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Zähneputzen kann eine heikle Angelegenheit sein bei kleinen Kindern. Da denken die Nachbarn plötzlich, man erschlägt sich gegenseitig, so wie das Geschrei los geht. Dabei ist Zähneputzen wichtig und es sollte im täglichen Familienleben seinen Platz finden.

Wie kann man kleine Kinder ans Zähneputzen heran führen?

Ich muss euch enttäuschen, eine Patentlösung habe ich nicht. Es gab bei den beiden Älteren Phasen, da haben sie geschrien, geweint, sind weg gerannt und wollten sich partout nicht die Zähne putzen und schon gar nicht wollten sie, dass wir das machen. Das war irgendwann einfach vorbei. In der Zeit des Dramas wurden wahrscheinlich die Zähne nicht so super geputzt, wie es sein soll aber wir waren schon glücklich, dass die Zahnbürste mit der Zahnpasta überhaupt im Mund landete.

Geschwister und Eltern als Vorbild

Die Kleinste steht oft abends mit im Bad und schaut neugierig zu, was die Geschwister machen. Das wäre auch mein erster Tipp: Bekommt mindestens zwei Kinder, hihi. Denn was die Großen machen, finden die Kleinsten meist super spannend. So steht unsere Jüngste mit einer Zahnbürste da und kaut munter drauf rum, während die Großen sich die Zähne putzen. Wenn ich die Zähne nachputze, gehe ich mit einer Fingerzahnbürste noch einmal über die kleinen Zähnchen. Dabei setze ich sie mir auf den Schoß und bitte sie, den Mund aufzumachen. Klappt prima.

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Mit nur einem Kind halte ich es für sinnvoll, einfach selbst die Zähne mit zu putzen, auch wenn man noch nicht ins Bett geht. Die Kinder lernen von uns und nehmen uns als Vorbild, wenn sie sehen, wie selbstverständlich das ist, gehört es bald zum täglichen Leben dazu.

Auch wenn noch nicht alle Zähne da sind, sollte mit der Zahnhygiene schon begonnen werden. Während man selbst die Zähne putzt, kann das Kind einfach mit einer Zahnbürste spielen und verliert so auch die Scheu, wenn Eltern dann die neuen Zähne nachputzen. Es ist ja alles ganz neu für kleine Kinder, dass plötzlich Zähne im Mund sind. Das will erstmal entdeckt werden.

Mehr zum Thema „Zahnen bei Kleinkindern“, sowie Tipps zur Linderung bei Zahnungsbeschwerden, erfahrt ihr übrigens auch in der September Ausgabe der Baby und Familie Zeitschrift, die in den Apotheken ausliegt.

Kleine Helfer erleichtern das Zähneputzen

Wir haben Hocker vor dem Waschbecken, denn irgendwann stellte ich fest, dass es weniger Drama beim Zähneputzen gibt, wenn sie sehen können was sie tun. Außerdem überprüfen sie so auch, ob sie die hintersten Backenzähne geputzt haben und es ist natürlich auch ein riesen Spaß, die Zunge so gründlich zu putzen, dass die Zahnpasta an den Spiegel fliegt.

Wenn ein Hocker doch noch nicht reicht, gibt es kleine Wascharmaturen mit Spiegel, die man einfach über die Badewanne hängt. Da steht dann der Becher mit der selbst ausgesuchten Zahnbürste und -pasta. Wir haben hier schon einige Sorten durch. Die Kinder durften sich durchs Sortiment testen. Auch suchen sie sich ihre Zahnbürsten selbst aus. Beim Zähneputzen gebe ich ihnen alles in die Hand und sie tun die Zahnpasta selbst auf. Das sind alles nur Kleinigkeiten, aber wenn Kinder etwas allein ausgesucht haben oder Handlungen selbst ausführen, machen sie es meist viel lieber.

Auch Apps können das Zähneputzen erleichtern. Die Kinder sollten dann aber schon etwas größer sein, meine Vierjährige vergisst dabei immer das Zähneputzen, weil das kleine Filmchen natürlich viel spannender ist. Die Große putzt sich so sehr gern die Zähne, denn mit manchen Apps und speziellen Aufsätzen für die Zahnbürste, die die Bewegung aufzeichnet, werden in dem Spiel kleine Monster weg geputzt. So sind alle Zähne sauber. Nachputzen trotzdem nicht vergessen.

Besuch beim Zahnarzt

Ich weiß, Viele gehen selbst nicht gern hin, mich eingeschlossen. Ich halte es aber für sinnvoll, mit den Kindern mal zum Zahnarzt zu gehen, wenn es noch keinen Handlungsbedarf gibt, einfach damit sie sehen, was dort passiert und dass ein Zahnarztbesuch nichts Schlimmes bedeuten muss.

Abschließend kann ich sagen, Zwang oder Belohnung bringen gar nichts. Zähneputzen sollte selbstverständlich sein und nicht belohnt werden dauerhaft. Auch das Kind festhalten, weil man die Zähne nachputzen möchte ist wenig zielführend. Das kann auch bedeuten, dass die Zähne an manchen Tagen nicht ganz perfekt geputzt werden, aber das ist auch nicht schlimm. Es macht schon irgendwann Klick. So war es hier. Wir haben nie einen besonderes Tamtam gemacht, ich kenne auch kein einziges Zahnputzlied. In der Kita beeindruckt Kroko die Kinder regelmäßig und motiviert sie zum noch besseren Putzen und auch das Lob vom Zahnarzt wirkt Wunder.

Meine Kinder wissen, dass es Karies und Baktus gibt und sind sehr motiviert, die kleinen Zahnzerstörer in ihrem Mund zu bekämpfen. So stehen zwei Kinder auf ihren Hockern und putzen und die Kleinste steht dazwischen und ist mächtig stolz auf ihre Zahnbürste. Und wenn sie dann mir oder dem Papa in den Finger beißt, wenn die Fingerzahnbürste im Mund ist, dann haben alle noch gut was zu lachen.

Klappt das Zähneputzen bei euch? Habt ihr ein Ritual oder besonderen Trick, Kinder zum Zähneputzen zu motivieren, oder gab es nie Drama?

Author

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

1 Comment

  1. MissesHeffernan Reply

    Bei uns gab es bei der großen nie richtig
    Probleme wegen des Zähneputzens.
    Auch Zahnarzt geht bisher (toi toi toi)
    Immer problemlos. Die Schwester ist
    Schon immer sehr eigenwillig und stur,
    Musste jeden Abend aufs neue mit ihr
    Diskutieren warum wir Zähne putzen müssen. Bis ich ihr eines Abends mal
    Bilder von Milchzähnen mit Karies gezeigt habt („siehst du diese fiesen Löcher machen karius und baktus „).
    Ich weiß, dass das keine pädagogische Glanzleistung von mir war, wenigstens funktioniert es jetzt 😬

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