Marlene ist seit Kurzem in einer neuen Kita Gruppe. Nun ist sie erstmal wieder die Kleinste, aber ihre Freundin ist auch dabei und soweit klappt es prima. Sie hat nette Erzieherinnen und einen Erzieher. Es ist so süß, wie schüchtern sie bei ihm ist. Generell muss sie beim männlichen Geschlecht erst warm werden.

In einem kurzen Gespräch fragte mich die Kita Leiterin, ob es denn für mich ok sei, dass in Marlenes Gruppe ein Mann ist. Ehrlich gesagt verstand ich die Frage nicht. Ich finde das nämlich super! Er ist super nett, spielt ganz toll mit den Kindern und überhaupt mag ich ihn sehr. Sie fragte, weil es (tatsächlich) Mütter gab, die das stört. 

Ich weiß nicht wie ihr dazu steht, aber mich nerven solche Mütter. Man kann doch nicht ernsthaft jedem Mann in einer Kita Schlechtes unterstellen. Wo leben wir denn? Und leider waren die letzten Negativ Berichte über Erzieherinnen, die die Kinder schlugen und sonstiges. Ich finde es ganz wichtig, dass Kinder auch noch eine andere Bezugsperson haben, als nur die Mutter / Frau. Männer sind ganz anders. Seh ich zu Hause, wie Marlene mit dem Papa tobt. Überhaupt machen die beiden ganz andere Sachen, die sie mit mir nie spielen würde, abenteuerlustiger, waghalsiger, verrückter. Das gehört doch dazu.

Als Marlene noch bei den Kleinen war, kam der Erzieher kurz dazu. Vorher war es eher ruhig und gemütlich. Er setzte sich auf einen alten Bürostuhl und hatte plötzlich 5 kleine Kinder an sich zu kleben und bretterte mit dem Stuhl im Zimmer hin und her. Das Bild war göttlich. Das Kinderlachen war zauberhaft. Alle quietschten und freuten sich. 

Ich find es schade, wenn es Kitas gibt wo tolle Erzieher gehen müssen, weil irgendwelche Mütter einen komischen Film schieben. Sitzt der Mann bei denen zu Hause auch nur in der Ecke und darf nichts machen? Grade nach dem ersten Jahr, wo Kinder langsam erkennen, dass es noch mehr Menschen gibt, als Mutti, ist es doch für die Entwicklung wichtig, sich eine neue Bezugsperson zu suchen, die ganz anders tickt. Das ist zu Hause der Papa und in der Kita der Erzieher. 

Da predigen Frauen immer Emanzipation und Gleichberechtigung, aber die Kindererziehung soll dann bitte doch in weiblicher Hand bleiben, egal ob zu Hause oder in fremder Betreuung. Ist ja wie bei Vegetariern, die zwar kein Fleisch essen, aber Fisch. Aha. Selbst die Bundesregierung hat Programme ins Leben gerufen, um mehr männliche Erzieher in Kitas zu bekommen. Und ich wette, es gibt genug Studien die belegen, wie wichtig es für Kinder ist, beide Geschlechter um sich zu haben, die einen prägen. 

Ich habe nicht eine Sekunde etwas Schlechtes gedacht, als ich unseren Erzieher damals das erste Mal sah. Da war Marlene noch gar nicht in seiner Gruppe. Im Gegenteil, ich habe mich sehr gerfreut, dass bei über 15 Frauen wenigstens ein Mann dabei ist. Ich hoffe, die meisten Mütter sehen das auch so und verurteilen einen Mann nicht, nur weil er in einer Kita arbeitet. Ich denke, in manchen Situationen reagieren Männer sicher besser als Frauen oder haben eine andere Sicht und die sollte doch nicht vernachlässigt werden. Und am Ende gibt man sein Kind in fremde Hände und kann nur darauf vertrauen, dass es gut betreut wird, egal ob von einer Frau oder einem Mann. Oder wie seht Ihr das?

