In letzter Zeit sah ich auf Instagram immer wieder Texte, in denen User über das Posten ihrer Kinder nachdenken. Ob es denn okay sei, irgendwie sei da ein mulmiges Gefühl, aber der Account sei ja privat, trotzdem wisse man nicht recht… Auch auch Facebook lese ich häufig, dass man seine Kinder besser nicht zeige, weil Jeder die Fotos nutzen kann und man nicht wissen kann, wie die Kinder das später finden. Das Recht am eigenen Bild wird ganz oft genannt und eben die Angst vor bösen Menschen oder Fake Accounts.

Nun habe ich einen Blog und lebe somit zum Teil in der Öffentlichkeit. Auch meine Kinder, denn wir haben uns damals entschieden, diese zu zeigen. Ich möchte heute mal meine Sichtweise schildern, denn manche Artikel sind mir einfach zu reißerisch, einseitig und einmal munter mit der Gießkanne über alle rüber gegossen, die Kinder zeigen oder bloggen.

Vorneweg möchte ich deutlich betonen, dass ich Eltern eine gewisse Medienkompetenz unterstelle. Will heißen: Fotos oder Videos, die Kinder lächerlich machen oder sie zur Schau stellen, gehören für mich auch nicht unbedingt ins Netz. Wir erinnern uns alle an den Jungen aus den USA, der nach einem Zahnarztbesuch noch recht benebelt, lauter lustige Sachen erzählte. Klar ist das niedlich, aber am Ende lacht man über ihn. Ebenso halte ich es für reichlich komisch, seinem Kind einen Balken oder Smiley auf´s Gesicht zu drücken, aber in Unterhose oder nackt im Pool zu fotografieren. Denn mal ehrlich, das Gesicht interessiert gewisse Menschen wohl am Wenigsten. Das meine ich mit Medienkompetenz. Zu wissen, der Beitrag kann nicht mehr gelöscht werden. Zu überlegen, ist das Foto harmlos? Sich zu fragen: Kann ich damit leben, wenn ganz Berlin mit diesem Foto plakatiert ist?

Ich bin Mitte dreißig (fast!) und mit den neuen Medien halbwegs groß geworden. Ich bewege mich Jobbedingt viel im Internet, schaue mir neue Plattformen an, beobachte Entwicklungen. Meine Kinder wachsen, anders als ich, mit Smartphones, Tablets, Laptops auf. Es ist also an uns, auch unsere Kinder medienkompetent zu erziehen. Nicht die Augen vor YouNow zu verschließen oder das Kind einfach machen zu lassen. Man kann Kindern erklären, wie man mit seinen Daten im Internet umgeht, welche Videos und Fotos man hochlädt. Man kann versuchen, sie zu begleiten, ihnen diese neue Technik mit auf den Weg zu geben, sie nicht als etwas Böses zu verteufeln, wo sowieso jeder nur gemobbt wird und ständig Shitstorms ausbrechen. Denn wir haben die Chance und das Wissen, unseren Kindern einen vernünftigen Umgang beizubringen. Wo wir noch austesten, uns wundern, hinterfragen und kritisch sind, wächst die nächste Generation selbstverständlich mit Blogs, Snapchat etc auf. Und weder ich, noch ängstliche „Gegner“ können erahnen, wie unsere Kinder später das Internet nutzen, wie sie mit Familienblogs umgehen, ob es ihnen vielleicht total egal ist, weil eh jeder zweite im Netz zu finden ist. Wir wissen es nicht, wir spekulieren nur. Daher ist es an uns, diese Technik gut zu nutzen. Keine Nacktfotos oder abwertende Videos hochzuladen, respektvoll mit unseren Kinderfotos umgehen, vorsichtig mit Daten sein. 

