Eva Imhof kennen Viele von euch vielleicht als Wetterfee bei RTL. Oder als YouTuberin. Auf ihrem Kanal „Die Imhofs“ lässt sie die Zuschauer an ihrem Leben mit Zwillingen teilhaben. Sehr amüsant und unterhaltsam. Eva traf ich schon ein paar Mal, immer zum Essen. Wir quasseln viel und die Zeit verfliegt nur so. Faszinierend an Eva´s Familie ist, dass sowohl sie, als auch ihr Mann Peter pendeln. Er nach Leipzig, sie nach Köln. Ich weiß gar nicht, wie das möglich ist, dass man nicht im kompletten Chaos versinkt, oder aus Versehen mal vor der falschen Wohnung steht, weil man verwirrt vom vielen Pendeln ist. Dazu noch der Vlog… Ich glaub, die Zwei sind geklont. Daher war es an der Zeit sie mal zu befragen, wie sie das alles wuppt und dabei noch so gute Laune hat.

Viel Spaß beim Lesen des Interviews. Wer schon immer mal wissen wollte, wie Edding von Wänden verschwindet, Eva hat eine Lösung. Und es zeigt sich mal wieder: Wenn man nur will, ist alles möglich. Hauptsache alle Beteiligten sind glücklich und da habe ich bei Eva keine Sorgen. 

  1. Wie sieht ein typischer Tag als Vlogger an deinem Arbeitsplatz aus? Was machst Du schönes, wenn du nicht in Köln bist und als Wetterfee fungierst?

Also wenn ich „vlogge“ verbringe ich die meiste Zeit nicht an meinem Schreibtisch, sondern begleite mit der Kamera unseren Alltag als Familie mit Zwillingen. Wenn ich nicht in Köln arbeite bin ich in erster Linie Mama und filme zum Beispiel, was wir kochen und zeige Rezepte, die man super schnell umsetzen kann und bei denen die Kinder mithelfen können oder wir zeigen zum Beispiel auch, was man in Berlin mit Kindern unternehmen kann.

  1. Wo überall steht ein Schreibtisch, denn du pendelst ja immer fleißig zwischen Köln und Berlin?

Wir haben einen Schreibtisch zu Hause in Berlin unterm Dach und in Köln teile ich mir einen Schreibtisch mit meinen Kollegen. Aber dort verbringe ich die meiste Zeit ja im Studio vor der Wetterkarte oder irgendwo draußen und weniger am Schreibtisch. Außerdem hat man heutzutage seinen Schreibtisch ja meistens in der Tasche: mit meinem Handy recherchiere ich, beantworte Mails und mache viel Kram, für den man früher sehr viel Zeit im Büro verbracht hat. In unserem Büro in Berlin sitzt meistens Peter und schneidet dann unsere Filme zusammen.

  1. Dein Lieblingsgegenstand am Arbeitsplatz?

Also ehrlich gesagt habe ich da gar keinen Lieblingsgegenstand. Da ich mir in Köln meinen Schreibtisch teile ist mein Arbeitsplatz dort ziemlich clean und zu hause ist er so unaufgeräumt, dass ich eher sagen könnte, was mein „unliebster“ Gegenstand ist: die Berge von unerledigter Post!

Schreibtisch in Berlin von Eva Imhof www.mesupermom.de

  1. Voll chaotisch oder pinibelst aufgeräumt und die Stifte nach Farben sortiert?

Oh nein! Schön wäre es! Seit wir die Zwillinge haben kommen wir kaum noch nach mit dem Papierkram. Leider stapeln sich bei uns Massen an Briefen. Aber so langsam versuche ich wieder alles unter Kontrolle zu bringen – seit die Kinder im Kindergarten sind habe ich nun ja auch endlich wieder etwas Zeit zum Aufräumen.

  1. Was darf auf keinem Schreibtisch deiner Meinung nach fehlen?

Genügend bunte Stifte und Stempel und Papier, damit die Kinder sich ausleben können, wenn sie ankommen und „mitarbeiten“ wollen 😉

  1. Wie genau macht ihr das eigentlich mit Job, Kinder, Videos drehen? Seid ihr geklont oder schlaft ihr nie? Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Video recht zeitaufwendig ist und man braucht ja auch immer ne Idee.

