„Ach das ist ein Junge. Der muss keine 1 im Betragen haben. Der darf auch Blödsinn machen.“ Das hörte ich zufällig bei einem Gespräch und musste mich innerlich mal kurz übergeben. Boys will be Boys. Na super. Ich glaube ja nicht, dass man ganz hundert Prozent frei sein kann, sein Kind geschlechtsneutral groß werden zu lassen ohne nicht doch ein paar Attribute des jeweiligen Geschlechts zu übertragen. Und manche Eigenschaften stimmen auch. Natürlich nie bei allen, aber im Großen Ganzen.

Einen Jungen aber davon frei zu sprechen, sich ordentlich bei seinen Mitschülern zu benehmen, weil er ja ein Junge sei, finde ich allerdings scheiße. Ja das Wort muss sein. Ist es doch eine Art Erlaubnis, blöde Dinge tun zu dürfen. Vielleicht später auch Mädels primitiv anzubaggern, weil hey, so sind Jungs nun mal.

Es fängt bei Kinderkleidung an

Wenn ich für die Kinder Kleidung kaufe, nervt es mich nur halb, dass es in der einen Ecke sehr rosa Glitzer lastig ist und in der anderen nur blau grün mit Autos und Baggern, viel mehr nerven mich die Sprüche. Beim Klamotten Schweden sind Mädels vor allem „Cute“, Jungs tragen aktuell Shirts mit der Aufschrift „Harvard“. Es nervt mich, dass auch Lego Spielzeug so sortiert ist oder sogar Smarties. Bunt reicht ja nicht, nein es braucht rosa Farbene oder nur hellblaue Smarties.

Meine Kinder sind noch klein und schon jetzt merke ich, dass sie in solchen Rollen denken. Ob Jungs wirklich lange Haare tragen dürften und sie waren ganz erstaunt, dass Männer beim Ballett tanzen. Ich kaufe ihnen nicht auf Zwang Spielzeug für Jungs, wenn sie sich eine Barbie wünschen und ich brauche auch keine Welt mit ausschließlich geschlechtsneutralem Spielzeug oder Kleidung in Gelb und Grün. Mir würde es reichen, wenn solche Aufdrucke nicht auf der Kleidung wären und wenn, und das ist viel schwieriger umzusetzen, Eltern nicht solche Aussagen über ihre Jungs treffen würden und sie dementsprechend erziehen.

Es kommt auf die Erziehung an. Und auf die Sprache?

Ich erziehe meine Mädels nicht zu gehorsamen süßen Puppen, die wissen wie sie sich zu benehmen haben, sich nicht schmutzig machen und mit Vorliebe Hausarbeit verrichten oder leise malen. Meine Mittlere wäre ohne lange Haare und mit Jungsklamotten locker in der Jungen Schublade heimisch. Denn sie spielt gern mit ihrer ferngesteuerten Feuerwehr, sie mag Feuerwehman Sam, sie klettert höher und besser als ihre große Schwester. Sie ist wild, will immer draußen sein und toben. Sie ist im Ganzen etwas körperlicher, wenig zart. Und ich habe in der Erziehung nichts verändert. Sie ist wie sie ist. Mein Kind. Ein Wildfang. Ich fände es schön, wenn wir unsere Mädchen zu mehr erziehen, als zu cute, wenn wir es ernst meinen, wenn wir ihnen sagen, sie können alles später werden. Und meine Große dann gern Astronaut wäre. Und ja sie sagt Astronaut. Ich brauche auch keine Betonung der Geschlechter in der deutschen Sprache, auch wenn viele daran fest machen, dass man früh signalisiert, dass bedeutende Berufe männlich besetzt sind. Meine Töchter denken nicht, dass ein Polizist, ein Arzt, ein Astronaut, ein Pferdereiter ausschließlich männlich sind und sie deswegen nicht werden könnten was sie wollten. Denn ich bestärke sie darin, dass ihnen die Welt offen steht.

