„Schau mal, die Tante da hat aber einen hübschen Wauwau!“ Ganz ehrlich, ich bin nicht die Tante deines Kindes und das schwarze Felldings ist ein Hund, kein Wauwau. Ein H U N D.

Im Sommerurlaub wurde ich von anderen Eltern einige Male als „Tante“ tetuliert. „Das Strandspielzeug gehört der Tante da, gib das mal zurück.“ Was ist denn so wild daran, mich als „Frau“ vor dem Kind zu bezeichnen? Schafft „Tante“ irgendeine Art der zutraulichen Nähe? Würde das Kind sonst weinen, wenn es zu der unheimlichen Frau soll? Ich bin für klare Worte im Umgang mit den Kindern. Ich kann es ja verstehen, wenn man zur besseren Beschreibung sagt: „Gib das der Mama von Marlene.“ Ich kann mir auch nicht merken, wie alle Mamas und Papas heißen, die man so trifft. Die Kinder erst recht nicht. Mama von soundso finde ich nicht schlimm, bin ich ja auch. Aber ohne das man sich unterhält, in der Bahn oder auf der Straße mich als „Tante“ zu bezeichnen, nervt mich. Und ich verstehe es nicht.

Nervt mich auch beim Hund, und ja ich sage das auch. Wenn Eltern meist in sehr hohem Ton ihrem Kind entgegen flöten: „Ja mein Schatz das ist ein Wauwau!“ dann sage ich: „Das ist ein Hund, der macht wauwau. Manchmal.“ Ich bin ja nicht davor gefeilt, auch mal in Kindersprache abzurutschen oder leicht piepsig zu reden, aber andere Menschen sind eben Menschen, Frauen und Männer und keine Tanten und Onkel, denn wir gehören nicht zur Familie. Und ein Hund ist ein Hund, auch wenn sich „wauwau“ leichter sagen lässt.

Doch mich stört es richtig, als „Tante“ genannt zu werden. Irgendwie ist das, hmmm, abfällig, gar dümmlich. Sicher so nicht gemeint, aber wir sind doch alle schon erwachsen und können vernünftig reden, auch wenn ein Kind dabei ist. Das darf mich ruhig mit „Duuuuu, Fraaauuuu, darf ich mal den Hund streicheln?“ ansprechen, völlig in Ordnung. Oder lässt „Frau“ einfach weg und sagt ganz berlinerisch „Ey du“. Denn wir sind nicht alle Kumpels, oder gar verwandt und das will ich meinen Kindern auch gar nicht vermitteln. Klingt sonst so, als kenne man sich, tun wir aber nicht.

Oder seh ich das falsch?

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Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

34 Comments

  1. Nein meiner Meinung nach siehst Du das nicht falsch. Vielen Dank für diesen Artikel, denn ich sehe das genauso 🙂 Mir geht dieses ganze: „Das ist die Tante ….“ , „Geh mal zur Tante ….“, „Mal sehen ob Dir die Tante diesmal ein Geschenk mitgebracht hat“, … so auf die Nerven, vor allem auch bei der Familie meines Mannes. „Ich glaub manche Eltern wollen einen hier zwangsweise eine Verantwortung draufdrücken, anders kann ichs mir nicht erklären. Die Familie meines Mannes wohnt 700 Kilometer entfernt und trotzdem kommt dann einmal im Jahr: „Als Tante könntest Du dich mehr einbringen“. Schließlich bist du die Tante….. Tante, Tante, Tante.. Aber in meiner eigenen Familie gibt es schon soviele Kinder, da wäre ich dann die Supertante, die bald pleite geht, wenn sie jedem Kind noch ein Tantengeschenk machen müsste. Ich meine, warum kann man mich nicht einfach mit meinem Vornamen ansprechen. Ich mag meinen Vorname, aber den Zusatz Tante finde ich dämlich.

    Mach weiter so!

  2. Pingback: Linktipps #9 - Meine Blogfunde im September - Mama geht online

  3. Hallo,
    ich finde das ‚Tanten-Ding‘ nicht schlimm. Schön auch nicht, empfinde es aber eben nicht als persönlichen Angriff. Selbst würde ich nicht auf die Idee bei meinem Dreiergespann kommen, andere so zu betiteln.

    Jedoch stellen sich bei mir die Nackenhaare auf, wenn Kinder im Schulalter mit „Ey du“ auf mich zukommen. Ignoriere ich komplett.

    Von meinen drei Kids sind zwei sprachlich auffällig (genetisch bedingt). Der große ist sprachbehindert, die kleinste hat eine erweiterte Sprachentwicklungsstörung. Somit freu ich mich über jedes „wau wau“ und „miau“.