Also wir sitzen des öfteren Abends zusammen und stimmen unsere Terminkalender aufeinander ab. Wenn Peter in Leipzig moderiert versuche ich die Woche frei zu haben und wenn ich nach Köln muss, versucht Peter nicht zu arbeiten, damit immer einer von uns bei den Kindern ist. Wenn sich doch mal was überschneidet kommen extra Peters Eltern aus dem Harz. Und seine Schwester ist schon zwei Mal vom Bodensee angereist, um uns zu unterstützen. Das ist natürlich toll, wenn man so einen Rückhalt in der Familie hat! Die Videos drehen wir am Wochenende beziehungsweise thematisieren ganz bewusst unser Leben mit Jobs in verschiedenen Städten und wie das ist, wenn man sich als Paar Kind und Karriere 50:50 aufteilt. Das bedeutet also, dass wir oft nicht extra Themen suchen, sondern unseren Alltag dokumentieren. Peter sitzt aber schon manchmal noch abends oder am Wochenende da und verbringt sehr viel Zeit damit, die Videos zu schneiden.

  1. Was lenkt dich prima vom Arbeiten ab? Die Tafel Schoki? Spannende Shops? Andere Vlogs/Blogs? Die Kinder? Oder kennst du (etwa) das Wort „Ablenkung“ gar nicht?

Mich lenkt leider sehr viel ab. Ich muss mich oft zwingen nicht allzu oft aufs Handy zu schauen. Außerdem sind Facebook und Instagram eine prima Ablenkung, ebenso wie Newsseiten oder – ja – Shops! Wenn wir abends gemeinsam Zeit verbringen haben wir uns ein Handy Verbot erteilt – ansonsten starrt man doch ständig auf dieses Ding.

  1. Als Freiberuflerin kann man seinen Schreibtisch auch prima mit nach draußen nehmen und mal ne Runde im Café am Laptop arbeiten. Ist das was für dich oder kommst du dann zu gar nichts?

Ich finde die Vorstellung, im Café zu sitzen und so wahnsinnig kreativ zu sein sehr inspirierend, aber bei mir funktioniert das leider gar nicht. Da würde ich wahrscheinlich die ganze Zeit nur rumgucken und mich über die Sonne oder die hübsche Umgebung freuen. Aber so als Vorstellung und in Zeitschriften finde ich es toll.

  1. Schaffst du es, irgendwann Feierabend zu machen oder huschst du doch immer mal wieder an den Schreibtisch oder die Kamera?

Also vor die Kamera weniger, weil es abends zum Filmen zu dunkel ist. Dann müsste ich extra noch Licht aufbauen und dafür bin ich dann doch zu faul ;-). Und wenn Peter abends heim kommt und die Kinder im Bett sind haben wir miteinander die Verabredung die Handys wegzulegen und nichts mehr „jobmäßiges“ zu machen. Das finde ich auch ziemlich wichtig, weil man auch als Paar aufpassen muss, dass man sich nicht aus den Augen verliert. Gerade wenn man in verschiedenen Städten unterwegs ist und so viel zu tun hat.

  1. Haben deine Zwillinge Schreibtisch-Anfass-Verbot oder finden auch mal Bastelnachmittage statt, bei dem vielleicht das Vloggernotizbuch dran glauben muss?

Wir sind eher so „laissez-faire“ und die Kinder haben schon einiges zu Hause „verschönert“. Wenn sie viel Chaos anrichten bilde ich mir immer ein das fördere die Kreativität ;-). Nur als sie angefangen haben mit Edding die Wände im Büro anzumalen, war dann doch mal die Grenze erreicht. Das ging erstaunlicherweise aber mit Feuchttüchern ziemlich gut wieder ab.

  1. Und sonst so?

Ach Jette, ich würde Dich gerne mal wiedersehen! Das vermisse ich: mal wieder so richtig über die Stränge schlagen! Weil man immer an den nächsten Morgen denkt. Wenn ich abends unterwegs bin, ertappe ich mich immer dabei, wie ich auf die Uhr schaue und anfange zu rechnen, wie viel Schlaf ich noch bekomme, weil um sechs Uhr ja wieder Rambazamba im Kinderzimmer ist…

Aber vielleicht können wir uns mal wieder zum Frühstücken sehen?! Ich habe nie so leckere Pancakes mit Speck gegessen wie mit Dir!

Liebe Eva, vielen Dank für das Interview! Pancakes gehen sowas von klar! Hab schon Hunger drauf.