Es passiert ja nicht oft, dass ich mich über eine Erkältung freue, vor allem nicht bei den Kindern, aber wenn man eine kleine Box rum stehen hat, die man endlich ausprobieren will, dann sehnt man auch mal eine Schnoddernase herbei.

Vorweg, Wer hat sie nicht zu Hause, diese komischen Nasensauger wo man entweder ruckartig das halbe Gehirn mit weg saugt und so gut wie nix aus der Nase kommt (sehen aus wie ein großer Tropfen), oder das Teil, was man dem Kind in die Nase steckt, während Mutti am Schlauch sachte versucht, zu saugen und so den Schnodder zu entfernen. Keine Sorge, man kriegt das Zeug nicht in den Mund. Wie dem auch sei, ich hatte Beides. Ersteres flog sofort in den Müll, Zweiteres durfte mangels Alternative bleiben. Die Tochter fand es aber so doof, dass sie sich beim Wegdrehen mal einen kleinen Kratzer an der Nase zuzog und es einem Ringerkampf glich, nur eine Zehntel Sekunde mal was absaugen zu können. 

Auf der Kind und Jugend Messe lernten wir dann Nosiboo kennen. Einen Nasensauger. Sieht aus wie ein kleines freundliches Bärchen, benötigt Strom, hat einen Schnorchel für kleine Kindernasen und einen Regler. Über den wird die Saugkraft geregelt. Von Babyzart bis volles Rohr. Durch Auswechseln der Sauger, kann sich so die ganze Familie vom Schnupfen befreien. Janina von kleinstyle hat mal genau beschrieben, wie das funktioniert. Mein Part war das Testen am lebenden Objekt. 

So viel noch vorweg: Beim Nase schnauben schafft man es nie, die Nebenhöhlen frei zu bekommen. Babys Kanäle sind noch klein und eng und ratzfatz hat der Wurm eine Mittelohrentzündung, oder entzündete Augen. Und jeder der zudem ein Baby oder Kleinkind nachts im Arm hatte, was nicht schlafen kann, wegen verstopfter Nase, der wünscht sich ein leises kleines Wunderding her, was sogar im Schlaf funktioniert.

Nun war Marlene also krank, schniefte vor sich hin und ich sah den Moment gekommen. Ohne großes Trara packte ich den Nosiboo aus, setzte mich neben sie aufs Sofa und ließ sie erstmal machen. Ich zeigte ihr am Finger, was das kleine Teil kann und dass sie danach besser atmen kann. Ziemlich skeptisch traute sie dem Ganzen nicht über den Weg und saugte erstmal munter das Sofa ab. Ich tat dann so, als hielt ich mir den Sauger in die Nase und da offensichtlich nichts schlimmes passierte, hat sie sich tatsächlich ganz allein ihre Nase sauber gesaugt. Ich darf nicht helfen und sicher müsste man ein bisschen länger saugen, aber sie hat sich getraut. Ich war ehrlich baff, denn das hab ich nicht gedacht.

Beweisfotos zeig ich nicht, es sieht einfach nicht soooo toll aus, die Fotos von Nosiboo sind da besser. Das Gerät ist total leise und dank seiner trollig aussehenden Form nicht angsteinflößend. Beim Baby hab ich einfach im Schlaf die Nase gesäubert, sie hat gar nichts mitbekommen, konnte danach aber endlich ruhig schlafen.

Ja, Nosiboo hat seinen Preis, aber ganz ehrlich, das Ding ist Gold wert. Grade wenn eine Erkältung die nächste jagt, die Nächte kurz sind und die Nase zu, kann ich nach eigener Erfahrung nur sagen, der Nasensauger hält was er verspricht. Kein Geschrei und panisches Umherwinden, nebenbei wird sogar das Sofa sauber und das obere Teil lässt sich super leicht säubern. Schwuppdiwupp bereit für den nächsten Einsatz. Ich bin total zufrieden und muss ganz ehrlich gestehen: Ich war mehr als skeptisch, ob Marlene das mit sich machen lässt und hab Flori schon als mein Versuchskaninchen gesehen. Aber nein, Marlene macht das mit ihren 2,5 Jahren einfach selbst, fand das total spannend was so aus der Nase kommt und erkannte, dass es sich mit Luft leichter den Schoki Weihnachtsmann essen lässt. Wir sind überzeugt.

Alle Bilder Copyrigt Nosiboo