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Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

24 Comments

  1. Ich finde deinen Post super, denn er ist durch und durch wahre. Meine beiden Mädels haben auch einen Erzieher. Sie lieben ihn abgöttisch und umgekehrt ist es genauso. Es gibt aber bei uns so einige Damen, die ihre Kinder (sollte mal was in die Hose gehen) nicht von sauber machen lassen wollen etc. Da ist dann die Erzieherin gefragt. Meine Kinder lassen sich von ihm den Hintern putzen, sie bestehen sogar darauf. Als Alleinerziehende finde ich es einfach klasse, das sie somit auch einen männlichen Part in ihrem Leben haben. Die ewigen Vorurteile kann ich einfach nicht verstehen.

    Wir sind froh unseren Erzieher zu haben.

    Lg Brigitte

  2. Mein Sohn ist nun seit drei jahren im Kindergarten und immer wieder hätte ch mir gerne einen Erzieher gewünscht für Die Kids im Kindergarten. Den ich seh es immer wieder das es wichtig ist das Kinder eine männliche Bezugsperson brauchen und das das auch wichtig ist für ihre Erziehung. Ich war drei jahre Alleinerziehend und habe dann mit meinem jetzigen Mann zuerst eine Wochenendbeziehung geführt. Ich muss sagen das ganze hat meinen Sohn verändert er ist mutiger geworden, aufgeschlossener und selbstbewusster als eine männliche Bezugsperson in sein Leben getreten ist. Ich wünsche mir mehr Kitas mit männlichen Erziehern.

  3. Unser Sohn kommt ab Juni in eine Krippe und ein großer Pluspunkt bei der Bewertung der Krippen nach der obligatorischen Besichtigungstour war für mich die Tatsache, dass es in der Krippe eine männliche Bezugsperson gibt – zwar keinen Erzieher, aber einen Hauswirtschafter, der nicht nur Hausmeisterdienste versieht, sondern auch die Küche schmeißt und kocht. Ich finde es toll, in einer so "frauenlastigen" Umgebung einen männlichen Ansprechpartner zu haben. Und ich glaube, es tut auch der Belegschaft gut; zumindest habe ich oft das Gefühl, dass ein Mann mit seinen eigenen Sichtweisen viel Gutes in so eine Gruppe bringt.

  4. Ich habe lange überlegt, ob ich als nicht Mama überhaupt das Recht habe, die Situation zu kommentieren. Ich mache es jetzt einfach, weil ich den Artikel so toll fand und es mich gleichzeitig traurig macht, in welchen Kategorien viele Menschen immer noch denken.

    Ich denke, wenn ein Mann sich für den Beruf des Erziehers entscheidet, macht er es noch viel bewusster als eine Frau. Er folgt seinem Herzen und allen voran seiner BERUFUNG!!! Ich glaube, dass es nur grundsätzlich wenige Menschen gibt, die ihrer eigentlich Berufung folgen, was die unterschiedlichsten Gründe haben kann.

    Ich finde es wichtig, dass Kinder Bezugspersonen haben, zu denen sie vertrauen haben. Das sollten sowohl Männer als auch Frauen sein.

    Schade, dass nicht alle Menschen so offen sind wie Du. Denn mit einem hast Du recht. Ob Mann, ob Frau, am Ende kann man nur darauf vertrauen, dass man sein Kind in gute Hände gibt und es sich wohlfühlt.

    Liebe Grüße
    Christine

    • Liebe Christine,

      danke für Deinen Kommentar, grad als Nicht-Mama. Und Dui hast das so toll ausgedrückt, mit der Berufung. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht, aber das ist ein starkes Argument! Also schön, dass Du dich doch getraut hast, zu schreiben!
      Viele Grüße!