    Liebe Grüße,
    Katja

  4. Ich fühl mich alt, wenn ich als Tante angesprochen werde (auch in der Verwandtschaft). Das erinnert mit so ein bisschen an meine Schwiegermutter, die immer mal wieder „das Fräulein Müller“ zum Kaffee und eingeladen hatte. Mit ist bal die Kinnlade runtergeklappt, als ich das 85jährige Fröln Müller zum ersten Mal gesehen hab…??? soll halt jeder so machen, wie denkt und es kommt auch ein bisschen auf das Alter des Kindes an….ob man einem Baby einen „Wauwau“ zeigt oder einem Dreijährigen…. Der schon verstehen kann, was ein Hund ist… Liebe Grüße Kerstin

  5. Mir gehen diese Wörter auch schon sehr lange auf den Keks. Wenn ich mit meiner Tochter spreche, dann immer mit Worten, wie es sich gehört, wie Ziege, Hund, Pinguin, Schaf, Katze und nicht die Namen Wau-Wau oder ganz schrecklich Mietze, oder da ist eine Mäh. Das ist doch voll kompliziert für die Kinder, wenn sie erst lernen, es ist eine Mietze, und dann kommt immer mal wieder eine Person daher, die dann sagt, nein, falsch, dass ist eine Katze. Manche würden die Kinder vielleicht nicht so verbessern, sondern sagen, da ist eine Katze, das ist richtig, aber viele Erwachsene würden dem Kind wirklich sagen, dass ist doch falsch, es heißt doch Katze. Das ist etwas was mich stört. Die Kinder zu verbessern, ohne das sie es mitbekommen, finde ich richtig, und handhabe es auch so, wenn mal die Grammatik bei meiner Tochter nicht stimmt. Allerdings haben wir trotzdem auch Koseformen für das Bett, was sich so eingeschlichen hat: Bettiletti. Trotzdem weiß sie, dass es ein Bett ist, denn das sage ich genauso…. Was Tante angeht, dass ist bei uns auch eher die Höflichkeitsform. Allerdings wollte die Tante von meinem Mann nicht von unserer Tochter Tante genannt werden, sondern eher Oma, das fand ich allerdings etwas befremdlich, weil es nicht passt.

    Liebe Grüße

    Nancy

  6. Ich mag es auch nicht, wenn wildfremde Menschen als Tante oder Onkel betitelt werden. Dennoch macht es meine Tochter auch bei engen Freunden. Und das hat seinen Grund. Wir haben eine sehr kleine Familie und sollte meinem Mann und mir etwas zustoßen hat sie immer noch ihre Tanten und Onkel. Liebe Grüße, Maggie

  7. Bin genau deiner Meinung. Ich arbeite in einem medizinischen Beruf in dem die Mehrzahl meiner Patienten Kinder sind. Ich könnte ausflippen wenn die Mütter oder Omas mich bei ihren Kindern als Tante betiteln (kommt glücklicherweise nicht mehr so häufig vor) und habe dann immer das Gefühl, dass ich die Böse bin wenn ich darum bitte nicht so genannt zu werden. Selbst meine Neffen und Nichten sprechen mich nicht mit Tante sondern mit meinem Vornamen an. Ich fände es auch überflüssig, wir wissen ja, dass ich die Tante bin und müssen uns nicht jedesmal daran erinnern.

  8. Liebe Jette,

    ja dieses Tantending finde ich auch merkwürdig. Ich ermahne auch oft meinen Mann, meine Freundinnen gegenüber unserem Sohn nicht immer als Tante zu bezeichnen, obwohl da ja sogar noch eine innige Beziehung vorhanden ist. Neulich beim Friseur sagte meine Sohn zur Friseurin, die er nicht kannte: „Frau, das kitzelt.“ Daraufhin die Friseurin: „Du kannst doch Tante… sagen.“ Ähhh nein danke. In meiner Kindheit mussten wir auch die Erzieherinnen mit Tante … ansprechen. Vielleicht kommt daher meine Abneigung. 🙂

  9. Mehr noch als Tante an sich, stört mich wenn meine Berufsbezeichnung -Erzieher- als -Kindergartentante- abgewertet wird.
    Wir sprechen schon immer möglichst „natürlich“ mit unserem Kind. Sprachförderung bedeutet auch Feedback zu geben – nicht wertend sondern in Vorbildfunktion. Wenn mein Kind also erzählt: „Ein wauwau“, gebe ich einfach ein korrigiertes Feedback: „Ja, da ist ein Hund.“ Den Fehler zu wiederholen oder gar drauf hinzuweisen: „Das ist kein wauwau sondern ein Hund“ ist hier nicht angebracht. Die Sprache des Kindes ist nie „falsch“ sondern braucht Übung, Vorbild und Freude! um sich zu entfalten. Zumindest aus Sicht der Sprachförderung 🙂

