine Rippen und reagiert entzückt auf Eis- und Schokizufuhr meinerseits. Drückt sie zu sehr gegen den Bauch müssen der Mann oder meine Mama nur kurz die Hand auflegen und schwupp, weg ist sie. Sehr angenehm. Bei mir hingegen tritt sie gern zurück, wenn ich sie anstupse.

Geschwisterliebe Kuscheln mit dem Bauch www.mesupermom.de

Die Mädels freuen sich weiterhin auf ihre Schwester, sind mit dem ausgewählten Namen auch einverstanden und üben mit ihren Puppen schon mal, wie man ein Baby hält oder füttert.

Ach Superbaby3 wie wirst du wohl aussehen? Rote, blonde oder dunkle Haare? Blaue oder braune Augen? (Grün haben wir familiär nicht im Angebot) Wie wirst du wohl sein zwischen deinen Geschwistern und wann meinst du, wäre ein guter Tag um auf die Welt zu kommen? Mit zwei Kindern ist diese Frage tatsächlich nicht sooooo einfach zu beantworten und am Ende vertraue ich einfach darauf, dass sie weiß, wann es am besten passt. Ich plane jedenfalls nicht viel, außer dieses Mal nach der Geburt nach Hause zu gehen, sollte im Krankenhaus kein Einzelzimmer frei sein. Der Mann hat Elternzeit und wird mir das Wochenbett schon fluffig gestalten, meine tollste Hebamme weiß auch Bescheid. Es fehlen auch nur noch ein paar Kleinigkeiten für dich, meine Tochter, du könntest dich also gern eher auf den Weg machen. Der Mann vermutet aber, sie kommt erst, wenn der Sonnenschirm auf der Terrasse steht, hihi. Wird sonst auch echt heiß hier, so auf der Südseite.

Ich hoffe, euch geht es allen gut und ihr habt eine möglichst beschwerde- und komplikationslose Schwangerschaft bisher. Und ich hoffe, ich bin die Einzige, die sich so unnötige Sorgen macht und ihr seid alle viel entspannter. Aber wie sagte schon meine Hebamme: „Mach du dir ruhig Panik und viel zu viele Sorgen. Für das positive Denken und das Mutmachen sind dein Mann und ich ja da, wie schon bei deinen Töchtern.“ Was wäre ich nur ohne sie?

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Autor

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

2 Comments

  1. ich kann diese gedanken sowas von nachvollziehen
    regelmäßig denke;das es bestimmt nicht wieder mal eben so gehen wird,wie bei den ersten beiden.
    na lassen wir uns überraschen,ich drücke uns die daumen das es easy peasy wird

  2. hach schön, ich fiebere schon richtig mit!
    Mach dir nicht zu viele Gedanken, wenn deine anderen beiden Mäuse schnell und unkompliziert geboren wurden, dann wird Nummer 3 nicht aus der Reihe tanzen:)
    Meine Nummer 3 brauchte von der ersten Wehe bis zur Geburt genau 11 Minuten, also alles ist möglich:)
    Ich wünsche dir eine schöne Restschwangerschaft, auch wenn es beschwerlich ist, nie wieder kann man sich so schön von allen bedienen lassen;)

    Gruß Simone

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