Egal wie viele Kinder eine Familie hat, irgendwer fragt immer, ob noch ein Weiteres geplant sei und meist gibt es auch jemanden, der meint, es sei ja genug mit 2 oder 3 oder 4 Kindern. Obwohl es ja niemanden angeht, fragen die meisten. Ob Familie, Bekannte oder im Internet mal über den Weg gelaufen. Klar bin ich auch neugierig, aber irgendwie ist es ja doch persönlich. Ich schrieb schon mal drüber. Darum soll es heute aber nicht gehen.

Egal wie viele Kinder schon in der Familie sind, für jeden stellt sich die Frage, ob es nun genug sei, ob die Familie komplett ist. Manchmal bestimmen fremde Faktoren wie Wohnraum oder das Bankkonto diese Entscheidung. Manchmal sagt es das Herz. Manchmal der Verstand. Sind wir komplett? Ganz ehrlich, wir wissen es nicht. Und ich schreibe „wir“ weil zu unserer Familie Mann und Frau gehören, die gemeinsam entscheiden. Der Verstand sagt: Klar seid ihr das! Das Haus ist perfekt für 3 Kinder. Jede hat später ihr eigenes Zimmer. Unser Bad und Gäste WC werden sicher an ihre Grenzen kommen. In unser jetziges Auto passt definitiv kein weiteres Kind. Hotel Übernachtungen ohne Zubuchen eines weiteren Zimmers können wir vergessen. Überhaupt, wie machen wir dann Urlaub, und wo? Wenn die Kinder größer sind, warten Schule, Ausflüge, größere Ausgaben auf uns die finanziell gewuppt werden wollen, ohne dass wir uns sehr zurück nehmen müssen. Auch nervt es mich jetzt schon oft, dass Organisatorisches, Arzt- und Beamtengänge an mir hängen bleiben, auch größte Teile des Haushalts sind unter der Woche meine Aufgabe. Das wird mit einem weiteren Kind nicht weniger.

Nein mehr Kinder bedeutet nicht mehr Entspannung und Familienglück. Im Gegenteil. Es bedeutet Arbeit, Chaos, Schmutz, Dreck an den weißen Wänden, Sand im Wohnzimmer, Schoki oder Spucke am schönen Shirt, Aufgeben der eigenen Freiheit. Letzteres fällt mir nicht immer leicht. Jaja alles eine Phase, sie werden selbständiger. Klar werden sie das. Mit jedem weiteren Kind verschiebt sich das natürlich. Jedes weitere Kind bedeutet mehr Sorgen und Ängste. Denn so wie sich die Liebe verdoppelt, verdoppeln sich auch diese Gefühle.

Zu entscheiden, es sei jetzt genug, kann nicht die eigene Familie, der Bekannten- oder Freundeskreis. Vielleicht ist es im Herzen niemals genug. Vielleicht wäre immer noch Platz für ein weiteres Kind. Vielleicht gibt es das Gefühl nicht „Wir sind komplett“. Vielleicht doch. Nach einem, zwei oder drei Kindern. Denn die Entscheidung für oder gegen ein Kind ist endgültig. Das macht sie so schwer. Irgendwann gibt es kein: „Ach komm, wir möchten noch ein Kind.“ Die Gründe gegen ein Kind wiegen immer schwer: Zukunftsängste, finanzielle Sorgen, Wohnraum… Sie werden mit zunehmender Kinderzahl nicht kleiner oder sind leichter zu stemmen. Man wird nur kompromissbereiter, gibt eigene Freiheiten gern für ein weiteres Familienmitglied auf. Oder eben nicht. Und dann ist es genug. Wenn man selbst auf der Strecke bleibt, wenn es der Beziehung nicht gut tut. Wenn die Balance fehlt zwischen „Zeit für sich“ und „alles für die Familie tun“. Wenn es eine finanzielle Belastung ist, die nicht schaffbar ist.

