Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Leibniz.

Leibniz wird dieses Jahr 125 Jahre alt und feiert dies mit einer schönen Idee: Unter dem #ImmerFürDichDa sammeln wir schöne Kindheitserinnerungen und zwar in Form eines „Rebuilds“. Re-was?? Ein Bild von früher wird dabei so genau wie möglich heute nachgestellt. Egal ob Mama, Papa, Freundin, Cousine, Oma, es gibt ja immer ganz besondere Menschen in unserem Leben. Und alle die einen Blog haben sind herzlich zu dieser schönen Blogparade eingeladen um ihre Erinnerungen zu teilen. Zu gewinnen gibt es auch was, dazu später mehr. Von meiner wichtigen Person möchte ich euch heut erzählen:

„Sag mal, wie lange kennen wir uns jetzt eigentlich?“
„Viel zu lange!“
So ähnlich laufen Gespräche zwischen mir und meiner besten Freundin. Es müssen schon 25 Jahre sein, die wir uns nun kennen. Meine Eltern zogen damals nach Berlin mit mir und verkuppelten mich mit der Tochter eines befreundeten Paares. Bine war wohl etwas enttäuscht als sie mich das erste Mal sah. Ich war zwar ein Jahr älter, aber kleiner als sie. Ihr Plan, eine Beschützerin zu haben, ging erstmal nicht auf. Später bekam ich dann bei einem Streit mit ihrem Klassenkameraden eine Eisenstange in den Bauch und würde sagen, das war Beschützung genug.

Es gab ja früher kein Telefon, geschweige denn ein Handy, also musste man sich verbindlich verabreden. Oder quer über den Hof brüllen, denn sie wohnte im Haus gegenüber. Wir verstanden uns schnell sehr gut, besuchten nie die gleiche Schule oder hatten ähnliche Hobbys und waren so immer genötigt, den Kontakt und die Freundschaft aufrecht zu erhalten, weil wir uns nicht einfach sahen im täglichen Leben.

Wir flogen mit ihren Eltern zusammen in den Urlaub, schrieben uns Briefe, nahmen Radiosendungen auf, spielten viel draußen und stromerten durch die Gegend, tauschten Spielzeug, bauten Höhlen und verbrachten eine tolle Kindheit zusammen. Streiten konnten wir übrigens hervorragend. Kurz bevor ich mit 16 Jahren nach Amerika ging hatte Bine einen Freund und ich dachte, das wars mit unserer Freundschaft. Aber nichts da. Der Kontakt riss nicht ab und unsere Freundschaft überlebte auch noch andere Abschnitte, in denen andere Personen eine wichtigere Rolle in unserem Leben spielten. Aber sie war immer in meinem Herzen.

Bine bezwang für mich ihre Flugangst und kam zu mir nach Spanien. Wir schwärmten von unseren damaligen Partnern nur um ein paar Wochen später an Silvester alles doof zu finden, weil in der Liebe doch alles anders kam als gedacht. Wir durchlebten schwere Zeiten des Anderen gemeinsam, waren füreinander da und sind es immer noch. Ich würde zu jeder Tages- und Nachtzeit für sie los fahren und ihr helfen. Für mich tat sie das schon. Als ich einen Autounfall hatte kam sie grad von einer langen Schicht und lag vermutlich seit einer Stunde im Bett. Sie holte mich ab und blieb bei mir bis meine Eltern nach Hause kamen.

Liebe Bine,
für mich bist du meine „kleine“ Schwester. Du weißt es kommt von Herzen wenn ich dir sage, dass du ganz schön doll bekloppt bist. Ich kann gar nicht aufzählen über was für Blödsinn wir so lachen, wahrscheinlich würde es keiner verstehen. Bei dir kann ich meine Sorgen ausschütten und du hörst immer zu. Nie bevormundest du mich oder machst mich schlecht. Du bist einfach da mit deinem großen Herzen. Das zeigst du auch immer wieder in wirklich schönen und persönlichen Geschenken. Für dich ist das kleine Herz an meinem linken Unterarm, weil es genau da hin musste. Weil ich manchmal, wenn wir uns verabschieden, mich ärger, dass ich dir nicht gesagt hab wie froh ich bin, dass du meine Freundin bist und dass ich dich liebe. Es wär das Schlimmste für mich wenn du nicht mehr da wärst. Denn ich möchte doch später mit dir auf der Veranda an der Ostsee sitzen, im Schaukelstuhl, den ähnlich bekloppten Enkeln zuschauen, über die Männer lästern, die bestellte Pizza verdauen, während drinnen schon mehrere DVDs warten, neben einem riesen Berg Schoki, Chips und Strraaaaabääääärrriieeetschiiießkake Eis.