Die Gedanken sind frei. Und geschlechtsneutral.

Ich glaube auch nicht, dass wir nur noch geschlechtsneutrale Kleidung und Spielzeug anbieten sollten, damit unsere Kinder noch freier aufwachsen können. Ich glaube, dass viele Mädchen eben wirklich einfach gern mit Barbies spielen. Aber Jungs ebenso. Vielmehr glaube ich, wäre es wichtig, dass ein Junge, der am Spielzeugtag seine Barbie mitbringt, nicht blöd angeschaut wird. Dass ein Mädchen, was sportlicher und wilder ist, nicht abgestempelt wird als „Na die hätte wohl lieber ein Junge werden sollen.“ Dass Mädchen, die Blödsinn machen nicht hören „Sowas machen Mädchen aber nicht!“Und das fängt in unseren Köpfen an. Dass wir unserer KINDER erziehen. Zu Menschen mit ihren ganz eigenen Vorlieben, mit ihrem Charakter, dass wir sie spielen lassen, womit sie wollen und ihnen nicht etwas erlauben, weil sie ein Junge sind, oder Brav und Lieb sein erwarten, weil sie weiblich sind.

Vielleicht ist dann irgendwann eine Unterteilung des Spielzeugs von ganz allein nicht mehr nötig. Vielleicht ist es irgendwann tatsächlich nicht mehr wichtig zu betonen, ob ein Arzt männlich oder weiblich ist. Und auch wenn es noch ein weiter Weg ist, es fängt mit Sätzen wie dem oben genannten an.

Wie seht ihr das denn? Ist es euch egal, ob es Spielzeug für Jungs oder Mädels gibt? Sind euch solche Klischees auch schon untergekommen und ärgert ihr euch darüber? Da fällt mir zum Beispiel noch ein, dass Mädchen ja eh schlecht in Mathe sind und Jungs dafür in Zeichnen.

Author

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

16 Comments

  1. Ich wünsche jeder werdenden Mutter zuerst einen wilden Jungen – und danach erst ein Mädchen. Ohne einzelne vorverurteilen zu wollen, trifft auf das Gros einfach zu: nach nem wilden Jungen sind sie offen für alles. Und gestehen einem Mädel dann eher wild sein, klettern, matschen etc zu, weil man das ja auch kopfmäßig nachvollziehen kann im Sinne von ‚sie eifert ihrem großen Bruder nach‘.
    Das sind meine Beobachtungen nach 22 Jahren Arbeit mit Kindern 😎

  2. Dieser Artikel ist einfach großartig! Ich finde besonders dieses ganze „Pinke Gitzer-Einhörner und Prinzessinen-Kleid“- Zeug schrecklich. Feminismus und Gleichberechtigung, ade. Hallo, Sexismus. Und wenn die Mädchen groß sind, werden sie sich sicherlich NICHT zutrauen, einen technischen Beruf zu ergreifen und/oder Führungsverantwortung zu übernehmen. „Ich musste mich innerlich mal kurz übergeben“ – dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

  3. Frohlein Yoda Reply

    Wenn man anderen begegnet, hat eigentlich jeder das Bedürfnis, zuzuordnen, ob das nun ein Mann/Junge oder eine Frau/ein Mädchen ist.

    Mein Sohn hat blonde Locken und liebt rosa. Er hat ein rosa Lieblingskuscheltier, rosa Gummistiefel und ähnliches. Allein wegen der langen blonden Locken wird er oft für ein Mädchen gehalten. Ich bin mir nicht immer sicher, wie ich darauf regieren soll. Nachdrücklich zu betonen, dass er ein JUNGE ist, finde ich auch nicht richtig. Und auch mir ist es schon passiert, dass ich ein Mädchen für einen Jungen gehalten habe.

