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Die Meisten tun es, aber drüber reden eher nicht: Fernsehkonsum bei Kindern. Egal ob klassisches Fernsehprogramm oder Streaming Dienste wie Netflix, fast jedes Kind schaut mehr oder weniger regelmäßig fern. Aber warum ist es so verpönt, offen darüber zu reden? Netflix wollte wissen, wie Eltern den Medienkonsum ihrer Kinder regeln und lud zu einem Talk mit vielen Bloggern. Auf der Bühne durfte ich die Moderation übernehmen und sprach gemeinsam mit Leonie von Minimenschlein und Anna von BerlinMitteMom über ihren Familienalltag und die Freizeitgestaltung.

Netflix Oster Blogger Brunch, am 06.04.2017 in Berlin Kreuzberg

Netflix Oster Blogger Brunch, am 06.04.2017 in Berlin Kreuzberg

Netflix Oster Blogger Brunch, am 06.04.2017 in Berlin Kreuzberg

Schnell wird klar, dass sich die Mediennutzung mit zunehmenden Alter der Kinder ändert. Während die Kleinsten beim Fernsehen begleitet werden, meist die Eltern entscheiden was gesehen wird und sich die Sendezeit auf 20-30 Minuten beschränkt, schauen größere Kinder ihre Lieblingssendungen gern auch mal allein. Ohne genaue Absprachen funktioniert dies allerdings nicht, sonst würden die Kinder wohl ewig schauen.

Netflix Oster Blogger Brunch, am 06.04.2017 in Berlin Kreuzberg

Netflix Oster Blogger Brunch, am 06.04.2017 in Berlin Kreuzberg

Aber wer sind denn "die Kleinsten"? Ab wann ist Fernsehen für Kinder ok? Überraschend laut der gemeinsamen Umfrage von Netflix und Urbia.de ist, dass 38% der Eltern ihr Kind nach dem ersten Geburtstag kürzere Sendungen schauen lassen. Das hielten wir einstimmig für zu früh. Dabei geht es nicht darum, dass das Kleinkind im Wohnzimmer ist, wenn gerade der Fernseher läuft, weil ältere Geschwister etwas schauen, sondern um die bewusste Entscheidung, mit dem Kind eine Sendung zu schauen. Empfohlen wird, ein Kind unter 3 Jahren nicht fern sehen zu lassen, da es das Gesehene nicht verarbeiten kann. Das halte ich in der Praxis mit Geschwisterkindern mit engem Altersabstand nicht für realistisch umsetzbar. Jedenfalls schauten meine Kinder ca. mit 2 Jahren den Sandmann oder die Sendung über Tierparks.

Netflix Oster Blogger Brunch, am 06.04.2017 in Berlin Kreuzberg

Beliebt sind auch Filmabende mit größeren Kindern, die mit Fingerfood, Popcorn und Getränken zelebriert werden. Alle entscheiden gemeinsam welcher Film geschaut wird. Dies kann sich zu einem schönen Familienritual entwickeln. Bei schlechtem Wetter schauen wir gern Sonntagmittag einen Märchenfilm. Dann bereite ich kleine Schnittchen vor und alle versammeln sich um den Fernseher. Aber auch Heimkinoabende am Wochenende machen uns Spaß und gehören immer öfter zu unserem Familienstart ins Wochenende, wobei wir gern auf Netflix zurück greifen, da hier die Auswahl an gutem Entertainment Programm riesig ist. Sehr zu empfehlen ist „Beat Bugs – Kleine bunte Käfer im Vorstadtgarten“. Da haben auch Eltern Spaß, denn die Beatles Songs leben in der Serie neu auf. Guckt es euch mal an.

Netflix Oster Blogger Brunch, am 06.04.2017 in Berlin Kreuzberg

Die Umfrage von Urbia zeigt, dass 51% der befragten Eltern spontan entscheiden, wie lange das Kind schauen darf und die Sendung eingeschaltet wird, wenn es zum Tagesablauf passt (41%). Wichtig ist den Eltern und auch Leonie und Anna, dass sich das Familienleben nicht nach Fernsehzeiten richtet, sondern spontan entschieden wird, wann, was, wie lange geschaut wird.

Das ist auch ein großer Vorteil der Streamingdienste: Dass spontan entschieden werden kann, was geschaut wird und man nicht an starre Sendezeiten gebunden ist. Ebenso heißen Viele auf Netflix gut, dass es einen sicheren Kids Bereich gibt und Kinder nicht aus Versehen für sie unpassende Filme schauen. Auch die Werbefreiheit ist ein großer Vorteil der Streamingdienste und nicht zu vergessen, die große Auswahl, auch an Sendungen, bei denen Kindern etwas lernen können. Gerade Teenager, bemängelt Leonie, werden beim linearen TV-Angebot vergessen. Auf Netflix hingegen gibt es einige Sendungen, die ihre Tochter ansprechen und spannende Lerninhalte vermitteln. So z.B. die Verfilmung des Buches "Tote Mädchen lügen nicht", welches in der Schule gelesen wird und eine gute Ergänzung bieten kann.

Netflix Oster Blogger Brunch, am 06.04.2017 in Berlin Kreuzberg

Fazit ist, wie bei so vielen Themen im Familienbereich: Die Menge macht´s. Uns ist allen klar, dass wir Kinder nicht passiv Sendungen konsumieren lassen sollten, sondern mit ihnen schauen und über das Gesehene sprechen. Streamingdienste wie Netflix bieten eine wunderbare Flexibilität im Familienalltag, Filme zu integrieren, wenn es in den Tagesablauf passt. Aus gemeinsamen Filmabenden können schöne Kindheitserinnerungen werden. Fernsehen zu verteufeln und es Kindern bis ins Teenager Alter zu verbieten ist ähnlich ungünstig, wie stundenlanges, passives Fernsehen um das Kind ruhig zu halten. Das gesunde Maß macht es und ein Kind sollte genug andere Freizeitoptionen kennen, statt den Tagesablauf nach der Lieblingsserie zu richten.

Netflix Oster Blogger Brunch, am 06.04.2017 in Berlin Kreuzberg

Einen kurzen Einblick in unsere Gesprächsrunde erhaltet ihr in folgendem Video. Wie ich finde, schön zusammen geschnitten und sehr kurzweilig.

 

Wie handhabt ihr den Medienkonsum bei euren Kindern und wann durften eure Kinder das erste Mal eine Sendung schauen und welche war das? Nutzt ihr noch das tägliche Fernsehprogramm oder seid ihr komplett auf Streamingdienste umgestiegen? Ich freue mich auf eure Antworten zu diesem Thema.