Wir werden oft gefragt, ob wir ein weiteres Kind wollen und wir beide können weder laut „Ja!“ sagen, noch definitiv „Nein“. Wir werden es also sehen. Drei Kinder fühlt sich richtig an. Es passt. Von vielen Seiten betrachtet. Vor dem dritten Kind dachten wir, drei passt niemals, ist nicht möglich, sind eh alle dagegen und halten uns für bekloppt. Und ja, sich für Kinder zu entscheiden ist ein Stück weit irre, wahnsinnig und mutig. Viele Kinder haben ist wohl noch verrückter, noch waghalsiger.  Und trotzdem entscheiden sich Menschen dafür. Für ein Kind. Und irgendwann vielleicht für weitere Geschwister. So ungünstig die Vorzeichen manchmal stehen mögen. Von daher, wie soll man so eine Frage klar beantworten können, wenn zumindest ich nicht weiß, was die Zukunft bringt? Wenn ich nur aus meiner momentanen Situation her antworten kann. Und fragt man mich im morgendlichen Chaos sag ich bestimmt nicht „Ja“ zu einem weiteren Kind.

Ich finde es nicht schlimm, wenn wir gefragt werden. Ich mag die Wertung nicht. Ehrlich gesagt, ist es mir egal ob der Bekannte beruhigt ist, dass wir keine weiteren Kinder mehr wollen. Oder ob Verwandte schon drei Kinder für völlig wahnsinnig halten. Am Ende ist es eine ganz persönliche Entscheidung. Eine für immer. Für ein ganzes Leben. Ich wünschte ich wüsste es ganz definitiv, dass wir komplett sind. Ich wünschte, der Mann wäre entschlossener und empfindet so. Im Moment spricht nicht viel für ein weiteres Kind. Die Zeit ist auch nicht auf unsere Seite. Also vielleicht ist es genug. Vielleicht sind wir komplett. Auf jeden Fall waren wir mutig genug uns für diese Drei zu entscheiden, egal wie ängstlich wir waren, wie ungünstig die derzeitige Lebenssituation aussah. Und ich bin froh darüber.

Vielleicht mögt ihr ja erzählen, wie es in euch aussieht. Ob ihr wisst, dass ihr komplett seid. Ob alles gut ist wie es ist. Oder ob das Wissen über diese endgültige Entscheidung euch doch ab und zu ins Wanken bringt. 

Author

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

24 Comments

  1. Hallo! Sehr schön geschrieben. Was ich interessant finde ist, dass sich scheinbar wenige mit dem Sprung von einen auf zwei Kinder schwer tun bzw sich da solche Fragen nicht stellen. Oder seh ich das falsch? Ist es emotional nicht ein grosser Sprung auch einen zweiten kleinen Menschen in sein Herz zu lassen? Ich finde auch Kommentare von aussen unangebracht, wenn es den Kindern in der Familie eh gut geht und es sich nicht um Problemfamilien handelt, wo ein Kind nach dem anderen kommt und es vorne und hinten nicht reicht.

    Liebe Grüsse

  2. Ich liebe deinen Blog ????
    Wir wollen auch ein drittes und unsere Söhne sind fast 2 Jahre und 7 Monate alt. Uns halten auch viele für verrückt. Ich halte die für verrückt, es ist uns egal. Finde es schlimm, das man sich rechtfertigen muss, weil man Kinder hat ,oder weitere will.

  3. Mein Mann und ich waren uns von Anfang an einig, dass wir 3 oder mehr Kinder möchten, u.a. weil wir beide in Großfamilien aufgewachsen sind und das immer toll fanden. Mit 2 Kindern waren wir einerseits zwar schon gut ausgelastet, aber wir fühlten uns trotzdem noch nicht komplett. So kam dann noch Kind Nummer 3 zu uns. Danach stellte sich bei uns beiden tatsächlich sehr bald das Gefühl ein, dass es jetzt genug sei. Bis mein Mann von der Arbeit nach Hause kommt, bin ich alleine mit den Kindern, da er morgens schon sehr früh das Haus verlässt. Haushalt, Kinder fahren, bei Hausaufgaben helfen usw bleibt hauptsächlich an mir hängen, und ich arbeite dazu noch Teilzeit. Unsere 3 Mädchen sind jetzt 8, 6 und 3 und ich bin soooo froh, dass sie inzwischen so selbstständig sind und keine Rund-um-die-Uhr-Betreuung mehr brauchen. Jetzt nochmal ein Baby zu bekommen, würde ich als krassen Einschnitt in meine wiedergewonnene Freiheit empfinden….
    Aber nach Nr. 4 gefragt wurde ich oft, immer wieder begleitet von dem etwas nervigen Kommentar, es fehle ja noch der Junge. Uns fehlte er aber ehrlich gesagt nicht, und wenn wir uns doch für Nr. 4 entschieden hätten, dann einzig und allein aus dem Grund, dass wir uns ein weiteres kleines Menschlein wünschen, das unsere Familie bereichert.