    • Da haste recht. Bei meinen Kindern mach ich es meist auch so. Dass ich einfach reagiere u es korrekt wiedergebe. So wie du es geschrieben hast. U um die Sprache bei Kindern geht es in dem Text ja auch nicht sondern das Eltern so reden u eben Tante und Onkel sagen etc.

  10. Ich bin ganz deiner Meinung. Babysprache hin oder her, ich (und meine Kinder) benenne die Dinge und Menschen so, wie sie sind: Frau, Mann, Hund .. man will ja selber auch nicht als Tante benannt werden.
    Ich hatte dazu ein Erlebnis, was mich darin sehr bestätigt hat. Ich habe mit meiner Tochter (zu dem Zeitpunkt etwa 3 Jahre alt) einen Bauernhof besucht und wir sahen uns die Ziegen an. Eine andere Mutter mit einem älterem Kind kam dazu und sagte wörtlich zu ihrem Kind: „Schau mal eine MähMäh.“ Meine Tochter drehte sich dann entrüstet zu ihr um und sagte: „Aber das ist doch eine Ziege und die macht mäh!“ (und dann etwas leiser zu mir: „Weiss das die Frau denn nicht??“). Ich bringe meinen Kindern lieber einmal RICHTIG sprechen bei, als die falschen Wörter und Bezeichnungen dann später beim Logopäden wieder mühsam ab zu trainieren. (@DIE BÖSE MAMA: Und das hat auch nichts mit „guter Mutter“ zu tun!)

  11. Ich sehe das genauso. Schöner Beitrag!
    Nach meiner Beobachtung gibt es einen Unterschied zwischen neuen und alten Bundesländern (kann das jemand bestätigen?). Ich (aufgewachsen in West-Berlin) kannte diese Tante-Betitelung gar nicht, bis ich mit meinem Mann zusammengekommen bin. Da war ich ratz fetz bei Kindern in (entfernter) Familie und bei Freunden die Tante. Fand ich ganz ganz furchtbar. Mein Mann sagt rückblickend, dass es ihn als Kind verwirrt hat, wer alles „Tanten“ waren und eigentlich keine „echten“.

  12. Meine Eltern haben mir schon bei gebracht das nicht jede Frau eine *Tante* ist. So wird es auch bei unsern Kindern gehandhabt. Wie schon gesagt wurde, Tante gehört zur Familie und fremde Frauen sind Frau..aber eine Fremde eben…. Oder eben die Mama von…. Oder eben den Vornamen sagen, wenn man sich schon länger kennt. Ich bin da ganz der Meinung der Verfasserin des Beitrages.

  13. Ich hatte vor kurzem eine ganz gruselige Situation. Ich gehen von meiner Freundin (wohnt um die Ecke) nach Hause. Bei mir meine 2 Kinder, 2 Hunde und 2 Katzen. (Ja, die Leute gucken manchmal komisch, wenn wir so laufen?) Von einem Balkon höre ich plötzlich eine Frauenstimme: Ja guck mal ein Wau, ja da ist ein Wau, nein da sind ja zwei Wau’s. Ja und gucke mal, da sind ja auch zwei Mau’s…
    ???? Entschuldigt, aber mein erster Gedanke war: Kein Wunder, dass die Menschheit immer mehr verblödet. Ich finde es auch ok, wenn ein Kind wau wau sagt, aber wenn eine Mutter SO redet, da fällt mir wirklich nichts mehr ein. Und dieses Tante Onkel Ding finde ich persönlich auch ganz furchtbar. Einen schönen Tag euch! ?

  14. Marita Singer Reply

    Du hast so recht, ich mit allem was du geschrieben hast deiner Meinung. Meine Kinder heute 40 und 35 Jahre durften damals zu meinen Geschwistern sie mit ihren vornahmen ansprechen, wir haben es als Kinder schon gehasst, das wir alles mit Tante oder Onkel ansprechen mussten. Ich habe auch früher, wenn man mit den Kindern spazieren gehen wollte und die Leute dann sagten: geht ihr Atta Atta?Es kommt heute noch bei der älteren Generation vor?Ich habe dann immer gesagt: das ist ein Scheuermittel ?Waren dann meist beleidigt. Meine Mama ist 95 Jahre alt und sie sagt es auch immer wenn unsere Enkel Mädchen da sind, aber ihr sage ich es nicht ??? toller Beitrag von dir ????Danke ?☀️?