Natürlich kann meine Vierjährige nicht wissen, was ich genau mit den Fotos mache. Sie vertraut mir und ich entscheide, ob ich dieses Foto vertreten kann. Wenn sie dies später nicht mehr möchte, dann akzeptier ich das. Das Argument, Kinderalben sind einem selbst auch immer peinlich kann ich übrigens nicht bestätigen. Ich bin stolz auf meine Kinderfotos. Auch kann ich natürlich nicht kontrollieren, was irgendwer mit diesen Fotos anstellt und wie schwer es wäre, rechtlich dagegen vorzugehen. Ich kann die Gedanken solcher Menschen nicht nachvollziehen, weder die die Fake Accounts erstellen, noch die, die Schindluder betreiben. Aber nicht ich bin Schuld, wenn Menschen sowas tun, sie sind es selbst. Nicht ich muss mit so etwas rechnen, wenn ich mich entscheide öffentlich zu leben, nein, der der mobbt, mich angreift, meine Fotos benutzt handelt unrecht. Ich habe die Verantwortung für meine Kinder und entscheide über ihre Öffentlichkeit. Korrekt. Also sollte mir auch unterstellt werden, dass ich verantwortungsvoll handel und Entscheidungen in ihrem Sinne treffe. So, wie ich jeden Tag für sie Entscheidungen treffen muss. Respektvoll und sie achtend. Was darüber hinaus passiert, dafür ist kein Mamablog, kein mega berühmter Instagramer, kein YouTube Star Schuld. Schlecht zu handeln ist die Entscheidung derer die es tun. Meine Entscheidung ist, ob ich ihnen Futter gebe.

Auch wenn das Internet eine größere Plattform bietet, wir gehen jeden Tag vor die Tür, werden von einer Überwachungskamera gefilmt, setzen uns ins Café und werden vielleicht für eine Sendung interviewt die später im TV zu sehen ist. Wir gehen im Sommer mit unseren Kindern an den See oder mitten in Berlin an eine öffentliche Plantsche. Wieviele Eltern lassen ihre Kinder unbekleidet oder nur im Slip stundenlang durchs Wasser hopsen in einem Park, der überall einsehbar ist. Diese Gefahr ist ebenso da, nicht greifbar, aber es könnte passieren, dass jemand ein Foto macht oder Videos dreht.

Unsere Kinder sind ein Teil von meinem Leben. Sie gehören genauso dazu, sie schreiben meine Lebensgeschichte, die ich mich entschlossen habe, in Teilen zu veröffentlichen. Ich klammer sie nicht aus, weil irgendwer irgendwo etwas damit anstellen könte. Ich verschließe sie nicht vor diesem Medium, nur weil ich nicht weiß, wie ihr Umgang damit später sein wird. Ich kann nur nach bestem Gewissen handeln und für mich Entscheidungen treffen, wieviel Privates ich zulasse. Denn es ist immer nur ein kleiner Teil von unserem Leben, ein winziger Ausschnitt, über den Andere urteilen und kommentieren können. Ja dieser Teil ist öffentlich, ja ich stelle mich Unmut oder Kritik, ja unsere Kinder sind zu sehen. Aber es ist für mich okay, denn das Risiko, dass etwas Schlimmes passiert oder es ihnen später peinlich ist, ist nicht abschätzbar, denn wir wissen nicht wie sie reagieren. Wir kennen die nette Frau nicht, die an der Plantsche scheinbar harmlose Fotos macht, ich kenne meine knapp 4000 Facebook Fans nicht persönlich. Ich kann nur jeden Tag aufs Neue entscheiden, kompetent zu handeln, Fakten und Bilder zu veröffentlichen, die meiner Meinung nach die Intimsphäre meiner Kidner nicht verletzen und ich kann sie auf dem Weg klug begleiten und sie zu Medienaffinen Jugendlichen heranziehen, die einen sorgsamen Umgang pflegen. Denn, allein das hinterlegen des Klarnamens und Geburtsdatums auf Facebook führt in Deutschland dazu, dass ich beim Einwohnermeldeamt legal Informationen über den Aufenthaltsort erhalte. Das Twittern von Krankheiten des besten Kumpels kann auch zu Missbrauch seiner Privatsphäre führen, wenn ich mir Mühe mache, rauszubekommen, wer der Freund ist. 

Private Informationen preiszugeben, selbst wenn man es selbst nicht direkt tut, passiert schnell und es ist nicht aufzuhalten. Es sei denn wir verschließen uns vor den neuen Medien. Diese Alternative besteht für uns nicht. Also wiederhole ich mich ein letztes Mal: Ein sorgsamer Umgang mit Daten, Fotos und Videos sollte nicht verpöhnt sein oder gar mit visueller Verg*waltig*ng gleichgesetzt werden, mit Vorwürfen nach Aufsichtspflichtsverletzungen oder dem Nichtachten der Persönlichkeitsrechte. Stattdessen sollten wir mit den Medien sorgsam und kompetent umgehen und dies an unsere Kinder weitergeben. Das Böse gibt es immer, daran ändern Fotos nichts. Eltern, die sich für das Veröffentlichen von Kinderfotos entscheiden, sollte erstmal unterstellt werden, dass sie sich Gedanken gemacht haben, was sie veröffentlichen. Nicht per se sollte alles verteufelt und schlecht gemacht werden, die Augen vor der Entwicklung verschlossen werden. Medienkompetenz ist das Schlüsselwort. Dann gibt es vielleicht irgendwann keine neuen Videos mehr für Upps! die Pannenshow oder Youtube, wo wir alle herzlich über die Aussetzer der Kinder lachen. Denn das ist nicht medienkompetent. 