    Wenn mich jemand fragt „Ist das ein Junge oder ein Mädchen?“ sage ich manchmal: „Ist das denn so wichtig?“. Aber eine Antwort auf diese frage hab ich auch noch nicht so ganz… Es scheint uns in unserer Gesellschaft sehr wichtig zu sein, dass gegenüber eindeutig einem Geschlecht zuordnen zu können.

  4. Liebe Jette,
    danke, toller Artikel und so eine wichtige Thematik! Mich nervt es furchtbar, wenn meine kleine Tochter permanent für einen Jungen gehalten wird, bloß weil sie oft blaue oder türkise Sachen anhat! Meine Lieblingsfarbe ist nun mal blau und ich liebe Jeanskleider, Latzhosen und Denim-Oberteile, und die haben auch oft Rüschen oder Spitzen dran oder ein Kätzchengesicht drauf, aber blau heißt wohl automatisch Junge! Warum bloß? Dieses engstirnige Schubladendenken nervt total und für viele Menschen ist es scheinbar unvorstellbar, dass ein kleines Mädchen nicht nur rosa Sachen hat. Für mehr Toleranz, jedes Mädchen und jeder Junge sollte so sein dürfen wie er ist, egal ob blau, rosa oder mit Glitzer!

    • Sehe ich genau so! Dieses Schubladendenken und permanante Vorurteilen geht mir mächtig auf den Keks. Wenn meine Tochter lieber kurze Haare trägt und Fussball spielt, ist so trotzdem noch ein Mädchen – die wie ein Mädchen denkt und sich verhält.
      LG
      David

  5. Hallo Jette, ich begegne immer wieder den Vorurteilen, auch bei jungen modernen Menschen in unserem Alter. Als ich meiner Freundin in meiner ersten Schwangerschaft sagte, dass es ein Junge wird, sagte sie „Oh. Schade. Aber na ja. Du kannst ihn ja im College-Stil einkleiden.“ Ich war sprachlos und enttäuscht. Wie gut, dass mein zweites Kind ein Mädchen wurde. Ich muss mir keine blöden Sprüche anhören und auch nicht die Nachfragen nach einem dritten Kind. Ich habe das Klischee erfüllt 😉
    Meine Zweitgeborene trägt natürlich auch teilweise die Klamotten auf. Mit grauem Badeslip oder Jeans und dunkelblauer Jacke wird sie dann auch von Fremden für einen Jungen gehalten („was für ein wilder Junge – der versucht ja überall hochzuklettern! Aber so sind sie halt.“)
    Als mein Sohn sagte, ihm tut am Fuss etwas weh, sagt der Nachbar mit Kindern im gleichen Alter: „Jungs müssen sowas auch mal abkönnen. Das hältst du aus.“ Darauf habe ich gesagt „Mädchen aber auch!“
    Eine andere Nachbarin mit zwei Töchtern beschwert sich, dass die zweite eine Matschhose in der Kita braucht und die jeden Tag steht vor Dreck. Die erste Tochter brauchte noch nicht mal Matschklamotten! Ich sagte dann „Kinder müssen halt auch im Dreck spielen dürfen.“ Sie sagt „Ja, für Jungs gilt das schon, aber Mädchen brauchen das nicht.“

    • Auweia. Das klingt ja grausig. Wie traurig, dass so viele Klischees fest in den Köpfen auch junger Leute stecken.

  6. Ein schöner artikel. Also ich könnte Mathe besser als Kunst. Aber das sei nur dahingestellt. Ich bin noch recht frisch Mama geworden von einem jungen. Interessant fand ich in der Schwangerschaft die Blicke auf die Frage was es denn wird. Ich sagte ich weiß es nicht. Es gab immer einen mitleidigen Blick und der Spruch : zeigt es dich nicht?. Doch er hatte sich gezeigt, aber ich habe im entscheidenen Moment nicht hingesehen und wollte es nicht wissen. Ich war bei meiner Ärztin die einzige von ca 60 Schwangeren, die es nicht wissen wollte. Um mich nicht schon vorher in irgendwelche Schubladen zu drängen. Und noch etwas zum unnützen wissen. Rosa und rot fahren früher eher Adligen jungen vorbehalten – die Sache mit dem Klischees haben wir uns selber zuzuschreiben.