#immerfuerdichda beste Freunde Leibniz www.mesupermom.de

Damals. So 2006.

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Heute

Wie es zu dem Foto kam wissen wir Beide nicht mehr. Es muss so 2006 herum gewesen sein, in meinem WG Zimmer. Sicher an einem Samstag Abend, mit Schoki, Pizza, DVDs und Anderem. Eine von uns Beiden wird wohl festgestellt haben, dass du nicht schielen kannst, also habe ich dir den Trick mit dem Finger gezeigt und wahrscheinlich haben wir sehr sehr viel gelacht, bevor wir hinaus in die Berliner Nacht gezogen sind, getanzt haben, hübschen Männern hinterher schauten und am Ende beim Bäcker landeten um den Kater mit einem belegten Brötchen in Schach zu halten. Wie ich dann lieblos das Ei auf den Boden warf und du noch hinterher sprangst es zu retten und wir wahrscheinlich reichlich doof aussahen. Und wenn ich so an die 25 Jahre zurück denke, dann fallen mir mehr verrückte und bekloppte Momente ein, als schwere und traurige.

Wir werden noch in 30 Jahren rätseln, wie genau du in jener legendären Nacht deinen halben Zahn verloren hast und wie es uns möglich war mit den Ösen in einen Fotoautomaten zu passen. „Warwick Avenue“ wird immer das Lied sein, bei dem wir alle laut im Subways mitsangen. Für immer werde ich zu „Chop Suey“ von System of a Down unsere Choreographie durchtanzen und bei „Hey“ von den Pixies an dein Video für mich denken. Wir werden auch in Zukunft überlegen wie lange wir uns kennen um dann zu betonen, dass es jetzt echt viel zu lange sei, wobei ich mir von Herzen wünsche, es dauert noch ewig. Ohne Dich würde ich vielleicht ein paar Kilo weniger wiegen und hätte vielleicht ein Fotoalbum mit vernünftigen Fotos von mir und du hättest wahrscheinlich noch einen vollständigen Zahn. Wobei wir ja Beide wissen, dass die Ösen daran Schuld sind, aber pssst. Aber ohne Dich wäre alles nur halb so bunt, verrückt, lustig, lecker, fröhlich, gemütlich und schön. Du gehörst zu meiner Familie, wie eine Schwester und ich liebe dich von ganzem Herzen.
Deine Klette.

 

Aufruf zur Blogpararde

Logo 125 Jahre Butterkeks

Nichts prägt uns für unseren weiteren Lebensweg mehr, als die eigene Kindheit. Zum Jubiläum lässt Leibniz deshalb ganz persönliche Kindheitsgefühle sowie Familienmomente von damals aufleben und erweckt das Kind in jedem von uns neu. Gemeinsam mit Leibniz rufen Frau Mutter und ich zu einer Blogparade auf: Dabei wollen wir von dir wissen: Welche Person begleitet dich seit deiner Kindheit und war bisher immer für dich da? Frau Mutter berichtet von ihrem Papa, sehr lesenswert.

Erzähl uns deine persönliche „Heute wie damals“-Story. Wähle hierfür ein Kindheitsfoto aus, das dich mit deinen Liebsten zeigt und stellt das Foto gemeinsam so originalgetreu wie möglich nach. Benutze dabei den #ImmerFürDichDa. Bis zum 30.04. läuft die Aktion.

Unter meinem Beitrag gibt es eine Linkliste, so dass du deinen Link zu deiner Geschichte hier eintragen kannst und wir alle ein paar tolle Menschen kennen lernen.

Du hast keinen eigenen Blog und möchtest trotzdem teilnehmen? – Kein Problem, erzähle deine persönliche Geschichte einfach in meinem Kommentarfeld und schicke mir dein Rebuild per Mail an hello@supermom-berlin.de

Unter allen Teilnehmern verlost sowohl Frau Mutter als auch ich 2 Pakete mit á 1x Familien-Ration Leibniz Kekse + FUJIFILM instax mini 8 +  FUJIFILM Instax Mini Film (10 Aufnahmen) und auf der Facebook Seite von Leibniz (687.000 Fans) werden die Gewinner-Posts in einem Karussell-Beitrag verlinkt. Ich freu mich auf eure Geschichten und vor allem die Rebuilds.