Ich mag Ostern. Meist ist schönes Wetter, der Geschenkestress ist bei den Menschen nicht so ausgeprägt und es gibt jede Menge Süßkram. Perfekt. Ostern bietet sich zudem an, ein paar Ausflüge zu unternehmen oder gar einen Kurzurlaub zu planen. Darum möchte ich euch heute meine Tipps für Ostern in Berlin verraten:

Veranstaltungen in Berlin:
Ostermarkt am Breidscheidtplatz und auf dem Alexanderplatz
Britzer Baumblüte mit Besuch des Osterhasen
Eierfärben im Ökowerk Berlin am 14.04.
Ostereierkrach in Hasenhausen im FEZ Berlin
Osterfest und -brunch in der Alten Fasanerie (Familienfarm Lübars) Ostersonntag + -Montag
Ritterspektakel und Osterfest auf der Zitadelle Spandau
Pferderennen am Ostersonntag in Hoppegarten

Ausflugstipps um Berlin herum:
Ostertage im Kloster Chorin
Freizeitpark Germendorf

Aber auch wenn man keine Lust hat, an speziellen Veranstaltungen teilzunehmen, ist Berlin eine österliche Reise wert. Hier kommen noch meine zwei Lieblingstouren in Ost und West:

Die Geschichte Berlins hautnah erleben
Der Sonntag eignet sich perfekt um auf einem der unzähligen Flohmärkte entlang zu stromern. Der Flohmarkt am Mauerpark eignet sich hervorragend auch für Familien. Denn auf der Wiese davor gibt es einen Spielplatz und viele Bands spielen coole Musik. 15 Uhr ist der Platz bei den Basketballspielern voll besetzt, denn dann geht die Mauerpark-Karaoke los. Knaller sag ich euch. Wem der Trubel zu viel ist, der schlendert einfach zum Arkonaplatz, der Trödelmarkt ist kleiner und gemütlicher. Bei schönem Wetter sitzen wir gern im Schönwetter. Mitten im Trubel des Flohmarktes, kann man hier wunderbar trinken und essen, während die Kinder im Sand buddeln. Nur auf die vielen Kippen muss man aufpassen.

Bernauer Straße Fahrrad Tour www.mesupermom.de

Genug Menschen gesehen? Dann am besten aufs Rad setzen und die Bernauer Straße entlang fahren. Der Grünstreifen ist toll gemacht, überall lernt man was zur Berliner Mauer Geschichte, kann nebenbei in die Reihenaussiedlung schielen, die mitten auf dem Gelände steht und tut was für seine Figur. Wenn ihr unten am Nordbahnhof angekommen seid, fahrt ihr einfach die Invalidenstraße Richtung Mitte zum Weinbergspark. Hier bieten sich vielfältige Möglichkeiten fürs leibliche Wohl: Im Nola´s kann man herrlich auf der Terrasse sitzen, Schweizer Spezialitäten genießen und über den Park schauen. Wer lieber hip und gesund speisen mag, geht ins Daluma oder gegenüber ins „Superfood“.

Noch Energie? Na dann gehts weiter auf der Rosenthaler Straße Richtung Hackeschen Markt. Nun habt ihr die Qual der Wahl: Entweder ihr fahrt zur Spree und an dieser entlang, über die Friedrichstraße, vorbei am Regierungsviertel, einigen Strandbars, hin zum Hauptbahnhof und weiter zum Tiergarten. Die Strecke am Wasser ist ausgebaut, keine Autos stören und man erlebt Berlin hautnah. Die andere Alternative wäre das ehemalige Scheunenviertel, eins der bedeutendsten Zentren jüdischen Lebens: Auguststraße, Sophienstraße und Große Hamburger Straße sind stadtgeschichtlich sehr spannend und außerdem reihen sich viele Cafés und nette Shops aneinander. Einen Besuch wert ist immer Klärchens Ballhaus mit seinem hübschen Sommergarten. Nun dürftet ihr erschöpft in eure Betten fallen. Wenn nicht, dann sucht euch eine schöne Bar und genießt das Berliner Abendflair.

Kulinarisches Vergnügen im Westen der Stadt
Diese Tour eignet sich für jeden Tag in der Woche, außer sonntags, es sei denn, ihr möchtet eh kein Geld ausgeben.
Wenn ihr aus Mitte kommt, setzt euch am besten in den Bus 100 oder 200 und fahrt bis Bahnhof Zoo. Dann habt ihr schon mal schön viel von Berlin gesehen. Ich mag diese Bustouren sehr und manchmal hat man Glück und der Busfahrer oder ein Fahrgast haben Lust, etwas über Berlin zu erzählen.