  7. Rosalie Nobody Reply

    Ich finde, Mädchen können eher mit den Klischees brechen. Sie können laut sein, blaue, schwarze, grüne Klamotten und die Haare kurz tragen, auf den höchsten Baum klettern und Karatekicks beherrschen. Dann sind sie halt wild. Eine Pippi Langstrumpf, oder Ronja Räubertochter. Irgendwo eine coole Socke. Nicht so eine Püppi. Das Umfeld würde auf jeden Fall nicht so heftig reagieren wie auf einen stillen, sensiblen Jungen, der in glitzernden pastellfarbenen Shirts seiner Puppe die Haare striegelt und einen Blumenkranz bindet. Der steckt dann schon wieder in einer Schublade und wird vielleicht gehänselt während das Mädchen wohl nicht darüber nachdenken muss ob etwas nicht mit ihr stimmt. Es wird ihr in dieser Beziehung mehr Freiheit zugestanden.
    Wir versuchen unseren Kindern zu zeigen, dass die Welt für alle da ist. Es gibt keine Mädchen- oder Jungsfarben. Schön ist was gefällt. Und die Kinder sollen Zukunftsträume ohne Geschlechtergrenzen haben. Ganz zu schweigen von der späteren Umsetzung dieser Träume! Und morgen möchte der Mittlere im Kindergarten sein Halloween-Shirt mit dem glitzernden Herz anziehen. Kann er machen, stört mich doch nicht. Und ich hoffe andere auch nicht!
    Allerdings bin ich bei einer Berufswahl auch etwas engstirnig, kleingeistig, konservativ. Eine männliche Hebamme hätte ich mir persönlich während meiner Schwangerschaften und den Geburten nicht vorstellen können. Aber gut, vielleicht sind andere da etwas offener als ich.
    Viele Grüße

  8. Du sprichst mir aus der Seele! Ich bin auch nicht für das „komplette Aufweichen der Geschlechterklischees“ (halte ich auch gar nicht für möglich) Es gibt nunmal verschiedene Geschlechter und da muss und sollte man keinen einheitlichen Haufen draus machen. Wie oben schon jemand so schön geschrieben hat, man muss ja aus seinem Kind kein Neutrum machen. Aber trotzdem sollte man jedem Menschen (und jeder Menschin 😂) doch erlauben sich und seinen Charakter so zu entwickeln, wie es ihn glücklich macht. Geschlechterklischee-unabhängig.
    P.s.: Dazu passend ist die aktuelle Lidl Kollektion. Da gibt’s Schlafanzüge (vielleicht sinds auch Pullis). Bei den Jungs steht ungefähr drauf „be your own hero“. Bei den Mädels „dad is My superhero“. Sach ich mal nüscht mehr zu.

  9. Hallo!

    Och bei den M&Ms kann ich Abhilfe schaffen. Ich arbeite in einem sehr großen Supermarkt bzw. Warenhaus in Osnabrück und wir haben einen M&M Bar, wo sich M&Ms in 12 verschiedenen Farben drin befinden und selbst gemischt werden könne. Also nichts nur mit Rosa oder balu. Wenn ihr mal in der Nähe seit, kommt einfach vorbei und probiert sie aus