  5. Ich bin auch voll und ganz deiner Meinung! Männliche Bezugspersonen sind genauso wichtig für die Kleinen wie weibliche. Und wie du schon sagst: sie spielen zum Teil ganz anders mit den Kindern (abenteuerlicher, ausgelassener, rabaukiger ;-)) Das seh ich auch immer bei unserem kleinen Mann. Ich finde es toll, wenn in einer Kita auch ein männlicher Erzieher ist. Ich meine, wir leben in einer Gesellschaft in der "Gleichberechtigung" und "Gleichstellung" angeblich groß geschrieben werden. Deshalb sollten auch Männer in einem vorwiegenden Frauenberuf nicht verachtet und diskriminiert werden, sondern vielmehr bewundert werden. Nur weil ein Mann in einer Kita arbeitet ist er doch nicht gleich ein Pädophiler oder ein Kindesentführer. Also die Sichtweisen so mancher Mütter sind mir da vollkommen suspekt. Früher haben doch auch z.B. nur Männer als Ärzte gearbeitet bis sich dann endlich auch die Frauen in diesem Berufszweig durchgesetzt haben. Und sind sie deswegen schlechtere Ärzte als die Männer? Nein…und genauso sehe ich das mit Erziehern. Es hängt doch vielmehr von der Persönlichkeit eines Menschens ab.

    Liebe Grüße

  6. Diese Vorurteile finde ich auch sehr bedenklich und kann mich eigentlich nur anschließen. Auch männliche Bezugspersonen sind wichtig für die Kinder. Ein Missbrauch – egal welcher Art – kann überall passieren. Misshandlung ebenso. Da ist beides meiner Meinung nach Geschlechtsunabhängig.

    Wir hatten damals nur einen Zivi im Kindergarten und es war toll anzusehen, wie er mit den Kids tobte und spielte. Ursprünglich wollte er ebenfalls Erzieher werden, wurde aber von den negativen Eindrücken eines "besseren" belehrt. Viele Eltern hatten Bedenken, sprachen das ständig an und nach seinem Dienst sagte er, dass er mit all den negativen Kommentaren und Verhalten nicht zurecht kommt. Wirklich schade, denn er wäre ein toller Erzieher geworden *seufz*

    Ich hoffe in dieser Hinsicht tut sich noch etwas in Deutschland!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    die Alltagsheldin

  7. Zu dem Thema empfehle ich den aktuellen Film von Thomas Vinterberg "The Hunt" mit Mads Mikkelsen.

  8. Boa ja, ich kenne sogar Mütter, die Männer komplett als Erzieher ablehnen, deshalb ist unser Erzieher in der Kita irgendwann gegangen worden:(
    Ich stimme dir voll zu, es müssen Männer in die Kitas, weil die Kinder das auch ganz einfach brauchen….Gerade für die Jungs ist das doch auch klasse, wenn mal einer richtig Fußball mit denen bolzt!
    Leider gibt es zu viele Mütter, die das stört, verstehen werde ich es nie!
    Wenn ich kein Vertrauen habe, darf ich die Kinder nicht fremdbetreuen lassen, meine Meinung!

  9. ich finde diese Vorveruteilung bedenklich.Natürlich sollte man genau hinsehen, wem man sein Kind zur Betreuung übergibt, aber das gilt für beide Geschlechter. Als ich damals (in den 70ern, hüstel) im Kindergarten war, hatten wir einen männlichen Erzieher. Manfred. Ich habe ihn geliebt! Ich denke generell, dass es total wichtig für Kinder ist, auch männliche Erzieher zu haben, und zwar nicht erst in der weiterführenden Schule, sondern auch in Kitas und Grundschulen-hier fehlen einfach Männer. Immerhin gibt es auch einige Alleinerziehende etc, wo den Kindern einfach eine männliche Bezugsperson und ein Rollenvorbild fehlt! Go guys!