  4. Vor der Geburt unseres Sohnes war uns klar: Wir möchten ein Kind, nur EIN Kind, das ist für uns als Frauenpaar schon der Jackpot. Wir haben beide nicht mal erahnen können, was dieser kleine Mensch mit uns machen würde…Mama-Sein hat echt Sucht-Potential…Zumindest für mich. Meine Frau liebt ihn abgöttisch hat aber manchmal schon an den Veränderungen unseres Lebens und an manchen Tagen auch einfach an unserem neuen chaotischen Alltag zu knabbern. Wenn sie jetzt nach und nach die Babysachen verkauft, merke ich ganz deutlich: Irgendwie geht mir das gegen den Strich! Ich fühle mich / uns…noch nicht komplett. Aber ich kann uns zum Glück noch ein paar Jahre Zeit geben und hoffe, dass sie es dann genauso sieht, denn wir müssen uns ja beide sehr bewusst dafür entscheiden, ein zweites Kind zu bekommen. ..Manchmal wünsche ich mir tatsächlich, wir könnten uns einfach dafür entscheiden „es drauf ankommen zu lassen“.

  5. Vor vier Wochen kam unsere Nr 3 auf die Welt und im Moment fühlen wir uns sehr komplett.

    Unser Umfeld sieht das für uns übrigens ähnlich „Jetzt habt ihr ja auch endlich einen Sohn – damit ist die Familienplanung sicher abgeschlossen“ war die sympathische Aussage der Hebamme 😉

  6. Bei mir entscheidet alleine der Verstand mit einem Blick auf mein Geburtsdatum. Ich hab spät angefangen und
    Bin sehr glücklich, zwei tolle, gesunde Kinder (4jahre und 5 Monate) zu haben. Weiter werde ich da Schicksal nicht herausfordern. Wenn ich jedoch 10
    Jahre jünger wäre…. ????LG Steffi

  7. The Gunzlinger Mum Reply

    Meinem Mann ist leider kurz nach der Eheschließung aufgefallen, dass er gar keinen Bock auf Familie und Kinder hat. Er nimmt das Monsterchen zwar alle zwei Wochen und wenn ich ihm in den Hintern trete kommt er auch mal mit auf den Spielplatz etc, aber ansonsten tut er nur das allernötigste und das auch nur wenn er es nicht an seine Eltern etc. abschieben kann.

    Was mich betrifft, träume ich immer noch von einer Familie. Ich wünsche mir für mein Monsterchen Geschwister. Auch wenn ich oft fix und fertig über die momentane Situation bin, es gibt für mich nichts schöneres als die Mama dieses wunderbaren Töchterchens zu sein. Und vielleicht verliebe ich mich ja irgendwann doch noch mal so richtig und vielleicht entsteht aus dieser Liebe dann ein Kind. Vielleicht bleiben das Krümelmonster, unsere Katze und meine Mama, die seit kurzem bei uns wohnt, aber auch „alleine“. Wer weiß das schon? Die Zeit wird es zeigen.

  8. Ulrika Bechmann Reply

    Das hast du sehr schön geschrieben. Die Entscheidung „geht noch eins“ muss jedes Paar für sich ganz allein entscheiden, ohne irgendwelche Menschen drumherum, die es ja trotzdem meistens gut meinen mit ihren Ratschlägen.
    Ich hätte gerne noch ein viertes Kind gehabt, aber manchmal kommt es anders, als man denkt! Als unsere Mädels 3, 6 und 8 Jahre alt waren, zog mein Mann von heute auf morgen ganz plötzlich aus… so hatte er sich sein Leben nicht vorgestellt. Seitdem bin ich Alleinerziehende, ich arbeite fast Vollzeit und kann meinen Kindern trotzdem nicht das bieten, was sie gerne hätten. Es gibt keine Urlaube, keine Sportvereine und auch keinen Musikunterricht.
    Trotzdem denke ich, sollte man sich von den äußeren Umständen nicht unbedingt abbringen lassen. Ich arbeite in einer Kita, wo wir viele kinderreiche Familien haben, es gibt sogar einige, die gerade das 7. Kind erwarten oder gerade bekommen haben. Also, nur Mut…

    • Das tut mir sehr leid mit deinem Mann aber aus den wenigen Zeilen klingt es, als wärst du nicht verbittert oder es wäre durchweg schlecht. Auch wenn du dir das Leben sicher anders vorgestellt hast, ich hoffe, du hast ein zufriedenes Leben mit deinen Kindern auch wenn du ihnen nicht alles bieten kannst was sie sich vielleicht wünschen.
      Ja mehr Mut braucht es auf jeden Fall. Man denkt und zerdenkt einfach zu viel.

