Der erste Tag im September und der letzte richtige Ferientag der Kinder vor dem Schulstart und der Eingewöhnung in die neue Kita, startet mit einem Rentner-Nachbarn, der 7:45 Uhr meint, es sei Zeit den Rasen zu mähen. Kann man natürlich machen. Erntet man viele böse Blicke der Nachbarschaft. So sitzen wir hier also ganz schön müde am Tisch.

Ich glaube, den Kindern ist gar nicht so bewusst, dass nächsten Montag etwas Neues beginnt. Sie wissen, dass sie in ihre neue Kita starten und die Große den Hort besucht, aber irgendwie denken sie auch, die Sommerstimmung und das späte ins Bett gehen hören nicht auf. Und es ist ja auch herrlich. Diese Unbeschwertheit.

Wo ist der Rhythmus geblieben?

Wir haben unsere Kinder nicht früher ins Bett gesteckt, damit sie sich ans Aufstehen gewöhnen. Zum Glück bleibt uns noch eine recht entspannte Woche, denn die Schule fängt noch nicht an und in Hort und Kita müssen wir um 9 Uhr sein. Dafür müssen wir zwar morgens tatsächlich wieder etwas früher aufstehen und uns ein wenig beeilen, oder wir fragen einfach den Nachbarn. Gibt ja genug Gärten, die gemäht werden können. Jedenfalls weiß ich gar nicht, ob es schlau ist, die Kinder früher ins Bett zu bringen und morgens einfach so zu wecken. Vielleicht würde es nicht lange dauern, bis sie sich daran gewöhnen, andererseits sind nun mal Ferien. Und ganz ehrlich, ich mag auch nicht von drei Kindern die schlechte Laune ertragen, wenn sie mufflig am Tisch sitzen. Zudem sind unsere Kinder, selbst die Kleinste, Kategorie Nachteule und unsere Große scheint mit recht wenig Schlaf auszukommen. Sie schläft ca. 9-10 Stunden, meist schläft sie nicht vor 22 Uhr. Lege ich sie früher hin, starrt sie einfach länger die Wand an.

Es findet sich schon

Ich würde sagen, wir lassen es ein wenig auf uns zu kommen. Die kommende Woche gibt uns zum Glück Gelegenheit dazu. Wie wir das nächstes Jahr handhaben, wenn es dann am Montag nach den Ferien richtig los geht, weiß ich nicht. Irgendwie ja auch brutal, sie dann an dem Tag einfach viel früher zu wecken, weil jetzt der Alltag wieder beginnt. Ein wenig wie die Zeitumstellung. Wobei die ignorieren wir einfach. Den Vorschlag, einfach eine Woche vor Umstellung das Bettgeh-Ritual um eine viertel Stunde pro Tag zu verschieben, ist bei uns nicht umsetzbar, da wir nie so pünktlich jeden Tag mit dem Abendessen oder Zähneputzen beginnen. Und bisher war ignorieren hier die beste Strategie und einfach die neue Uhrzeit annehmen.

Wie handhabt ihr das, wenn nach den Ferien die Kita oder Schule wieder los geht? Gehen eure Kinder in den letzten Tagen früher ins Bett oder kostet ihr diese gemütliche Zeit bis zum letzten Tag aus? Was funktioniert bei euch am Besten?

Author

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

10 Comments

  1. Hallo
    Also meine Kids (6 und 4) haben beide kein Problem, mal länger auf zu bleiben. Wie z.B. gestern an Opis Geburtstag bis um 22 Uhr. Waren heute beide dann doch wieder um kurz vor 8 Uhr wach, so wie meistens in den letzten Wochen.
    Ich werde jetzt aber versuchen, dass wir bis zum Montag wieder auf unsere normale Bettgehzeit von 20 Uhr kommen. Dann wacht der Große vermutlich wieder zwischen 6 und 7 Uhr auf. Das wär dann genau richtig für die Schule. Die Kleine schläft meistens ne halbe Std. länger als er in der Früh. Das reicht dann für den KiGa. Und ich muss dann auch wieder früher raus. *schnief*
    Wie sich das dann mit Schule (Beginn 8 Uhr) und KiGa (Beginn spätestens 8:30) einspielen wird, werden wir sehen 😉
    Euch viel Spaß in der Schule, im KiGa und im Hort.
    Ich freu mich schon von Euch zu lesen, wie es Marlene in der Schule gehen wird
    LG
    Karin

  2. Wir stellen nicht frueher auf den Schulrhythmus um. Das findet sich dann meistens ganz von selbst wieder. Die ersten paar Tage sind eh immer anstrengend, weil man wieder in den festen und sehr starren Rhythmus gepresst wird (das nervt mich am Schulkind-Eltern-Dasein am meisten).

    Wir versuchen nur immer, am letzten Abend vor Schulbeginn zu schauen, dass es nicht zu spaet wird, und der Tag generell etwas ruhiger gestaltet wird, aber wenn nicht, dann auch nicht.

  3. Gerade nach diesen Sommerferien bin ich mit diesem frühzeitigen Rhythmus-Umstellen wieder auf die Nase gefallen. Eine andere Mutter hatte das zwei Wochen vor Ferienende beiläufig erwähnt und ich dachte: „Sie hat ja Recht, so muss man das machen.“

    Einziges tatsächliches Ergebnis bei uns war, dass wir gestresst waren und schon mit einem tollen Schlafdefizit in die Schul-/Kiga-Zeit gestartet sind.