  15. Ich hab selbst keine Kinder, bin aber Tante. Mein Neffe hat auch schonmal Oma zu mir gesagt 😀 Ich glaube nicht, dass ich wollen würde, dass meine Kinder jeden Tante und Onkel nennen, eben weil es die schon angesprochene Nähe suggeriert und dass man zu jedem Vertrauen haben kann. Meine Schwägerin handhabt das auch genauso. Ich erinnere mich noch, dass mein Vater es immer furchtbar fand, als Onkel angeredet zu werden und großen Wert darauf gelegt hat, von Neffen und Nichten nur mit Vornamen angesprochen zu werden. Tante und Onkel wird bei uns eigentlich nur zu Verwandten meiner Großelterngeneration gesagt.

  16. Christine Schrade Reply

    Hallo Jette,

    bin durch Tollabea auf deinen tollen Blog gestoßen. Meine Kids sind schon etwas älter (10,13,15), Aber ich habe ihnen bei Fremden immer gesagt, das es eine Frau oder ältere Dame ist und nicht etwas Tante oder Oma….Aus meiner Kindheit kenne ich das aber auch. Unsere Nachbarn waren Tante Hannelore und Onkel Manfred. Ich denke auch, dass es hier um einen freundlichen aber höflichen Umgangston geht und es nicht so hart klingt wie Frau V,…. Zu unseren Nachbarn durften sie Danni oder Sonja sagen. Aber das kam von der Person selber. Ich würde mich also deinen Kindern auch mit „Hallo, ich bin Christine, Ellis Mama“ vorstellen ;). Aber aus Elternsicht bin ich ganz bei dir. Bei mir war es auch Hund und Katze, wenn die Kinder das sagen, stört mich das nicht. Aber wenn Erwachsene in die Babysprache verfallen, muss ich mir schon ein Grinsen verkneife. Zu diesem Thema gibt es eine schöne Passage aus dem Kinderbuch Raketen-Jo. Muss man als Hörspiel hören. Sehr sehr lustig. Bis demnächst. LG Christine

    • Aus Kindersicht stört mich das auch nicht. Wauwau sagt sich eben leichter. Trotzdem können Eltern ja ordentlich reden u dieses Tante und Onkel bei wirklich wildfremden Menschen schafft auch ne falsche Nähe.
      Liebe Grüße!

  17. Liebe Supermom, du sprichst mir aus der Seele!!!!!
    Mir geht das auch so auf den Keks und manchmal möchte ich dann mit einem maliziösen Lächeln die Eltern fragen, ob wir verwandt sind ;]
    (mache ich Schisser ‚türlich nur in Gedanken… :p)
    Danke für den Beitrag und euch noch schönen Urlaub,
    LG, S

  18. Haargenau! Ich bin stolze Tante von ingesamt sieben Nichten und Neffen, aber Tante bin ich eben auch noch fuer sie, gerne auch fuer mehr Neffen und Nichten… 🙂 Und auch bei den Tieren stimme ich ganz ueberein.

    Was mich allerdings ganz besonders nervt, wenn mich der Arzt mit Mama bezeichnet. Und Mama, wie geht es Ihnen? Da koennte ich echt die Waende hoch gehen.

  19. Mama Maus Blog Reply

    Hallo Jette,

    meine Kinder würden dich mit Tante ansprechen. Nicht, weil das einfacher ist oder weil sie nicht wissen was eine Frau ist, aber für mich gehört das zum guten Ton.

    Es ist eine Art Ersatz für das von Erwachsenen verwendete „Sie“, das Kinder noch nicht wirklich anwenden können. Nenne mich gerne altmodisch, aber ich empfinde es als unhöflich, wenn Kinder Erwachsene einfach mit Vornamen anreden. Deshalb würden meine Kinder Tante Jette sagen und es sehr respektvoll meinen.

    Viele Grüße
    Mama Maus

    • Ach das ist ja ein interessanter Ansatz. Als „Sie“ Ersatz habe ich das noch nicht gesehen, weil ich „Tante“ immer nur von den Eltern hörte. Und da finde ich es unpassend, weil es eine falsche Nähe suggeriert. Dass Kinder „Tante“ oder „Wauwau“ sagen, finde ich auch nicht schlimm, manches lässt sich ja einfacher aussprechen, ich meine es aus Elternsicht. Danke für diesen Punkt.