Ebenso können wir an dieser Stelle auch darüber reden, wie sinnvoll Kinderfotos in Modestrecken sind, auf denen kleine Mädchen wie Lolitas aussehen, oder diverse TV-Formate, die Kinder vorführen, oder die Mini Playback Show etc. Ich will nicht alles gutheißen, ich will auch nicht sagen, dass nur weil es alle machen, ist es richtig. Ich finde aber nicht, dass Sorgfalt erst im Internet anfangen sollte oder die Diskussion darüber, ob Eltern sich nur profilieren wollen über ihre Kinder, sich rein auf das Internet bezieht.

Zu dem Thema möchte ich gern einige Beiträge verlinken, die wie ich finde, sachlich mit dem Thema umgehen und nicht reißerisch alles in einen Topf werfen:

Das Nuf „Das Recht am eigenen Foto“ Sie sammelt auch noch weitere Links, ich versuche nicht zu doppeln.
Göttlicher Fotografieren „Kinderfotos im Netz
Chaoshoch2 sammelt Meinungen diverser Blogger: „Kinderfotos im Social Web
Steve-R: „Kinder im Social Web? Ja doch bitte!
Zeitschriftenwurm: „Kinderfotos auf Blogs. Ja oder nein?

So und jetzt ihr! Eure Meinung interessiert mich zu dem Thema! Und wie immer gilt: Sachlich bleiben!

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Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

11 Comments

  1. Irgendwie glaube ich, dass hier Dinge vermischt werden. Es geht doch nicht darum, Kinder von Medien freizuhalten. Das wäre weltfremd und nicht zeitgemäß. Aber in welcher Weise bitte profitieren sie davon, wenn ihre Fotos im Netz stehen? Sie können es noch nicht selbst entscheiden, und wieso dann einfach sich die Freiheit nehmen und es tun? Wieso überlassen wir das nicht ihnen, sich selbst darzustellen, wenn sie alt genug sind um zu verstehen, was sie da tun? Weil sie so süss sind und wir es auch von den anderen immer wieder hören wollen? Es bleibt jedem selbst überlassen, ich würde jedoch nie Fotos meiner Kinder ins Netz stellen. Und ich habe auch schonmal einer Frau, die meine Kinder äußerst eifrig fotografierte, die Kamera weggenommen und sie die Fotos löschen lassen. Man kann nicht verhindern, gefilmt zu werden, man gibt Daten im Netz preis, okay. Aber man muss es ja nicht auch noch forcieren. Die Mütter-Blogs auf denen keine Kinderfotos zu sehen sind, finde ich übrigens mindestens genauso informativ wie die, die es tun. Lieben Gruß, Lena

  2. Ich persönlich glaube nicht, dass es gut ist, Kinder um allen Preis von den Medien fernzuhalten. Ob man es möchte oder nicht: Die Welt ist im stetigen Wandel. Was für unsere Eltern noch unrealistische Zukunftsmusik war, ist für uns heute die Wirklichkeit. Und genauso ergeht es auch unseren Kindern – die Welt wird nun mal immer digitaler. Unsere Aufgabe ist es nicht, dies zu verhindern – sondern die Kinder entsprechend darauf vorbereiten.

    Gegen gut ausgewählte Familienfotos im Netz habe ich nichts einzuwenden. Schließlich werden auch manchmal Fotos von unseren Kindern in Gemeindeblättern/Lokalzeitungen veröffentlichen ohne großen Aufschrei. Aber wie gesagt – auf die gute Auswahl kommt es an!
    LG Julia