    Bei uns klappt viel besser der Sprung ins kalte Wasser. Also ausschlafen bis zum Schluss und schön in unserem natürlichen Schlafrhythmus sein. Dann zwei Tage Zähne zusammenbeißen und dann sind wir wieder im neuen Rhythmus. Für uns so am entspanntesten.

  4. Wir in BaWü haben noch eine Woche Ferien und dann startet bei uns schon die 2 klasse (Wo ist die zeit nur hin??).
    Da ich aber arbeiten muss und das Kind zur Oma geht, muss sie ungefähr 30 minuten später aufstehen, als wenn schule ist.
    Allerdings haben wir jeden abend die gleiche Diskussion, weil sie natürlich nicht müde ist und nicht ins Bett möchte.

    Folge: Ich hab morgens den Kampf das Kind aus dem Bett zu bekommen. Natürlich gönne ich ihr die ferien und das sie länger wach bleiben kann. Aber sie braucht auch einfach ihren schlaf. Das haben wir als Kinder aber auch nie verstanden *lach*

    Ich hoffe das es nächste Woche langsam besser wird und es wird ja auch endlich zeitig wieder dunkel. Trotzdem lass ich das Mitteilungsheft lieber die ersten schultage daheim *lach*

  5. Liebe jette, ich habe folgende Kategorie Schläfer. Egal wann ich ihn hinlege er hat sein frühes zeitfenster von kurz vor 6 bis etwa halb 7, in dem wacht er auf. Und dasist jeden Tag so. Vermutlich wird uns das nun beim Schulanfang irgendwie entgegen kommen.
    Krass finde ich tatsächlich die Uhrzeiten. Bei unserer Grundschule beginnt die erste Stunde um 07.45 und die Kinder sollen so gegen halb 8 eintrudeln damit man gemütlich im Klassenraum noch ne Runde schnackt bevor es losgeht. Das finde ich sooo krass.. aber ja, immer mal was neues. Uns allen einen schönen Schulanfang. Lieben Gruß
    Julia

  6. Liebe Jette, wir haben auch so ein Nachteulen/wenig Schlaf Kind das gerne erst um halb zehn/zehn einschläft. Meistens werden die Tage mit der schneller einsetzenden Dunkelheit ab Herbst automatisch kürzer und sie schafft es dann auch mal eine Stunde früher einzuschlafen. Hier ist am Dienstag Einschulung und ab Mittwoch dann direkt Schule mit Hort von 08:30 bis 16 Uhr. Wie das dann wird, auch wenn sie die Woche darauf in die Betreuung gegen 07:15 Uhr muss, we’ll see. Hier lässt sich der Rhythmus auch nicht von außen beeinflussen, wir werden das eichende also noch komplett entspannt verbringen 🙂

    Euch allen einen guten Start nächste Woche. Grüße aus Hamburg

  7. Ach ja, der Ferienschlendrian. Wir haben ihn auch bis zuletzt ignoriert. Aber ich muss dazu sagen, dass meine Kinder eher zur Kategorie früher Vogel gehören. Bis 22 Uhr haben sie noch NIE durchgehalten. Spät ist bei uns maximal(!) 21.30 Uhr. Meine Kinder stehen daher auch immer so gegen 7 Uhr auf. Ich bin aber auch streng in der Hinsicht. Unter der Schulwoche ist bei uns zwischen 19.30 und 20 Uhr Schicht im Schacht. Da müssen mein 9jähriger und meine 7jährige ins Bett. Sie fallen dann auch in ein regelrechtes Schlafkoma :-). Daher stören uns diese frühen Schulstarts gar nicht. Im Gegenteil Aber es ist natürlich Typsache.

  8. wir stellen mit dem ersten Schultag wieder um. Das heißt Ferienmodus bis zuletzt und dann wieder früher ins Bett und früher aufstehen. Klappt wunderbar und entstresst. Diskussionen wie „warum muss ich schon ins Bett“ gibt es nicht und die Vorfreude auf Schule und Kindergarten lässt sie aus dem Bett hüpfen…

  9. Liebe Jette,

    wir versuchen immer den „Ins-Bett-geh-Schlendrian“ in den Ferien einzudämmen und die Tochter trotzdem möglichst pünktlich ins Bett zu bringen. Das klappt. Nicht! Genau wie bei euch genießen wir die Gemütlichkeit und die Zeit ohne Nachmittagstermine durch die Woche zu trödeln. Abends wir dann doch noch auf Papa mit dem Abendbrot gewartet oder noch etwas gespielt oder ihr fällt um 20.00h ein, dass sie unbedingt heute noch in die Badewanne muss. Nah gut, wird es eben wieder später;)
    Im ersten Schuljahr hat es nach den Ferien trotzdem immer irgendwie gepasst. Den ersten Tag etwas schwerer, da war sie automatisch abends schon früher müde und im Laufe der Woche pendelt es sich ein.
    Euch einen guten und vor allem entspannten Start. Herzliche Grüße von Stine

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