Nach der Steilvorlage von der Supermom möchte ich hier mal die männliche Sicht der Dinge erläutern. Oder ganz einfach meine Gedanken mitteilen. Denn zu einer Beziehung gehören ja immer zwei. Also ist die männliche Perspektive ja auch interessant. Zumal mir dieser kurze Wochenend-Trip in unsere Vergangenheit extrem gut getan hat. 
Auch wenn ich nicht so viele Liebesfilme mit Geburt gesehen habe, erinnere ich mich fast wehmütig an das Wochenende – das ist doch schon wieder ewig her – und unsere Vergangenheit: Denn es ist nichts mehr so wie es einmal war. Das es sooooo wird, hat mir niemand gesagt! 
Wenn ich so unseren „normalen“ Tagesablauf vor Schwangerschaft und Geburt mit dem heutigen vergleiche, beginnen die Unterschiede schon mit dem Aufstehen. Im Film kommt dann eine Nanny oder mindestens jemand, der mit dem Hund geht. Bei uns kommen beide irgendwie nicht. Da gehe ich morgens mit Marlene umgeschnallt mit dem Hund spazieren. Anfangs nervte das tierisch, mittlerweile ist es eine liebgewordene Routine, die ich genieße, da Marlene mir in diesen Momenten sehr nahe ist. Unterm Strich: Lange schlafen war einmal, jetzt bin ich zum Frühaufsteher mutiert. Und gehe meistens nicht fröhlich zur Arbeit.
Ich komme aber auch nicht wirklich fröhlich heim. Ich freue mich auf die Supermom und Marlene. Aber früher bin ich nach der Arbeit noch mal auf ein Bier weg gegangen, habe die Supermom und Freunde getroffen. Heute fahre ich direkt nach Hause, die Supermom und Marlene warten. Dann bringe ich Marlene ins Bett, was manchmal echt dauern kann. Danach könnte ich den Abend genießen, vielleicht sogar gemeinsam mit der Frau. Aber ich bin dann echt durch…Mit Beziehung, wie wir sie von früher kannten, hat so ein Tagesablauf nicht mehr viel gemein.
Früher haben wir gemeinsam Dinge unternommen, waren tanzen, essen, in Bars, Kino und Clubs unterwegs. Heute müssen wir funktionieren, damit unsere kleine Familie so entspannt wie möglich, durch die Woche kommt, das gemeinsame Erleben wird da leider zur Ausnahme, zu einer Insel an die man sich gerne erinnert. Auszeiten wie an diesem Kinderfreien Wochenende sind deshalb kleine Ausflüge in das Leben, wie es einmal war…

Überhaupt, das Leben wie es einmal war: Ich erinnere mich, dass ich immer mal wieder Tage hatte, die ich komplett für mich allein hatte, ohne überhaupt etwas zu unternehmen oder jemanden zu sehen. Heute ist dies ein Ding der Unmöglichkeit, das mir fehlt. Aber mir geht es da wie der Supermom. Ein Blick in die Augen von Marlene, ein Lachen von Ihr und alles ist richtig. Alles fühlt sich gut an. Wir müssen nur noch daran arbeiten, dass es sich so leicht wie im Film anfühlt. Aber auch das kriegen wir noch hin. Es sind ja erst 10 Monate mit ihr…Und wir sind lernfähig.

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Seit 2011 bin ich in die Welt der Mütter aufgenommen. Mittlerweile habe ich 3 Töchter. Hier schreibt keine "typische" Mutter, die Haushalt und Familie mit links schmeißt, Modelmaße hat und nebenbei locker eine Karriere wuppt. Ich finde es okay, auch mal zu sagen "Ich bin müde! Der Mann nervt! Wir streiten öfter! Nein, ich backe, bastel und singe nicht 24 Stunden am Tag! Ja, ich mag Fast Food und ein Schnäpschen zwischendurch!" Aber auch die schönen Dinge kommen nicht zu kurz. Süße Sachen die ich im Netz finde, hilfreiche Tipps, anderes Lesenswerte und ganz viel ♥

1 Comment

  1. hab's erst jetzt gelesen, obwohl ich den blog schon lange begeistert verfolge, weil er so nah und so echt ist. auch wenn's in diesem fall die männliche sicht ist: ja, ja, ja – so ist es und man muss sich trotz all der liebe für das kind erst daran gewöhnen. ich habe rund ein jahr gebraucht, um all die veränderungen wirklich zu akzeptieren und zu begreifen was da eigentlich gerade so passiert. mein kleiner ist nun 2,5 jahre alt, der papa ist unter der woche weg (arbeitet in 'nem anderen bundesland), aber wir kriegen es gut hin. euch vieren weiterhin alles, alles gute!!

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