  10. Nein, wär gar nix für mich. Ich kenn aus beruflichen Gründen die Statistik der nach kurzer Haft, weil der Strafrahmen doch recht niedrig ist, die Zahl der derzeit in Österreich frei rumlaufenden Pädophilen. Fakt ist auch leider, das wirklich Pädophile und das bitte ist strikt zu trennen, von Kinderschändern, die schlichtweg nur ein Kind missbrauchen, WEILS GRAD DA IST, also wäre eine Erwachsene Frau "da" gewesen, wäre halt sie missbraucht worden, viel häufiger sind, sprich, da muss man sich nochmal genau informieren. Richtige Pädophile, die glauben, wenn ein kleinkind sie anlächelt, flirtet das Kind mit ihm, sind viel seltener. Viel häufiger allerdings ist der andere Teil, der nimmt was er bekommt. Meine Schwester wurde von zwei Pädagogen missbraucht, wobei missbrauch ein weites Feld ist, auf dem Gymnasium wurde sie inkl. andere Mädels unsittlich berührt. Auf der Tourismusschule war es ein leichtes gute Noten zu bekommen, wenn man einen Ausschnitt trug, beim Mathelehrer zb. und sich ganz problemlos auf die Titten schauen ließ. Auch das ist für mich Missbrauch, nämlich sexueller und Amtsmissbrauch.
    Natürlich muss man immer wachsam sein, auch bei Pädagoginen, es ist wissenschaftlich fundiert und erwiesen, das viele solche Berufe ergreifen, um Macht auszuüben. Auch unterbewusst, sprich den Frauen ist das gar nicht so klar. Auf die Finger hauen, ist ein schweres vegehen, und nicht akzeptabel, aber einen sexuellen Missbrauch, den trägst du für den Rest deines Lebens mit, und mein Kind wird dem Riskiko nicht ausgesetzt, wenn ich weiß, das über 2000 freigelassene Kinderschänder/Pädos hier frei rumlaufen, sich womöglich grad nen Kurs als Kindergartenassistent/Kindergärtner suchen, und hollodario… Und der letzte Fall von Missbrauch hier bei uns war und ist ausschließlich von Männern, aktuell wieder ein Mann der sich um die Volksschule einer Freundin von mir rumtreibt u.a . Mein Kindlein ist auch erst zwei Jahre alt, sprich solange sie sich nicht mir ausdrücken kann, und ich ihr nicht altersgerecht erklären kann, das ihr Körper auch nur ihr ganz alleine gehört, und denn niemand anzugreifen hat, solange wünsche ich auch keine männlichen Erzieher in ihrer nähe. Und ich bin mir sicher, viele Eltern von missbrauchten Kindern, hätten sich mehr Achtsamkeit gewünscht, den der wird ihr Kind, wenn es sich nicht erhängt, wie zuletzt in den USA zwei Teenager nach Missbrauch, definitiv für den Rest ihres Lebens begleiten. Aber nicht mit meinem Kind. Und verdammt noch eins, es geht so schnell, einmal hinter die Umkleide im Bad abgebogen…

    • Hallo!

      Schade, dass Du Dich von den Statistiken so leiten lässt. Es ist natürlich Deine freie Wahl, ich verurteile Dich nicht, aber ich finde es schade, wenn man schon mit so einem Mißtrauen dem Mann gegenüber tritt. Christine hat es in einem Kommentar ganz toll gesagt, wie ich finde: Männer entscheiden sich ganz bewusst für diese Beruf und sehen ihn als Berufung. Sie erfüllen sich ihren Jobtraum, eben weil es kein typischer Männerberuf ist. Und ich denke, man sollte doch eher positiv Anderen gegenübertreten. Am Ende ist auch eine Frau eine fremde Person die Dein Kind betreut und Du weißt nie, wie sie tickt.

      Ich danke Dir für Deinen Kommentar und Deine Sichtweise!
      Viele liebe Grüße!