  3. Ehrlich gesagt, ich habe keinen Blog. Nd auch kein Facebook etc, ich würde auch nie Bilder meiner Kinder ins Netz stellen (und trotzdem hat jemand ein privates Foto meiner Tochter weitergegeben und es tauchte auf einem Fakeprofil auf… SICHER ist man NIE). Nichtsdestotrotz lese ich gerne Blogs – und habe auch nur sehr selten ein Foto eines Kindes gesehen, bei dem ich dachte "Wie konnte die Mutter nur…". Aber ich sehe mir auch Spielfilme an, in denen Kinder mitspielen, würde es aber meinen eigenen Kindern nicht erlauben, Filme zu drehen… Auch bei "öffentlichen" Fotos achte ich darauf, dass der Name zu dem Kind nicht zuzuordnen geht… LG Saskia

  4. Schöner Artikel.. Ich zeige meine auch auf dem Blog, Instagram, Facebook, Twitter etc.pp… Nicht mit dem Namen, aber auch nicht verpixelt.. Ich hab mir da anfangs eigentlich gar nicht so wirklich Gedanken drum gemacht, fing es mit dem Teilen auf meiner privaten Facebook-Seite an, damit die Familie teilhaben kann.. Dann entschloß ich mich dazu zu bloggen und da ging es weiter.. über Twitter kam ich dann zu Instagram.. Der Mann hat da auch keine Probleme mit.

    Denn wie du es sagst: Wer sagt mir, das wir nicht unterwegs irgendwo gefilmt oder fotografiert werden.

    Zu dem Thema alte Kinderfotos: Ich bin da sowas von schmerzbefreit, ich zeige die gerne her, denn warum soll ich das verheimlichen? Und ich kann mich auch als Mobbing-Opfer in der Schule bezeichnen.. Ich wurde von der Klasse über 4 Wochen geschnitten, weil ein Mädel mich ausbooten wollte (warum auch immer).. auch war ich immer so ein bisschen wie die grauen Mäuse in den College-Filmchen 🙂 Mein Selbstbewußtsein war eigentlich nicht sehr groß.. Und doch ging ich mit stolz erhobenen Hauptes mit meinem Knight Rider-Pullover zur Schule – in der zehnten Klasse. Ich habe jetzt auch keinen "Knacks" dadurch erlitten (ich möchte das aber natürlich keinem Mobbing-Opfer absprechen), es hat mich eher gefestigt. Ich komme trotz allem schnell mit Leuten in Kontakt, kann aber auch schnell sehen, ob es einer gut mit mir meint oder nicht. Und dieses Gefühl versuche ich meiner Kleinen zu vermitteln, das sie sich für nichts schämen muss.

    Bei meinen Bildern achte ich darauf, das sie nicht verletzend oder veralbernd sind. Auch vermeide ich allzu freizügige Bilder. Und wenn sie irgendwann mal sagt, sie möchte das nicht mehr, dann ist es so.

    Ein Punkt noch zu #Regrettingmotherhood.. da ging es ja auch darum, das Kinder später googlen können und dann die Texte entdecken können. Das wurde komischerweise von vielen als absurd dargestellt, denn warum sollten die Kinder das machen? Im Umkehrschluß frage ich mich dann, warum die Kinder das in Bezug auf die Bilder machen sollten 🙂 Nur mal so ein Gedanke :))

    LG Nicola

  5. Ein spannendes Thema. Wir haben uns lange darüber Gedanken gemacht und fühlen uns bei unserer Handhabe einfach gut. Ich denke es kommt einfach auch auf die jeweilige eigene Situation an.
    Ich habe ja nicht nur die alleinige Entscheidung – mit dem Mann natürlich – über die Motte, sondern auch über das Pflegekind. er selber – ganz Teenager – fände das gar nicht schlimm. Ich halte es da aber auch ganz genau so wie mit der Motte. (Zumal es da ja auch noch leibliche Eltern mit einem Sorgerecht gibt, die mir da an die Karre pieseln könnten(-wir sind hier bei einer Freischnautzeberlinerin , da darf ich das doch sagen oder?!?! )).

    Wir haben und für namen- und gesichtslos entschieden – auf dem Blog – auf feiersun.de. Wenn sie nun auf einer Veranstaltung mal durch die Kamera rennt oder im Hintergrund rum flitzt, dann ist das auch ok – dann lassen wir sie nicht raus schneiden oder verpixeln….
    Diese Bauchentscheidung durchdenken wir sehr – ist es dann noch eine Bauchentscheidung? Zumindest ist es eine von uns getroffene Entscheidung und doch respektiere ich es total das es auch Eltern gibt, die anders entscheiden und finde die Bilder Deiner Mädels auch zuckersüß!!! Manchmal fällt es mir auch super schwer besondere Strahleaugenbilder nicht zu veröffentlichen, aber wir stehen zu unserer Entscheidung und keiner weiß wie weit wir diese verändern oder festigen werden.