  9. Den Gedanken „Das war es jetzt.“ hatte ich bisher noch nicht. Nach dem Dritten würde ich von.mehreren Seiten gedrängt, die Babysachen zu verkaufen. Komischerweise ???? kam nur das unwichtige Zeug weg.,.
    Und jetzt freuen wir uns auf unser Sommerbaby! Natürlich ist hier viel los, nie im Leben würde ich aber andere für Ihre Kinderanzahl verurteilen, höchstens bewundern für das super Management.
    Wir haben auch ein paar böse, gehässige Kommentare hinterrücks mitbekommen – mittlerweile versuchen wir, die Verursacher konsequent zu ignorieren. Wir sind stolz darauf, aus den uns zugedachten kleinen Menschen Persönlichkeiten mitzuentwickeln, ihnen ein schönes Heim zu geben, Liebe ❤️. Klar könnten das Auto größer, das Haus abbezahlt (haha), Urlaube häufiger sein; uns geht es aber soweit gut! Diese Wahl haben wir getroffen und stehen auch dazu! Hilfe wird trotzdem gerne gesehen und angenommen ????, kommt aber nur sehr selten.
    Im Scherz warten wir noch auf die Zwillinge ????????, ich hätte nichts dagegen ❤️????

  10. Wir führen ein so ähnliches Leben. Ich habe auch 3 Töchter, die älteste wird 6 und mich beschäftigt genau diese Frage. Mein Herz könnte super noch ein Kind aufnehmen, meine Nerven im Moment eher weniger.. ach wenn einem die Entscheidung abgenommen werden könnte

  11. Mamaeulenkind Reply

    Wir hätten sehr gerne noch mindestens 1 kind mehr gehabt (wir haben 2). Aber es hat nicht sollen sein. Erst nicht schwanger geworden, dann 1 sehr frühe Fehlgeburt, zuletzt dann eine Eileiterschwangerschaft inklusive gepkatztem Eileiter. Aus der Traum. Nunja es hat nicht sollen sein…

    • Oje das tut mir sehr leid.
      Das ist sicher sehr schwer, wenn einem die Entscheidung so abgenommen wird. Und ich vermute, dass du oft genug hörst, dass du dich doch über zwei gesunde Kinder freuen kannst. Wenn man sich noch eins wünscht, ist es eben schmerzlich.
      Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute.
      Liebe Grüße,
      Jette

  12. Unser Wunschkind ist jetzt knappe fünf Monate alt. Leider hatten wir beide einen schweren Start und auch jetzt kämpfen wir zu dritt noch jeden Tag für unser erträumtes Familienglück. Wir wollten auf jeden Fall mehrere Kinder, aber aktuell können wir uns nicht mal vorstellen, irgendwann ein zweites zu bekommen. Ich hoffe, die Zeit spielt für uns und es ist uns dann auch noch mal vergönnt – es hängt ja auch nicht nur von der Entscheidung ab. Bei allen Schwierigkeiten macht so ein Moment mit glucksendem Babylachen das Herz nämlich doch kurz ganz schön leicht.

  13. Hallo! Wir haben nun drei Kinder. Mein Mann arbeitet voll (reist dienstlich auch viel) und ich bin Vollzeit zu Hause. Das ist für mich mein Job sage ich immer und ich liebe ihn. Haus, Garten, Kinder und auch alles andere fällt in meinen Aufgabenbereich. Im Moment ist es genug, aber ich hätte gerne noch eins… später. Unser Wohlfühlabstand ist anscheinend irgendwas um die vier Jahre, zwischen den Kindern. Wobei, wie du schreibst die Zeit -ein mieser Verräter ????, uns im Nacken sitzt. Mein Mann ist wird nächstens 39 und ich Ende des Jahres 40. Hetzen lassen will ich mich auch nicht, dafür genieße ich die Zeit mit unserem Kleinsten (21 Monate/Stillkind) einfach zu sehr. Zimmer hat das Haus noch und ein 7-Sitzer Pkw haben wir nun bei Kind 3 schon angeschafft. Ein nicht unerheblicher Faktor ist mein Mann. Er sagt (derzeit) drei sind genug! Definitiv! Das kommt daher, dass er nicht so häufig da ist und dann leicht „gestresst/geschockt “ ist, wenn wir mal alle auf einem Haufen sind. Da fehlt ihm definitiv die Routine. Ich mag es noch offenhalten, deshalb macht mich seine endgültige Entscheidung manchmal traurig.
    Kompliment übrigens an deine Texte! Ich lese sie sehr gern und sie sprechen mir oft aus der Seele.