    • Hallo an die Dame, die so Angst vor Pädophilen Männern hat!
      Ich kann das total gut verstehen, ich habe selbst kein Kind, aber ich kann mir vorstellen mit was für einer Dauerpanik man lebt, sobald dieses kleine Wesen so schutzlos auf der Welt ist. ABER ich denke, du musst aufpassen, dass du deiner Tochter nicht zu sehr das Bild vermittelst, dass alle Männer mögliche Vergewaltiger sind. Das kann auch dazu führen, dass sie später mal kein Vertrauen zu Männern generell fassen kann und Probleme hat eine normale Beziehung zu führen. Ist jetzt vielleicht ein bisschen weit gegriffen, aber ich habe selbst eine Freundin, deren Mutter ihr von klein auf eingetrichtert hat, dass sie jeden Moment vergewaltigt werden könnte. Jetzt kann sie sich überhaupt nicht mehr im Dunkeln bewegen (fährt nur Taxi), vertraut generell keinen Männern und hat echte Probleme eine Beziehung zu führen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn man schon als junges Mädchen ein gesundes Verhältnis zu Männern aufbaut (und das geht nur, wenn welche da sind), ist man viel geschützter. Denn das Bild des Mannes als Dauertäter führt zum Selbstbild eines Daueropfers. Und genau diese Mädchen, die leichte Opfer sind, weil sie sich sowieso schon selbst so sehen, sind die Zielscheibe von Tätern. (das ist genauso wissenschaftlich bewiesen, wie die Pädo-Statistiken von dir). Und ich kann das aus meiner Erfahrung bestätigen. Klar, man muss Mädchen sagen, dass sie auf sich aufpassen müssen, aber man muss ihnen auch sagen, dass die Welt da draußen nicht voll mit Feinden ist.

      Ich wollte jetzt übrigens nicht sagen, dass Mädchen selbst schuld sind, wenn ihnen was passiert. ÜBERHAUPT NICHT!!!! NATÜRLICH sind immer diese schrecklichen Menschen Schuld!! Aber es ging ja jetzt darum, wie man seine Tochter am besten beschützt. Und irgendwann kann man als Eltern ja auch nicht mehr da sein. Irgendwann wird sie ausgehen und sich sonstwo rumtreiben…. dafür sollte man als Eltern die Tochter ja auch vorbereiten…

      Ich hoffe ich bin jetzt niemandem zu nahe getreten.
      Viele Grüße!

  11. Unser Junior kommt zwar erst ende des Jahres in den Kiga, aber ich bin absolut deiner Meinung.Kinder sollten beide Seiten kennenlernen und es ist wirklich so, das Männer anders spielen und ein anderes Verhalten an den Tag leben.
    Ich finde das eher Vorteilhaft, immerhin sind wir doch ständigvon Männer und Frauen umgeben und nicht nur von Frauen allein oder höchstens dem Papa. Ich kann so eine komische Denkweise nicht verstehen, da tut man ja so, als sein der man an sichetwas schlechtes.

  12. Ich muss dir auch zustimmen!!! Bei unserer Tochter ist auch ein Erzieher und ein Praktikant – was soll man sagen?!?!? Die Kinder fliegen der Reihe nach auf die beiden!!! Meine Dame schwärmt da regelrecht von… Als oben genannter männlicher Praktikant in der Krippe, die nebenan ist, spontan für 1 Tag als Aushilfe einsprang und ich mittags kam, um den Kleinen abzuholen, bot sich ebenso ein göttliches Bild: mehr als die Hälfte der 13 Kinder hingen an ihm, keiner wich von seiner Seite und Kinderlachen schallte durch den Raum – herrlich!!!