    Jeder darf und kann hier seine Entscheidungen treffen, denn damit kann und muss jeder selber leben – einfach ein Bissel Akzeptanz für andere Entscheidungen, dann wäre diese ganze Thematik schon ruhiger. Aber wohl nicht so spannend. 😉
    Liebste Grüße
    JesSi Ca

    • @jennifer: Ja, aber ohne Smiley oder Balken überm Gesicht … (ich glaube den Zusammenhang meinte Jette …)

    • Genau. Ich meine, dass Leute ihre Kinder nackt fotografieren, aber um die Privatsphäre zu schützen, einen Balken vors Gesicht machen. Und ich meine nackt von vorn. Nicht von der Seite, oder nur zum Teil, sondern frontal. Und manche Menschen interessiert ein Balken herzlich wenig.

  6. Hallo Jette,
    dieses Thema ist momentan wirklich in vieler Munde. Und auch wir haben lange überlegt ob wir unser Oberschätzchen zeigen sollen, oder nicht. Wir haben uns dafür entschieden. Als Eltern, ob nun mit oder ohne Internet, ist es jeden Tag unsere Aufgabe Verantwortungsvoll und mit besten Gewissen zu handeln. Mit Bedacht und Respekt unserem Kind gegenüber wählen wir die Fotos die wir veröffentlichen. Und ja, auch in der Hoffnung, das unsere Tochter in späteren Jahren genauso viel Spaß und Freude an unserem Blog hat, wie wir heute. Wir können nur erkennen, was für uns (als Familie, persönlich..) falsch und richtig ist, wenn wir es ausprobiert haben. Jette, wie du feststellst, wer weiß schon, wer uns alles filmt oder Fotos macht, wenn wir uns auf öffentlichen Plätzen aufhalten. Also, nicht ein Ereignis an sich verursacht Stress, sondern allein unser Blick auf das Ereignis.
    Liebe Grüße aus den Niederlanden
    Mama Nadine

  7. Liebe Jette,

    puh dieses Thema scheint derzeit ganz schön präsent zu sein, denn ich habe in den letzten Tagen einige Beiträge dazu gelesen. Ich persönlich finde dass das ein sehr schwieriges, komplexes Thema ist und es wohl ein Ding der Unmöglichkeit ist darauf eine allgemeingültig – perfekte – Antwort bzw. Umgehensweise zu finden. Leider denke ich dass es mir der Erziehung zu einer guten Medienkompetenz nicht getan ist, denn letztlich liegt es später einmal nicht in unserer – und auch nicht der Hand unserer Kinder – wie mit all dem Wissen, das über die Kinder von bloggenden Eltern im Netz gefunden werden kann, umgegangen wird. Es ist eine laufende Gratwanderung und erst in einigen Jahren, wenn unsere Kinder erwachsen sind, werden wir wissen ob es richtig war, so wie wir es gemacht haben.

    Du kannst gerne lesen was ich bei Julia's Post zu dem Thema geschrieben habe: http://zeitschriftenwurm.blogspot.de/2015/04/kinderfotos-auf-blogs-ja-oder-nein.html#comment-form

    Ganz liebe Grüße nach Berlin!
    Kristin

  8. Liebe Jette, ein paar gute Gedanken, die Du hast. Ich finde Deine Kinder recht niedlich und freue mich immer, wenn ich Deine Tochter mit ihrem Tüllröckchen sehe. Auf meinem Blog zeige ich meinen Sohn nicht. Mal ist er von hinten zu sehen, mal ein Detail: Sein Gesicht zeige ich nicht. Mir ist es einfach zu privat und ich habe das für mich so entschieden. Aber ich bin der Meinung, dass muss jeder für sich selber entscheiden und so respektiere ich auch die Meinung anderer. Ich habe zu der #regrettingmotherhood -Debatte einen Text geschrieben, wo es auch ein bisschen darum geht: Um Medienkompetenz von Eltern, und dass ich einiges viel schlimmer finde, als ein unverpixeltes Gesicht. Das passt ganz gut, deshal lasse ich Dir mal den Link da: http://fruehesvogerl.blogspot.de/2015/04/auch-auerhalb-des-ponyhofes-ist-es-schon.html
    Liebe Grüße und einen sonnigen Tag, Bettie

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