  14. Das ist schon immer keine ganz leichte Entscheidung, finde ich. Egal, ob es um Kind eins, zwei oder fünf geht. Ob überhaupt, wenn ja: wann und dann müssen sich da auch noch beide einig sein…
    Bei uns ist es so, dass wir uns mit Nummer eins und zwei sehr einig waren. Aber mein Mann hat jetzt seine Familien-Planung abgeschlossen (er hat auch schon ne Tochter aus erster Ehe), ich noch gar nicht. Ich wollte schon immer gerne vier Kinder. Und obwohl es im Moment sehr anstrengend ist (Mann arbeitet immer sehr lange und ist am Wochenende oft auf Messe, beide Kinder unter drei und noch nicht im kiga und insgesamt sehr fordernd. Jungs halt…) und auch jetzt schon bei drei Kindern nur zwei Kinderzimmer im Haus sind kann ich mir trotzdem nicht vorstellen, kein Kind mehr zu bekommen. Nicht jetzt. Es dürfen bitte gerne erst beide Jungs im kiga sein. Aber dann… schon als ich direkt nach der Geburt vom Baby mit Nachwehen des Todes im Krankenhaus lag, konnte ich mir einfach nicht vorstellen, jetzt alles zum letzten mal zu erleben. Aber mein Mann lässt sich (noch) nicht so recht überreden. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Vielleicht sieht er das in 3-4 Jahren ja anders ????
    Und zum Thema Platz, Finanzen, … ist meine Einstellung, dass man Kinder viel öfter mit dem Herz und nicht dem Verstand planen sollte. Auch wenn ich all diese Gedanken und Sorgen sehr gut verstehen kann. Aber der Spruch „irgenwie kriegt man sie alle groß“ stimmt ja schon irgendwie. Und wenn Kinder immer nur eine Vernunfts-Entscheidung wären, will ich gar nicht wissen, wie wenige Kinder es dann gäbe…

  15. Hier wohnen auch zwei Kinder, Mädchen 8 und Junge 4 … Platz haben wir genug und irgendwie würden wir auch gerne noch ein Baby haben, auch die zwei „Grossen“ hätten gerne noch ein Geschwisterchen … aber so ganz durchringen können wir uns nicht, noch dazu sind wir schon ganz schon „alt“ – ich werde im Sommer 40, mein Mann ist 9 Jahre älter!
    Könnte uns nicht jmd so ein kleines Baby im Körbchen vor die Haustür stellen ;-)?

  16. Wir haben auch 3 Kinder – 5 Jahre, 3 Jahre und 10 Monate…und wir wissen es noch nicht…das Auto reicht nur für 3 Kinder, das Haus hat ausreichend Platz, auch für 4 Kinder…finanziell würden wir es schaffen…wir halten uns die Entscheidung offen, bis der Kleinste etwas älter ist. Daher haben wir auch noch vieles aufgehoben…und so kommunizieren wir das auch, wenn wir gefragt werden. Die Reaktionen sind natürlich weit gefächert – von „3 sind doch schon zu viel“ bis „ein 4. wäre doch toll“.

  17. Liebe Jette!
    Vielen Dank für deinen tollen Text. Es ergeht mir genauso wie dir. Ich möchte einfach noch nicht sagen, dass es kein weiteres Kind geben wird. Das Herz würde natürlich sofort ja sagen. Aber wie du schon schreibst: was ist mit allen anderen Faktoren? Wir werden auch oft gefragt, ob die Familie nun komplett sei. Wir haben einen Jungen und ein Mädchen. Das halten viele wohl als die perfekte Familie und unterstellen zugleich, dass wir ja nun vollständig seien. Das empfinde ich als sehr intimen Eingriff in unser Privatleben. Warum soll nicht noch ein Kind, egal ob Junge oder Mädchen, willkommen sein? Ich würde gern schauen, was die Zukunft bringt, ganz einfach und unvoreingenommen.
    Liebe Grüße
    Christin

