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Neulich war ich zu einem spannenden Workshop der SBK – Siemens-Betriebskrankenkasse – eingeladen. Nicht immer hat man das Glück, persönlich kompetent beraten zu werden zu Themen, die einen vielleicht erst ab der Schwangerschaft interessieren. Welche Leistungen kann ich in Anspruch nehmen? Was bedeutet IGeL? Wie beantrage ich eine Mutter-Kind-Kur und welche Vorsorgeuntersuchungen für Kinder gibt es? 

Betreuung in der Schwangerschaft
Seit 2013 können Schwangere beim zweiten Basis-Ultraschall zwischen der normalen und der erweiterten Untersuchung wählen. Hierbei werden zusätzlich wichtige Körperteile des Kindes, wie der Kopf, der Hals, der Rücken, die Brust und der Rumpf detaillierter untersucht, um Fehlbildungen zu erkennen. Mit den drei Regeluntersuchungen können alle erforderlichen Analysen abgedeckt werden und die zukünftigen Eltern erhalten die nötige Sicherheit. Doch viele von ihnen wollen mehr. Sie wünschen sich weitere Ultraschalltests.

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„Natürlich übernimmt die SBK bei Auffälligkeiten die Kosten für weitere Untersuchungen“, ergänzt Katrin Pumm, Fachexpertin für Familienleistungen bei der SBK. „Doch ohne medizinischen Grund sind weitere Ultraschalluntersuchungen auf jeden Fall ‚Individuelle Gesundheitsleistungen‘ – kurz IGeL. Sie werden nur auf ausdrücklichen Wunsch der Schwangeren durchgeführt und sind immer kostenpflichtig.“ Deshalb steht vor solchen zusätzlichen Maßnahmen immer ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Arzt. Generell gilt es, IGeL stets kritisch zu hinterfragen. Wer unsicher ist, sollte sich von einem zweiten Arzt oder von einer Hebamme beraten lassen. .

SBK_Infografik_Ulltraschall-Flatrate

Was Viele nicht wissen, die SBK und sicher auch andere Krankenkassen helfen bei der Suche nach Hebammen, Kinderärzten oder einem Gynäkologen. Wenn man selbst keinen Erfolg hat, kann sich ein Anruf bei der Krankenkasse lohnen.

Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern
Ist das Kind geboren, bekommen Eltern das gelbe Vorsorgeheft. In diesem stehen die wichtigen Termine für die Vorsorgeuntersuchungen. Sollte man diese einmal vergessen, weist in Berlin die Charité sehr deutlich darauf hin, diese nachzuholen. Diese Untersuchungen dienen lediglich der Vorsorge. Die SBK bietet noch weitere Untersuchungen für größere Kinder an, die nicht mehr in die klassische U-Untersuchung fallen.

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Haushaltshilfe
Eine große Hilfeleistung kann eine Haushaltshilfe darstellen. Diese wird bei der Krankenkasse beantragt. Liegt ein Elternteil im Krankenhaus, ist schwer krank oä und besteht keine Möglichkeit, die Kinder adäquat zu betreuen, so kann auch kurzfristig, eine Haushaltshilfe beantragt werden. Es wird dann im Einzelfall entschieden, welche Betreuung über wieviele Stunden nötig ist. Das hätte mein Mann sicher gut gebrauchen können, als ich 2013 im Krankenhaus lag. Natürlich kommt keine Krankenkasse einfach mit diesem Angebot auf einen zu, man muss es wissen. Im Zweifel ist es am Besten, sich in einer Geschäftsstelle vor Ort beraten zu lassen. Denn, auch ein Nachbar oder Verwandter kann als Haushaltshilfe einspringen und wird von der Krankenkasse bezahlt mit einem gewissen Tagessatz.

SBK_Infografik_Haushaltshilfe

Mutter-Vater-Kind-Kur
Ich war 2014 auf einer Mutter-Kind-Kur und fand diese ganz toll. Natürlich hängt dies stark von der Einrichtung und den dortigen anderen Müttern / Vätern ab und ob man sich darauf einlässt. Denn so eine Kur ist kein dreiwöchiger Urlaub. Man isst mit mehreren Menschen zu festgelegten Zeiten, man hat Behandlungstermine und sollte diese auch wahrnehmen. 

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Es gibt einen Unterschied in der Beantragung der Kur: Medizinisch notwendige, auf Grund akuter oder chronischer Erkrankungen werden über die Rentenversicherung abgewickelt. Eine Kur, bei der es vor allem darum geht, dem Alltag zu entfliehen und in Ruhe zu schauen, warum man zur Zeit überfordert / gereizt / übermüdet ist, wird bei der Krankenkasse beantragt. Das Kind ist Begleitung. Man kann alle Kinder mitnehmen oder nur eins. Das andere Elternteil kann für die Zeit auch eine Haushaltshilfe in Anspruch nehmen, wenn durch den Wegfall des Partners nicht gewährleistet werden kann, dass die Kinder zB pünktlich aus dem Hort abgeholt werden.  Auch hier lohnt es sich mit der Krankenkasse Kontakt aufzunehmen und sich beraten lassen. Viele Beratungsstellen vor Ort helfen bei dem Ausfüllen der Formulare. 

Krankengeld
Maximal zehn Tage pro Kind kann ein Elternteil in einem Kalenderjahr einfordern. „Der Anspruch auf Kinderkrankengeld gilt, sobald ein Elternteil und auch das Kind gesetzlich krankenversichert sind“, erklärt SBK-Expertin Katrin Pumm. Bei Familien mit mehr als zwei Kindern beträgt dieser Anspruch maximal 25 Tage. Alleinerziehende Eltern dürfen doppelt so viele Tage, also 20 pro Kind, beanspruchen, bei mehr als zwei Kindern jährlich 50. Sind Arbeitgeber und Krankenkasse der Eltern einverstanden, gibt es sogar die Möglichkeit, Krankheitstage von einem Elternteil auf den anderen zu übertragen. „In diesem Fall und auch beim korrekten Ausfüllen der Rückseite der Bescheinigung stehen die SBK-Kundenberater unseren Kunden persönlich zur Seite“, so Pumm. „Generell gilt, dass eine Bescheinigung des Kinderarztes ausreicht, um Kinderkrankengeld zu erhalten.“ 

SBK_Infografik_KinderkrankengeldIch hoffe, ich konnte euch ein paar hilfreiche Tipps geben. Ich wusste zB nicht, warum ich damals eine Kur über die Rentenversicherung beantragen musste, statt über die Krankenkasse. Auch ist mir neu, dass die Krankenkasse bei der Suche nach einer Hebamme oder eines Arztes behilflich ist.

Auch wenn ich immer froh bin, nicht alle Leistungen in Anspruch nehmen zu müssen und wir alle gesund sind, so finde ich es beruhigend zu wissen, wie gut wir als Familie betreut werden. 

Solltet ihr Fragen haben, stellt sie einfach hier, ich leite sie gern an die SBK weiter.