    • Das war bei mir als Kind auch so. Eine Freundin meiner Eltern war für mich „Tante Elsbeth“ 😉 Dass wir nicht verwandt sind, war mir trotzdem immer klar.
      Bei meiner Tochter verzichte ich aber darauf. Ich möchte nämlich Situationen vermeiden, in denen sie jemanden „Tante“ oder „Oma“ nennt und die gemeinte Person passt altersmäßig (noch) nicht zu dem Begriff. Kinder geben ihre Gedanken ja unheimlich ehrlich preis…

  20. Ich fühl mich auch immer furchtbar alt, wenn ich von fremden als Tante bezeichnet werde ? Für mich ist das auch sehr befremdlich und ich würde das nie zu meinen Kindern sagen… Wau wau hingegen sage ich häufiger mal, aber vielleicht auch, weil sich für mich kleiner wau wau irgendwie niedlicher anhört und ich meist mehr aus dem Häuschen bin als meine Kinder, wenn wir einen süßen Hund sehen ?

  21. Die böse Mama Reply

    Ich habe selbst mein Leben lang ein Hund und empfinde es überhaupt nicht wild, wenn Kinder bis zu einem gewissen Alter „WauWau“ sagen. Steinigt mich, aber was um alles in der Welt ist schlimm daran?! Sie werden wissen, dass das ein Hund ist. Wenn „WauWau“ noch leichter geht oder sie vielleicht noch so klein sind, dass sie „WauWau“ nur mit „Hund“ assoziieren… . Meine Güte. Kommt wieder runter ihr guten Mütter! Euer Kind wird so oft noch sagen „Hund macht Wauwau“ etc. Gemachte Probleme können auch zu echten werden und das Leben kürzen. Bleibt mal gelassener und lasst die Zeit Zeit sein und den „WauWau“ den „WauWau“. Zum Hund wird er von allein.

    • Warum muss man denn dann gleich so abwertend schreiben? „Ihr guten Mütter“. Ist doch unnötig.
      Der Beitrag handelt nur peripher von dem Wauwau-„Problem“ und natürlich geht die Welt nicht unter wenn ein Kind das sagt, ich finde es aber völlig iO seinem Kind vorzusagen, dass es ein Hund ist. Klar sagt es das irgendwann von allein und meine Kinder haben auch wauwau gesagt, weil es leichter ist. Trotzdem habe ich „Hund“ gesagt, sie aber nicht verbessert. Das macht einen im übrigen weder zu einer guten, noch einer schlechten Mutter.

      • Nein, man lässt das „wauwau“ eben NICHT stehen weil es schlicht falsch ist! Ebenso wie es keine ‚huschhusch‘ ist sondern Lok/Zug/Eisenbahn oder Pferd statt ‚Hottehüh‘
        Die Kinder merken sich das und es ist für sehr viele wirklich schwer, Ente statt ’natnat‘ zu sagen. Spätestens im Vorschulalter werden sie schräg angeschaut und das, was bisher immer ok war soll nun anders abgespeichert werden. Einfach gar nicht erst damit anfangen!
        Natürlich kommen während des Spracherwerbs einige niedliche Dinge hervor wie bei uns ‚Mummimipfel‘ für Gummistiefel. Das ist ok und wird später gern als Bonmot zum Besten gegeben, aber ‚einreißen‘ lassen sollte man das nicht. Ich persönlich finde es unfair.

    • Frau Morag Reply

      Es geht doch nicht darum,dass das Kind den Hund als Wauwau bezeichnet.
      Es geht um Eltern, die mit ihren Kindern so sprechen ….

  22. Hallo Jette,

    ich bin ganz bei dir. Eine unserer großen Errungenschaften als Eltern ist für mich, dass unser Sohn ganz selbstverständlich „Hund“ sagt. Ich erinnere mich auch mit Schrecken an den Satz „Tu mal die Mäh ei-ei.“, den ich am Zaun eines Streichelgeheges hörte. Wir hatten noch keine Kinder, aber es stand fest: Das wird uns auf keinen Fall passieren!
    Und die Bezeichnung „Tante“ für andere Frauen finde ich fürchterlich, genauso wie „Onkel Doktor“.

    LG
    Martina

  23. Super. Mich nervt das auch. Ich möchte einfach auch, daso die Kinder wissen, wer wirklich diein Tanten und Onkels sind. Und zu viel Nähe zu Fremden möchte ich auch nicht zulassen, damit die Kinder nicht zu zutraulich werden und mit jedem mitgehen.

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