  18. Bei uns ist ein drittes definitiv geplant. Hier ist noch Platz, im Haus, aber Vorallem auch im Herzen.
    Aber jetzt ist der kleine Mann noch klein (10 Monate) und noch hat es Zeit. Aber so in 2, 3 Jahren würden wir uns freuen wenn es noch einmal klappen würde ???? Lg

  19. Wir sind auch zu fünft, 5, 3 und 1 Jahr. Das Komplettgefühl habe ich nicht. Die Vernunft sagt ganz klar nein eben auch finanziell wird ja im Alter dann immer mehr. Jetzt wo das Baby ein Kleinkind geworden ist denke ich viel darüber nach aber traue mich es gar nicht auszusprechen. Naja mal sehen was die Zeit bringt. Fühl mich mit 30 auch noch zu jung um zu sagen ich bekomme definitiv keine Kinder mehr.

  20. Hallo Jette,
    die Frage nach dem Genug beschäftigt mich bei Kind 2 nun auch sehr.
    Dass unsere Tochter kein Einzelkind bleiben soll, war immer klar. Zu dritt war es wunderschön, aber irgendwann sagte die Vernunft, ein zweites Kind darf sich nun auf den Weg machen und das hat auch sofort geklappt. Unser Sohn ist nun 9 Monate, unsere Tochter gerade 3.
    Es ist toll zu viert, meinstens. Wie du schon schreibst, im morgendlichen Chaos oder wenn abends keiner ins Bett will, aber eigentlich total müde ist, fetzt es eben nicht nur.
    Nun beim zweiten Kind frage ich mich auch, war es das jetzt oder wollen wir noch ein Kind? Platz hätten wir irgendwie schon, auch wenn kein drittes Kinderzimmer vorhanden ist. Finanziell würde es sicher auch gehen, aber wie sieht es mit mir aus? Schaffe ich noch ein drittes Kind? Muss ich mich dann zu sehr aufteilen und zurückstecken. Der Mann arbeitet viel und kommt oft abends erst später wieder. Die meiste Arbeit würde an mir hängen bleiben.
    Wenn man euch so sieht, scheint es mit drei Kindern gut zu funktionieren. Und vor dem zweiten Kind hatte ich auch totalen Respekt, aber die Umstellung war gar kein Problem.
    Vielleicht lassen wir einfach noch ein bisschen Zeit ins Land ziehen, ein Altersabstand unter 2 Jahren fände ich eh nicht so gut.
    Bis dahin wünsche ich mir, dass sich das Gefühl nach Komplett oder eben nicht von alleine einstellt und ich spüre, was richtig ist.
    Danke, für deine Gedanken zu dem Thema.
    Liebe Grüße
    Julia

  21. Wir sind mit drei Kindern eigentlich komplett. Haben auch Mädchen und einen Buben und das ist für und als Familie eigentlich perfekt. So weit so gut. Leider gab es bei der dritten Geburt Komplikationen und mir wurde in einer Not-op die gebährmutter entnommen. Und eigentlich würde sich das so zusammen fügen, drei Kinder wollten wir und jetzt noch „nie wieder verhüten“ Aber diese abgenomme Entscheidung ist ganz schön schwer. Ich würde auch lieber sagen, lassen wir so laufen oder schauen wir wie es kommt. Tja, aber jetzt ist es so.

  22. Momentan haben wir zwei Kinder. Der Große wird nächste Woche 4, der kleine ist gerade Anfang April zwei geworden. Ich könnte mir inzwischen sehr gut ein weiteres Kind vorstellen, habe das Gefühl, dass unsere Familie noch nicht komplett ist, aber mein Lebensgefährte wohl weniger. Er meint, er sei zu alt. Im ersten Moment hatte ich diese Antwort nicht erwartet, als ich gefragt hatte, ob er sich noch eine Nummer drei vorstellen könnte, weil letztes Jahr im Oktober zu Freunden schon Aussagen kamen wie, kann ich mir vorstellen, nur jetzt noch nicht. Wir haben einen Altersabstand von 16 Jahren, ich werde dieses Jahr im Sommer 36. Schauen wir mal, ob sich seine Einstellung eventuell doch noch ändert, oder eben alles so bleibt wie es ist. Es gehören einfach immer zwei dazu

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