    LG Anne

  10. Toller Artikel! Meine eigenen Erfahrungen damit beschränken sich bisher eher auf meine eigene Kindheit. Ich hab lieber mit Teddys und Autos als mit Puppen gespielt und durfte mir da auch so Sachen anhören wie „Aber Mädchen spielen mit Puppen, nicht mit Autos“. Was mal Quatsch is. Aber ohne Rock bin ich nie ausm Haus gegangen, hab anscheinend bei der Klamottenwahl immer wieder gesagt „ich zieh keine Hosen an, ich bin ein Mädchen“ 😀 allerdings kann ich mich an dieses rosa für Mädchen und Autos für Jungs in der DDR auch nich mehr erinnern.
    Jetzt hab ich selbst einen fünf Monate alten Sohn und letztens hab ich ihn in ner Mail als mein Mäuschen bezeichnet, wie ich ihn nun mal gern nenne und was für mich neutral ist, aber in der Antwort wurde das Mäuschen einfach mal als Mädchen angenommen…darf man seinen kleinen Jungen so nich nennen? Passt das nich? Aber warum? Versteh ich nich, aber da ists mir das erste Mal so richtig aufgefallen. Meinem Lütten stehen alle Wege offen, wenn er mit Barbies spielen will, soll er das gern können oder wenn er Hebamme werden will. Warum auch nich?
    Wir erziehen nich neutral, er is ja nun mal ein Junge, warum sollte ich ein Neutrum aus ihm machen wollen? Sollte er aber lieber mit Puppen spielen wollen oder gar ein Mädchen sein wollen – wir unterstützen ihn. Das Leben is nich blau rosa oder Glitzer Bagger, sondern zum Glück sehr bunt und das wollen wir ihm zeigen und vorleben. So entwickelt sich Toleranz und das is doch auch mit am wichtigsten.

  11. Ein guter Artikel zu einem komplexen Thema. Auch ich habe beide Geschlechter zu hause. Und oft entsprechen meine Beiden auch den gängigen Klischees. Mein Sohn ist körperlich und wild. Er spielt Fußball und liebt den Wettkampf. Anderseits hat er lange Haare (wird deswegen oft für ein Mädchen gehalten), er ist sensibler und dramatischer als seine Schwester. Er liebt Ballett und singt im Chor. Meine Tochter hingegen ist äußerlich ein klassisches Mädchen. Lange Löckchen und perfekter Augenaufschlag. Aber sie ist tougher und abgeklärter als ihr großer Bruder. Sie hasst rosa und Glitzer und Mädchenkram. Sie macht Karate. Sie beherrscht trotz allem die ganze Mädchenklaviatur.

  12. Du hast mal wieder wahr gesprochen, liebe Jette. Ich finde diese Entwicklung auch ganz gruselig.
    Der Mann einer Freundin war tatsächlich mal dagegen, ihren beiden Jungs ne Kinderküche zu Weihnachten zu schenken. Das wäre was für Mädchen. NE KÜCHE?!? Bin auch ein bisschen eskaliert 🙈
    Meine Kinder spielen mit Feuerwehr, Eisenbahn, Puppen, Puzzles und Bügelperlen. Sie kuscheln, kloppen sich, weinen und lachen. Übrigens, 2 Jungs.

    Drehen doch langsam alle am Rad 🙄

    Ich wünsch dir alles Liebe. Mach weiter so! 👏🏻

    Doro

  13. Du sprichst mir aus der Seele!
    Dieses „typisch Jungs“ oder „wie ein Mädchen“ das alles entschuldigen soll oder sogar eine Beleidigung sein soll, finde ich auch ganz schlimm.
    Als mein Sohn als Fee mit rosa Tüllrock, rosa Flügeln und rosa Zauberstab an fastnacht im Kindergarten war, habe ich sehr gehofft, dass die Kinder nicht gemein zu ihm sind. Zum Glück haben die Erzieherinnen das ganze sehr toll geregelt und er hatte einen riesen Spaß dabei. Umgekehrt war meine Tochter mal Arzt und Bestand darauf, das sie Arzt und keine Ärztin ist.
    Oft denke ich, dass sich vieles von alleine klären würde, wenn wir alle vieles so unvoreingenommen sehen würden wie kleine Kinder. Vollkommen wertungsfrei und geschlechtsunabhängig.

    Lieben Gruß | Barbara

Write A Comment