    Da ich auch Erzieher sehr wichtig für Kinder finde, bin ich natürlich für mehr Erzieher!! Deine oben genannten Vorurteile sind hier in unserem Raum noch nicht aufgetreten, ich kann sie nicht verstehen und finde es schade… Wenn man es so genau nimmt und seine Kinder vor alles und jedem bewahren möchte, darf man es erst gar nicht in Fremdbetreuung geben…

  13. Wir haben leider keinen Erzieher, aber immer wieder männliche Praktikanten, was mich hoffen lässt!
    In der ersten Kita in der meine Große war, gab es zwei Erzieher und es war großartig, wie sie mit den Kinder getobt haben. Ein Mann spielt ganz anders als eine Frau. Zudem waren die Erzieher gute Ansprechpartner für die Väter, so von Mann zu Mann, wenn mal Fragen waren.

    Das Eltern ein Problem mit Männern haben habe ich bis jetzt bei uns noch nicht gehört und kann ich auch nicht nachvollziehen. Es sollt mehr Männer geben, die sich für den Beruf des Erziehers in einer Kita entscheiden!!!

  14. Absolut Deiner Meinung. Wir haben auch immerhin einen männlichen Erzieher in der Kita meines Sohnes und ich finde das suuuuper! Er heisst Martin und kam ungefähr im November in die Kita. Vermutlich deshalb nennen ihn die Kinder St Martin, hihi. Und sie lieben ihn. Natürlich muss man als Mutter immer wachsam sein und auf kleine Signale achten, besonders bei ganz kleinen. Aber nicht misstrauisch! Und schon gar nicht aus so klischeehaften Gründen!

  15. Ich habe mich damals bewusst für eine "männliche Tagesmutter" entschieden, weil – wie wir alle – auch ich vorurteilsbehaftet bin. Ich wollte 'wat rischtischet' und kein Weichei für meine Tochter und ich finde: Tagesmütter sind mir zu vorsichtig, also her mit dem Kerl.

    Meiner Tochter hat das in meinen Augen nur gut getan, aber er – so als Erzieher – hatte viel (negatives) zu erzählen und ich habe auch viele interessante Kommentare geerntet. Da riefen Leute bei ihm an und wollten seine Frau, die Tagesmutter sprechen und legten dann wortlos auf, als sich herausstellte, dass die Tagesmutter ein Mann ist.

    Zu mir hat mal jemand gesagt, ich wäre aber mutig, mein Kind bei einem Mann zu lassen. Ob ich keine Angst hätte.
    Ich denke aber: Es ist mutig, sein Kind bei einem fremden Menschen zu lassen. Frauen können auch mal ausrasten.

    Bei der Kitabesichtigung habe ich im Glas der Tür gesehen wie eine Erzieherin dem Kind auf die Finger schlug, weil es jemanden von der Bank schubste.

    Es ist also wie beim Metzger: Vertrauen ist alles.

    Unser Kindererzieher war eine gute Erfahrung für die kleine Chefin, wir haben uns sehr gut mit ihm verstanden und es gab Tränen auf beiden Seiten als das Kind vom Tagespapa in die Kita wechseln musste. In ihrer jetzigen Kita hat sie übrigens auch einen Erzieher. Schadet niemandem ;).

    Generell denke ich aber, jeder sollte frei entscheiden dürfen, was er für richtig hält. Dazu gehört eben auch, frei sagen zu dürfen, dass jemand einen männlichen Erzieher nicht so gut findet. Warum auch immer.

    • Meine liebe Dani,
      ein grandioser Vergleich mit dem Metzger, hihi. Aber ich stimme Dir zu, jeder kann mal ausrasten, auch Frauen und die Mischung machts. Und Vertrauen ist alles, egal zu wem man sein Kind gibt. Ich find es ok, wenn man Bedenken hat, weil man vielleicht negative Erfahrungen gemacht hat, aber generell einem Erzieher keine Chance zu geben, nur weil er ein Mann ist und somit automatisch gewaltätig und pädophil, das find ich schade und wenn das noch dazu führt, dass dieser Mann die Kita verlassen muss, umso schlimmer.
      Und nö, der kleinen Chefin hats nicht geschadet, hihi.

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