Noch drei Wochen bis zum errechneten Geburtstermin. Oder ein wenig kürzer/länger, je nachdem was sich das Superbaby so denkt. Tatsächlich könnte es jetzt auch gern ein wenig kürzer sein, aber das sagen wohl alle Schwangeren zum Ende hin.

Mir geht es nach wie vor gut. Okay, alles läuft langsamer, ich brauche öfters Pausen und bin schnell platt. Außerdem schlafe ich schlecht, was nervt. Vielleicht will der Körper ja schon üben für die kommende schlaflose Zeit. Der Bauch ist nach unten gerutscht und gefühlt nur noch im Weg. Auf dem Rücken liegen klappt nun leider fast gar nicht mehr, von einer auf die andere Seite drehen sieht irgendwie sehr ungelenk aus. Naja. Nicht zu ändern. Der Mann schläft eh so tief und fest, der merkt und sieht  nüscht.

Zugenommen habe ich knapp 12 Kilo und laut meiner App das Wassermelonen Stadium erreicht. Pfts. Das Baby wiegt knapp 3 Kilo und ist kein Frühchen mehr. Hörste? Musst dich nicht mehr groß hübsch machen, kannst kommen. Sie hat täglich Schluckauf, was sich etwas lustig anfühlt, da sie so tief im Becken sitzt. Das Boxen gegen die Blase hat sie immer noch nicht abgelegt und führt streckenweise dazu, dass ich unterwegs stehen bleiben muss, so ein stechender Schmerz ist das. Ansonsten hat sie schon einen Rhytmus und rumpelt immer zu den gleichen Zeiten im Bauch herum. Gegen 24 Uhr ist dann aber Ruhe und sie scheint auch nachts nicht sonderlich aktiv zu sein. Jedenfalls hat sie mich noch nicht geweckt. Mit dem ersten Kaffee fangen die Bewegungen wieder an. Das genieße ich nach wie vor. Drückt sie zu sehr gegen die Bauchdecke muss nur der Mann die Hand auflegen und schon zieht sie ihren Po weg, hihi. Es ist schon ein Wunder was der Körper da vollbringt.

Das sommerliche Wetter macht mir nicht allzuviel aus. Okay einen großen Spaziergang möchte ich auch nicht mehr unternehmen, aber im Schatten ist alles wunderbar. Keine schweren Beine, nur Rücken. Rückenschmerzen sind wirklich was Blödes, aber zum Glück mit einer Runde in der Wanne liegen oder auf dem Sofa schlummeln, erträglich. Auch wenn es keinen großen Grund zum Klagen gibt, bin ich froh, wenn der Bauch nicht mehr da ist. So viele Kilos mehr sind einfach beschwerlich und dann noch hauptsächlich auf den Bauch verteilt.

Seit ein paar Tagen schläft die Kleine fast jede Nacht in ihrem Bett durch. Das ist echt schön, weil wir unser Bett nun wieder für uns haben, wenn auch nur für eine kurze Zeit. Vielleicht ahnt sie ja, dass der Schlaf im Kinderzimmer erholsamer ist als bald mit Baby. Die Große meinte gestern abend, dass sie es schade findet, dass ich nicht mehr so mobil bin und mir immer was weh tut wegen dem Bauch. Ich glaube, sie hat auch keine Geduld mehr.

Es ist auch alles eingerichtet soweit. Was noch fehlt ist nichts, was wir dringend bräuchten für die erste Zeit. Meine Mama hat einen Schlüssel und ist halb in Alarmbereitschaft. Wir haben alle Unterlagen fürs Krankenhaus zusammen, auch für die Anmeldung beim Standesamt. Das spart uns den Gang in Selbiges und wir bekommen die Geburtsurkunden nach Hause geschickt. Auch der bürokratische Kram zwecks Eltern- und Kindergeld ist soweit ausgefüllt. Ich mach es zwar nicht gern, bin da aber immer recht gut vorbereitet und freue mich, wenn sowas schnell abgearbeitet ist.

Gedanklich stresst mich die Geburt grad nicht so sehr. Der Satz der Hebamme, dass die Dritten entweder so sind wie die erste Geburt oder völlig aus der Reihe tanzen, macht mich zwar leicht nervös wenn ich so darüber nachdenke was mit „aus der Reihe tanzen“ gemeint ist, aber tatsächlich macht mich was Anderes viel nervöser: Wir haben bald drei Kinder! Das ist doch irre. WIR sind irre. Und dann wieder diese Müdigkeit, die Rückbildungswehen, die Gefühle, das Stillen, die Sorge ob alles ok ist….. Da kann ich leicht verrückt werden wenn ich mich darauf einlasse. So neugierig ich auf das Baby bin und auch wenn ich immer ungeduldiger werde, diese leichte Panik und das Wissen darum, wie die erste Zeit so sein kann, „trübt“ die Vorfreude ein wenig. „Es wird schon alles gut“ denken nur die Anderen im Moment.

Tja so ist das, knapp 3 Wochen vor der Geburt. Ich versuche mich nicht zu sehr auf den Termin zu versteifen. Geduld ist nicht meins, aber ich weiß ja, dass Babys ihr eigenes Tempo haben und es eh nichts bringt, die Tage zu zählen und am errechneten Termin enttäuscht zu sein wenn einfach nichts passiert. Sie wird schon wissen, wann es passt. Und weil so viele immer wieder fragen: Ja wir haben einen Namen. Den weiß aber keiner, außer wir, die Mädels und meine Mama. Das wird auch so bleiben bis nach der Geburt. Dann verraten wir ihn aber auch der „Öffentlichkeit“.

Wie waren denn bei euch die letzten Wochen der Schwangerschaft? Anstrengend? Schön und erholsam? Hattet ihr ähnliche Gedanken?