Am Zoo angekommen, könntet ihr nun schnell weg laufen und den ganzen Tag bummeln gehen, den Ku´dumm rauf und runter, zum KaDeWe oder Richtung Fasanenstraße, vorbei an Fendi, Chanel & Co. Die Familie wäre dann wohl sauer auf euch und ihr zudem arm. Kompromiss: Ihr geht ins Bikini Berlin. Die Kinder setzt ihr im Erdgeschoss ans große Panorama Fenster. Da können sie dann entspannt die Affen beobachten, während der Mann an einem Green Smoothie schlürft und ihr durch die Geschäfte schlendert. Samsoe&Samsoe und American Vintage sind zwei Geschäfte, in denen ich sehr gern Geld ausgebe. Ebenso toll ist der Super Concept Space in der ersten Etage. Bei Sonnenschein auf der Terrasse einen Kaffee und Blick über den Zoo genießen. Drinnen kann man schön einkaufen und essen. Highlight ist aber die Monkey Bar neben dem Bikini Berlin, im 25hours Hotel. Übrigens auch empfehlenswert, hier zu übernachten. Ganz oben genießt man einen tollen Ausblick über den Westen der Stadt: Zoo oder Gedächtniskirche. Den Kindern wird definitiv nicht langweilig. Der New York Cheesecake schmeckt ausgezeichnet, der Sekt auch. Im Neni Restaurant solltet ihr unbedingt reservieren.

Cafe am neuen See www.mesupermom.de

Vorbei am Zoo, in den ihr natürlich einen Abstecher machen könnt, gelangt man in den Tiergarten. Einfach ein Stück Richtung Bahnhof Zoo zurück gehen, immer an den Mauern des Zoos entlang. Dann könnt ihr ihn nicht verfehlen: Den Schleusenkrug. Ich mag diesen Biergarten sehr gern. Er ist so verwinkelt, scheint zu Ende und geht dann doch noch ein Stück weiter. Drinnen und draußen kann man sehr gut speisen, bei schönem Wetter sitzt man prima direkt an der Schleuse. Da wird den Kindern auch nicht langweilig. Einen Kaffee kann man in jedem Fall immer trinken, wenn ihr noch satt seid. Na und Kuchen geht ja auch immer.

Genug gegessen? Weiter gehts den Weg entlang über eine Brücke und dann gleich den ersten Weg rechts nehmen, immer schön am Kanal lang, den Touristen Booten winken, den Sportbegeisterten auf der Wiese zuschauen und sich einfach treiben lassen. Kurz vor einer Brücke biegt ihr links ab und gelangt zum Café am Neuen See. Der Biergarten ist direkt am Wasser gelegen, das Restaurant gegenüber scheint auch sehr nett. Es gibt einen kleinen Spielplatz und Treetbootverleih. Ein lauschiger Ort mitten im trubeligen Berlin. Ihr könnt euch das Café aber auch für abends vormerken und spaziert erstmal am Rand des Tiergarten entlang. Dann könnt ihr nämlich an vielen Botschaften auf der Tiergartenstraße vorbei spazieren. Die Gebäude sind mitunter sehr imposant. Wenn ihr genug habt, biegt ihr einfach wieder in den Tiergarten ab und schlendert die vielen Wege entlang, Richtung Siegessäule. Ganz oben habt ihr wieder einen schönen Blick über Berlin. Auf dem Rückweg kehrt ihr dann im Café am Neuen See ein.

So, ich hoffe, alle Berliner und Berlin- Besucher finden ein paar Anregungen. Ich habe extra Tipps heraus gesucht, die man jederzeit umsetzen kann, nicht nur an Ostern. Denn viele Orte sind auch außerhalb der Feiertage einen Besuch wert.

Viel Spaß in meiner Lieblingsstadt. Verratet mir gern noch mehr Tipps und Ausflugsziele!

 

Author

Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

1 Comment

  1. Ach, da werd ich ganz sehnsüchtig… Ich war viel zu lange nicht in Berlin – und dabei bin ich doch so gerne da! Naja – Vielleicht im Herbst – den Mann mal auf Messe begleiten. Also er auf Messe, ich auf Stadt-Bummel ???? Danke für deine vielen Tipps und Ideen! Da gucke ich dann auf jeden Fall nochmal rein! ????

Write A Comment